Hallo Gemeinde!Vorab: ich habe mein Anliegen betreffend schon fleißig gegoogelt, konnte aber leider nichts passendes finden, was sicher auch an dem vergleichsweise komplizierten Problem, mit entsprechenden Suchbegriffen liegt.Mein Problem: Ich habe einen Erdgasliefervertrag (Heizung) mit unserem örtlichen Energieversorger (Grundversorger). Ich habe kürzlich eine Mahnung von diesem erhalten, da noch ein Abschlag offen war. Was mich beim Blick auf die Mahnung jedoch verwundert und verärgert hat ist, dass der Energieversorger eine alte und bisher unbezahlte Forderung aus einem ehemaligen Stromliefervertrag auf das Kundenkonto des Erdgasliefervertrags umgebucht hat.Den ausstehenden Abschlag für das Erdgas habe ich inzwischen überwiesen, so dass mein Erdgas-Kundenkonto eigentlich ausgeglichen ist, bzw. sein müsste, wäre da nicht die umgebuchte Forderung aus dem alten und nicht mehr bestehenden Stromliefervertrag. Der Stromliefervertrag besteht nicht mehr, da ich den Anbieter gewechselt habe und die ausstehende Forderung aus diesem Stromliefervertrag resultiert aus der Abschlussrechnung des Versorgers, die ich bisher mangels ausreichenden finanziellen Mitteln nicht begleichen konnte.Natürlich enthielt die kürzlich erhaltene Mahnung des Energieversorgers auch den üblichen Hinweis, dass bei Nichtzahlung die Einstellung der Energieversorgung, hier Erdgas, droht, was laut GasGVV ab 100 € Zahlungsrückstand möglich ist.So und nun mein Problem, mein Erdgas-Kundenkonto ist ja eigentlich ausgeglichen, wäre da nicht die Umbuchung der Forderung aus dem alten und nicht mehr bestehenden Stromliefervertrag. Da diese Forderung höher als 100 € ist, wäre eine Einstellung der Ergaslieferung zumindest theoretisch möglich, obwohl alle Gas-Abschläge von mir bezahlt wurden.Da ich leider aktuell arbeitslos bin und mein einziges Einkommen aus Arbeitslosengeld besteht, das zudem weit unter der Pfändungsfreigrenze und der Armutsschwelle liegt, kann ich dem Versorger auch keine Ratenzahlung anbieten, da ich froh bin, wenn ich meine bescheidenen monatlichen Fixkosten bezahlen kann und mir am Monatsende noch ein warmes, selbstgekochtes Essen leisten kann. Ich will jetzt nicht jammern, nur deutlich machen, dass ich zum einen sehr wenig Geld habe, sehr bescheiden lebe und mich dennoch bemühe, zumindest alle laufenden Kosten zu bezahlen und keine neuen Schulden zu machen.Ergänzen möchte ich noch, dass die Forderung aus dem alten Stromliefervertrag noch nicht tituliert wurde. Der Versorger weiß um meine finanziellen Verhältnisse und dass bei mir nichts zu holen ist, vermutlich versucht er deshalb mich mit der Umbuchung und der Androhung einer Einstellung der Gasversorgung unter Druck zu setzen und mich zur Zahlung zu bewegen.Meine Frage an Euch ist nun, ob es rechtlich zulässig ist, dass ein Energieversorger eine (nicht titulierte) Forderung, die aus einem nicht mehr bestehenden Vertragsverhältnis stammt, so einfach auf einen anderen, noch bestehenden Vertrag umbuchen kann, der unter einer anderen Kundennummer geführt wird. Ich halte dies nämlich nicht für zulässig, da Forderungen aus unterschiedlichen Verträgen m.E. nicht so einfach verrechnet werden dürfen.Ich freue mich über eure Antworten, Nachfragen werde ich zeitnah beantworten. Falls Ihr ein passendes Urteil für mich habt, würde ich mich über ein Aktenzeichen oder einen Link freuen, ich konnte beim Googeln leider nichts passendes finden.Vielen Dank für eure sachlichen Antworten vorab