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Thema: "Eingliederungsvereinbarung" als Witz des Tages

  1. #1
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    780

    Daumen runter "Eingliederungsvereinbarung" als Witz des Tages



    Eingliederungsvereinbarung

    Die Agentur für Arbeit soll jedem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen einen Fallmanager als persönlichen Ansprechpartner benennen, der ihn umfassend mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit unterstützt. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige schließt mit dem Fallmanager für sechs Monate eine Eingliederungsvereinbarung . Die gemeinsam erarbeitete und unterzeichnete Eingliederungsvereinbarung stellt sicher, dass die Agentur für Arbeit Angebote unterbreitet, die den individuellen Bedürfnissen des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, den Anforderungen des Arbeitsmarktes und den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit entsprechen. Andererseits wird mit jedem Hilfebedürftigen vereinbart, welche Anstrengungen von ihm selbst im Rahmen des Eingliederungsprozesses erwartet werden.

    so die Theorie....

    Die Praxis aber sieht so aus:

    Eingliederungsvereinbarung

    zwischen erwerbsfähiger Hilfeempfänger (eHb)

    und ARGE SGB II

    1. Leistungen und Pflichten der Vertragsparteien

    Der eHb verpflichtet sich, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den eigenen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten und an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitzuwirken.

    Aufgrund der besprochenen Chanceneinschätzung werden folgende Aktivitäten zur beruflichen Eingliederung des eHb für die Zeit bis 30.09.2005 verbindlich vereinbart, soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird.

    a) ARGE SGB II Öffentlich geförderte Beschäftigung

    - Angebot einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (Zusatzjob) im Freizeittreff der Stadt ...... ab 13.07.05 - 12.12.05.

    b) eHb Stellensuche / Erstellung von Bewerbungsunterlagen

    - Nutzung der gelben Seiten zur aktiven Stellensuche

    Berufliche Qualifizierung

    - Teilnahme an einer öffentlich geförderten Beschäftigung (s.Angebot).
    (also ich habe hier nicht vergessen etwas hinzuschreiben, es gibt einfach kein Angebot)

    c) Leistungen und Pflichten des eHb
    (auch hier gab es keine Eintragungen)

    2.Rechtsfolgen bei nichterfüllung der Rechte und Plichten

    a) ARGE SGB II
    Die Vertragsparteien sind sich einig, dass der eHb gegenüber dem zuständigen Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende darauf berufen kann, dass er die in der Eingliederungsvereinbarung (EinV) festgelegten Rechte einfordern kann. Sollte der entsprechende Träger seiner in der EinV festgelegten Pflichten nicht nachkommen, ist ihm innerhalb einer Frist von _ _ _ _ das Recht der Nacherfüllung einzuräumen.

    b) eHb
    Sollte der eHb die in dieser Eingliederungsvereinbarung vereinbarten Pflichten nicht erfüllen, insbesondere keine Eigenbemühungen in dem hier festgelegten Umfangnachweisen, treten die gesetzlich vorgeschriebenen Rechtsfolgenein, sofern der eHb keinen wichtigen Grund für sein Verhalten nachweist.

    Die zwei Seiten mit den "gesetzlich vorgeschriebenen Rechtsfolgen" spare ich mir hier wiederzugeben.



    Falls jeman Interesse hat, ich bin gerade dabei einen Bewerbungsbrief als Serienbrief in Verbindung mit der "Gelbe Seiten CD" zu erstellen. Ein Knopfdruck und schon kann ich meine tägliche Dosis Bewerbungsschreiben unter die Leute bringen. Gibt es eigentlich auch Internationale Gelbe Seiten?


    Pettersson

  2. #2
    oderwie Gast

    Standard

    Hallo Pettersson,
    www.gelbeseiten.de
    oder auch konkret www.gibyellow.gi/
    Werde mich ab sofort als Fallmanager bewerben, und alle Antworten oder
    Nichtantworten auf gültiges Arbeitsrecht überprüfen (lassen). Meine tschechische Partnerin wird mir helfen, meine Bewerbungen in der Landes-
    sprache zu verfassen, flexibel !, wir eHb`s habens doch...
    Auf Gibraltar solls noch Affenjobs gebe, affengeil?

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