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Thema: Teilzeit in der Insolvenz

  1. #1
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    Standard Teilzeit in der Insolvenz

    Meine Insolvenz ist in einigen Monaten durch.

    Aktuell liegt die Quote für die Gläubiger bei etwa 60%.

    Da ich einen körperlich sehr anstrengenden Job hatte, und auch nicht mehr der jüngste bin, habe ich nun einen Teilzeit-Antrag mit 34 Stunden in der Woche gestellt.

    Ich hatte bis Juli einen anderen Arbeitgeber gehabt, und dort wurden monatlich Beträge an den Insolvenzverwalter ausgekehrt. Seit kurzem habe ich den gleichen Job bei einem anderen Arbeitgeber, bekomme monatlich mehr Geld. Dadurch, dass ich auf Teilzeit gehen würde, hätte ich finanziell etwa das Gleiche wie vorher - dementsprechend wird noch immer Geld an den Insolvenzverwalter ausgekehrt, halt nur nicht mehr so viel, wie es in den letzten 2 Monaten der Fall war.

    Ich habe mir grob ausgerechnet, das am Ende der Insolvenz etwa 700 € weniger an den Insolvenzverwalter ausgekehrt werden bei Teilzeit.

    Wie wäre es gut vorzugehen? Die 700 € zur Seite legen? Beim Arzt probieren ein Attest zu erhalten, dass man körperlich den Job nicht mehr 5 Tage in der Woche schafft (wie immer das gehen soll), Bewerbungen schreiben (auf Vollzeit), oder einfach gar nichts tun und abwarten?
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    01.07.019 - 5 Jahre Regelinsolvenz 1 Jahre liegen noch vor mir.... 09/18 - endlich in der Wohlverhaltensperiode!

  2. #2
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    Standard

    1. Du bist doch schon vorgegangen....
    2. Jetzt richtig verhalten beinhaltet Info über AG Wechsel an TH und Gericht
    3. Ich würde dann abwarten und mich mit einem Attest sicherer fühlen als ohne
    4. Ich habe nicht verstanden, warum die Reduzierung jetzt ohne Attest erfolgen soll bzw. muss - es gehzt doch um den Versagungsgrund "kein angemessnes Beschäftigungsverhältnis" oder worin siehts Du eine Bedrohung Deiner RSB?

  3. #3
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    Der AG-Wechsel wurde ordnungsgemäß dem Gericht und der Insolvenzverwalterin angezeigt.

    Genau - Bedenken stehen lediglich wegen der nicht ausreichenden Beschäftigung. Vollzeit sind bei uns 38,5 Stunden - Vorher beim alten Arbeitgeber waren es 40 Stunden, und trotzdem bekomme ich jetzt mit 38,5 Stunden noch mehr Geld wie vorher. Durch die Reduzierung auf 34 Stunden habe ich eine 4-Tage-Woche, und letztendlich wird vergleichbar viel Geld abgeführt wie vorher beim alten Arbeitgeber.

    Der Wechsel der Arbeitszeit erfolgt zum 01.11. weil erst Betriebsrat und Co zustimmen müssen. Daher gibt es da ein wenig Vorlaufzeit.

    Ich hatte 2016 eine Herzbeutelentzündung, und habe seit dem einfach nicht mehr die notwendige Kraft - ich habe es probiert, aber irgendwann ist jetzt die Luft raus. Nächste Woche ist ein Check-Up beim Arzt angesagt. 3 Monate nach der Herzbeutelentzündung hatte ich eine Herzleistung von 42%... Mal sehen, ob es besser geworden ist...

    Es bringt mir aber auch nichts, jetzt auf Teufel komm raus noch in Vollzeit zu arbeiten, und dafür die letzten Monate dann im Krankenstand zu sein.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von Selbständig74 Beitrag anzeigen
    Ich hatte 2016 eine Herzbeutelentzündung, und habe seit dem einfach nicht mehr die notwendige Kraft - ich habe es probiert, aber irgendwann ist jetzt die Luft raus. Nächste Woche ist ein Check-Up beim Arzt angesagt. 3 Monate nach der Herzbeutelentzündung hatte ich eine Herzleistung von 42%... Mal sehen, ob es besser geworden ist...
    Gibt es ein Problem damit, das attestieren zu lassen? Das klingt nach einem absolut plausiblen Grund.

  5. #5
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    Zitat Zitat von ichhabwasvergessen Beitrag anzeigen
    Gibt es ein Problem damit, das attestieren zu lassen? Das klingt nach einem absolut plausiblen Grund.

    Da gibt es natürlich kein Problem mit - vielleicht denke ich einfach nur zu negativ, dass ich dann denke, dass die Frage kommt, warum ich da jetzt erst nach 3 Jahren was ändere...

    Attest einfach erst mal liegen lassen, oder gleich an den Insolvenzverwalter schicken?
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  6. #6
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    Zitat Zitat von Selbständig74 Beitrag anzeigen
    Da gibt es natürlich kein Problem mit - vielleicht denke ich einfach nur zu negativ, dass ich dann denke, dass die Frage kommt, warum ich da jetzt erst nach 3 Jahren was ändere...

    Attest einfach erst mal liegen lassen, oder gleich an den Insolvenzverwalter schicken?
    Vielleicht hast du erst einmal versucht durchzuhalten, aber jetzt geht es nicht mehr?

    Ich würde es sofort als Nachweis mit einreichen. Und den Arbeitsplatzwechsel auch deutlich mit den gesundheitlichen Gegebenheiten begründen. Wenn das Einkommen künftig in etwa gleich sein wird, gibt es doch auch keine Benachteiligug der Gläubiger. Ganz ängstliche Naturen (oder klug berechnende, je nach Sichtweise) bieten dem TH in solchen Fällen manchmal an, einen etwaigen Minderbetrag bei der Abtretung aus dem Unpfändbaren auszugleichen.

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