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Thema: Kläger sitzt Vollstreckung aus?

  1. #1
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    Frage Kläger sitzt Vollstreckung aus?

    Hallo Foristen und Experten,
    nach verlorenem Gerichtsprozess habe ich das Urteil und den Kostenfestsetzungsbeschluss des gegnerischen Anwalts bereits vom Gericht erhalten Da ich den Prozess ohne eigene anwaltliche Vertretung geführt habe, fallen insofern „nur“ die gegnerischen Anwaltskosten zzgl. Gerichtskosten an. Die Hauptforderung beläuft sich auf ca. 2.900 Euro zzgl. 5% über den Basissatz. Um einer Zwangsvollstreckung zuvorzukommen, möchte ich die Gesamtforderung schnellstmöglich begleichen und habe diesbezüglich den gegnerischen Anwalt bereits angeschrieben. Dieses auch unter dem Aspekt der fortlaufenden Zinsansprüche. Da ich nach über 4 Wochen noch keine Antwort erhalten habe, drängt sich bei mir der Verdacht auf, dass man die Vollstreckung auf Grund der Zinsansprüche weiter ausreizen möchte. Welche Alternative bleibt mir noch, außer der schriftlichen Aufforderung zur Übersendung der Forderungsaufstellung. Anmerken sollte ich noch folgendes: Da der generische Anwalt in Folge des Prozesses mehrere Fehler hinsichtlich des Rubrums gemacht hatte, ist der Kläger zur Zahlung geringfügiger Portokosten an mich verurteilt worden. Der Anwalt des Klägers bat mich insofern außergerichtlich um Bekanntgabe meiner Kontoverbindung für die Überweisung der Portokosten gemäß Kostenfestsetzungsbeschluss. Diese Angaben habe ich dann in Verbindung mit der Bitte um Zusendung der Forderungsaufstellung außergerichtlich gemacht. Die Portokosten sind vor über 4 Wochen auf mein Konto eingegangen. Auf die Forderungsaufstellung warte ich seitdem vergeblich.
    Welche Ratschläge habt Ihr?

    Vielen Dank im voraus
    buntfink

  2. #2
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    Wenn Du die Forderung begleichen kannst und die unstrittig und frisch ist, kannst Du doch einfach das Geld an die zahlen.

    Wenns nur darum geht, dass Du Dir nicht sicher bist wie viele Zinsen da bisher Centgenau angefallen sind, kannst Du entweder "Verzugszinsenrechner" googeln und es Dir selbst ausrechnen oder Du bezahlst einfach die unstrittige Hauptforderung mit dem Betreff "zur Verrechnung auf Hauptforderung".

    Wenn die dann noch ein paar Euro Zinsen von Dir wollen, werden sie sich schon melden.
    Neuanmeldungen sind in diesem Forum aufgrund technischer Probleme derzeit nicht möglich. Damit ihr trotzdem um Rat ersuchen könnt, hat der feiernswerte Nutzer Tidus82 ein Ausweichforum zur Welt gebracht.

    http://schuldner-community.de

    Meldet euch dort an wenn euch Fragen auf dem Herzen liegen. In der Zwischenzeit hoffen wir inniglich, dass dieses Mutterforum in Kürze auch wieder in der Lage sein wird neuen Nutzern eine Heimat für ihre Fragen zu bieten.

  3. #3
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    Zitat Zitat von buntfink Beitrag anzeigen
    Hallo Foristen und Experten,
    nach verlorenem Gerichtsprozess habe ich das Urteil und den Kostenfestsetzungsbeschluss des gegnerischen Anwalts bereits vom Gericht erhalten Da ich den Prozess ohne eigene anwaltliche Vertretung geführt habe, fallen insofern „nur“ die gegnerischen Anwaltskosten zzgl. Gerichtskosten an. Die Hauptforderung beläuft sich auf ca. 2.900 Euro zzgl. 5% über den Basissatz. Um einer Zwangsvollstreckung zuvorzukommen, möchte ich die Gesamtforderung schnellstmöglich begleichen und habe diesbezüglich den gegnerischen Anwalt bereits angeschrieben. Dieses auch unter dem Aspekt der fortlaufenden Zinsansprüche. Da ich nach über 4 Wochen noch keine Antwort erhalten habe, drängt sich bei mir der Verdacht auf, dass man die Vollstreckung auf Grund der Zinsansprüche weiter ausreizen möchte. Welche Alternative bleibt mir noch, außer der schriftlichen Aufforderung zur Übersendung der Forderungsaufstellung. Anmerken sollte ich noch folgendes: Da der generische Anwalt in Folge des Prozesses mehrere Fehler hinsichtlich des Rubrums gemacht hatte, ist der Kläger zur Zahlung geringfügiger Portokosten an mich verurteilt worden. Der Anwalt des Klägers bat mich insofern außergerichtlich um Bekanntgabe meiner Kontoverbindung für die Überweisung der Portokosten gemäß Kostenfestsetzungsbeschluss. Diese Angaben habe ich dann in Verbindung mit der Bitte um Zusendung der Forderungsaufstellung außergerichtlich gemacht. Die Portokosten sind vor über 4 Wochen auf mein Konto eingegangen. Auf die Forderungsaufstellung warte ich seitdem vergeblich.
    Welche Ratschläge habt Ihr?

    Vielen Dank im voraus
    buntfink
    Bin mal auf den gleichen "Trick" reingefallen. Die Hauptforderung auf ein bekanntes Konto von RA oder Gläubiger mit genauen Verwendungszweck überweisen - man kann auch bei Anwalt vorbei gehen und bar bezahlen und sich eine entsprechende Quittung ausstellen lassen.

    Der Sieger in einem Prozess muss NICHTS tun um an sein Geld zu kommen - Geld Schulden sind Bring Schulden. Deine Kontoverbindung hättest du nicht rausrücken sollen, jetzt kann er ohne Umwege und Vorwarnung dein Konto pfänden (und danach fühlt sich das für mich an).

    Daher kümmere dich SOFORT, sonst kann es leicht bei einer Kontopfändung enden (Ich will dir keine Angst machen). Aber bei mir lief das damals so das ich von den Vollstreckungsmassnahmen erst mitbekommen habe als PFÜB (oder wie das heisst) bei mir eintrudelte - der glücklicherweise für ein erloschenes Konto ausgestellt war. Habe dann umgehend überwiesen. Der Anwalt war für mich weder telefonisch, noch schriftlich (per persönlicher mail, Brief, Fax) zu erreichen. Das Vorzimmer hat mich nur vertröstet.

  4. #4
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    Vielen Dank schon mal. Das mit der Pfändung sehe ich gelassen, ist ein P-Konto. Darüber hinaus ist genügend auf dem Konto um die Schulden zu begleichen. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, das eine Vollstreckung sofort umgesetzt wird. Üblicherweise und meiner Kenntnis nach wird der Schuldner soch zunächst aufgefordert die Schulden zu begleichen. Was mich nur ärgert ist die Ignoranz des Klägers, der scheinbar den Zinszeitraum ausreizen will.

  5. #5
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    Zitat Zitat von buntfink Beitrag anzeigen
    Vielen Dank schon mal. Das mit der Pfändung sehe ich gelassen, ist ein P-Konto. Darüber hinaus ist genügend auf dem Konto um die Schulden zu begleichen. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, das eine Vollstreckung sofort umgesetzt wird. Üblicherweise und meiner Kenntnis nach wird der Schuldner soch zunächst aufgefordert die Schulden zu begleichen. Was mich nur ärgert ist die Ignoranz des Klägers, der scheinbar den Zinszeitraum ausreizen will.
    Nein, der Gläubiger kann direkt aus dem Urteil heraus vollstrecken. Ich habe gerade wieder HEUTE einen PFÜB bekommenm (in der gleichen Sache die ich erwähnte). Ich habe am 07.11.2018 alles aus dem PFÜB überwiesen. Habe dem Gläubiger schriftlich mitgeteilt das ich jetzt die Sache als erledigt betrachte da ja seine Forderung aus PFÜB 1 vollständig beglichen wurde, gleichzeitig habe ich ihn gebeten mir mitzuteilen wenn noch Kosten offen wären. Heute kommt PFÜB 2 über weitere 66,67€

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