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Thema: Neues aus der "Anstalt"

  1. #1
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    Standard Neues aus der "Anstalt"

    Also:

    Ich hatte fristgerecht Antrag auf Restschuldbefreiung nach 3 Jahren gestellt, 35 % + Verfahrenskosten sind beim IV eingegangen. Befand mich zum Stichtag der 3 Jahre immer noch im Insolvenzverfahren.

    Der IV hat ans Gericht geschrieben, dass die Voraussetzungen der Restschuldbefreiung nach 3 Jahren vorliegen. Das Gericht hat es bekannt gegeben mit Frist zum Widerspruch der Gläubiger. Soweit so gut.

    Gleichzeitig kam vom Gericht ein Schreiben, dass ich jetzt in der WVP bin, knapp 10 Tage nach den 3 Jahren und ich wohl erstmal weiter an den IV zahlen muss, der jetzt auch Treuhänder ist

    Das wird ja spaßig

  2. #2
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    Zitat Zitat von GiGi Beitrag anzeigen
    Also:

    Ich hatte fristgerecht Antrag auf Restschuldbefreiung nach 3 Jahren gestellt, 35 % + Verfahrenskosten sind beim IV eingegangen. Befand mich zum Stichtag der 3 Jahre immer noch im Insolvenzverfahren.

    Der IV hat ans Gericht geschrieben, dass die Voraussetzungen der Restschuldbefreiung nach 3 Jahren vorliegen. Das Gericht hat es bekannt gegeben mit Frist zum Widerspruch der Gläubiger. Soweit so gut.

    Gleichzeitig kam vom Gericht ein Schreiben, dass ich jetzt in der WVP bin, knapp 10 Tage nach den 3 Jahren und ich wohl erstmal weiter an den IV zahlen muss, der jetzt auch Treuhänder ist

    Das wird ja spaßig
    Das ist völlig normal. Vgl. §300a Abs. II InsO. Aktuell kann ja noch keiner wissen, ob die Erteilung tatsächlich erfolgt oder ob ein Gläubiger einen Versagungsantrag stellt / Rechtsmittel einlegt. Deshalb wird bis zur Erteilung erstmal alles "gesichert".

    Zugegeben eine echte Dunkelnorm :P.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Ebenezer Beitrag anzeigen
    Das ist völlig normal. Vgl. §300a Abs. II InsO. Aktuell kann ja noch keiner wissen, ob die Erteilung tatsächlich erfolgt oder ob ein Gläubiger einen Versagungsantrag stellt / Rechtsmittel einlegt. Deshalb wird bis zur Erteilung erstmal alles "gesichert".

    Zugegeben eine echte Dunkelnorm :P.
    Na da kann der Treuhänder ja wieder Gebühren verlangen, war nur erstaunt dass jetzt danach noch die WVP ausgesprochen wurde anstelle das Insolvenzverfahren weiter laufen zu lassen

  4. #4
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    Zitat Zitat von GiGi Beitrag anzeigen
    Na da kann der Treuhänder ja wieder Gebühren verlangen, war nur erstaunt dass jetzt danach noch die WVP ausgesprochen wurde anstelle das Insolvenzverfahren weiter laufen zu lassen
    Sehen Sie's mal von der positiven Seite. Ab WVP-Anfang müssen Sie z.B. alle Einmalzahlungen wie zB. Lottogewinn etc. nicht mehr in die Masse abgeben. Oder wenn Sie geerbt hätten, wäre nur die Hälfte in die Masse geflossen. Das Konto ist ab Aufhebung komplett frei. Sie können sich alles kaufen, ohne die Befürchtung haben zu müssen, dass der Verwalter das als Neuerwerb einsackt. Sicherlich ist das bei Ihnen jetzt nicht der Fall, aber das konnte der Kollege im Insolvenzgericht ja nicht voraussehen. Sobald die Voraussetzungen vorliegen, sollte man ein Inso-Verfahren aufheben. Und zwar als reiner Schuldnerschutz. Natürlich könnte jetzt der ehemalige InsoVerwalter/ jetzt Treuhänder noch seine Vergütung für die WVP verlangen (119 €). Und vielleicht auch noch für die Verwaltung des einbehaltenen. Aber in der Praxis passiert sowas selten.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Sehen Sie's mal von der positiven Seite. Ab WVP-Anfang müssen Sie z.B. alle Einmalzahlungen wie zB. Lottogewinn etc. nicht mehr in die Masse abgeben. Oder wenn Sie geerbt hätten, wäre nur die Hälfte in die Masse geflossen. Das Konto ist ab Aufhebung komplett frei. Sie können sich alles kaufen, ohne die Befürchtung haben zu müssen, dass der Verwalter das als Neuerwerb einsackt. Sicherlich ist das bei Ihnen jetzt nicht der Fall, aber das konnte der Kollege im Insolvenzgericht ja nicht voraussehen. Sobald die Voraussetzungen vorliegen, sollte man ein Inso-Verfahren aufheben. Und zwar als reiner Schuldnerschutz. Natürlich könnte jetzt der ehemalige InsoVerwalter/ jetzt Treuhänder noch seine Vergütung für die WVP verlangen (119 €). Und vielleicht auch noch für die Verwaltung des einbehaltenen. Aber in der Praxis passiert sowas selten.

    Die 119 € hat er obwohl noch Insolvenzverfahren schon zum Stichtag der 3 Jahre haben wollen und hab ich auch schon dazu überwiesen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von GiGi Beitrag anzeigen
    Die 119 € hat er obwohl noch Insolvenzverfahren schon zum Stichtag der 3 Jahre haben wollen und hab ich auch schon dazu überwiesen.
    Gut, das musste er natürlich machen, denn gemäß § 300 Inso müssen die Kosten gedeckt sein. Und auch er hat ja keinen Einfluss auf die Aufhebung des Verfahrens. Insofern würde ich das eher positiv vermerken. Andersherum hätten Sie jetzt möglicherweise ein Problem. Und Sie dürfen nunmal nicht vergessen, es ist nunmal sein Recht. Wie auch Sie nach 3 Jahren die RSB erhalten dürfen, was sicherlich auch nicht jedem Gläubiger schmecken wird. Man sollte das alles etwas gelassener sehen. Aber ich weiß, ich als Aussenstehender hab gut reden .

  7. #7
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Gut, das musste er natürlich machen, denn gemäß § 300 Inso müssen die Kosten gedeckt sein. Und auch er hat ja keinen Einfluss auf die Aufhebung des Verfahrens. Insofern würde ich das eher positiv vermerken. Andersherum hätten Sie jetzt möglicherweise ein Problem. Und Sie dürfen nunmal nicht vergessen, es ist nunmal sein Recht. Wie auch Sie nach 3 Jahren die RSB erhalten dürfen, was sicherlich auch nicht jedem Gläubiger schmecken wird. Man sollte das alles etwas gelassener sehen. Aber ich weiß, ich als Aussenstehender hab gut reden .

    Da haben Sie recht, hoffe es klappt auch

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