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Thema: Pfändungsfreigrenze

  1. #1
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    Standard Pfändungsfreigrenze

    Es geht um das Pfändungsschutzkonto bei der Norisbank.


    Ich bekam eine Nachzahlung von Sozialleistungen gerade erst.
    Wenn am Monatsende wieder ausgezahlt wird (Sozialleistungen lt. Bescheid), wird der Pfändungsfreibetrag Juni um ca. 400 € überschritten.
    Normalerweise liege ich ca. 400 € darunter.

    Ich habe telefoniert mit der Pfändungsabteilung:
    Ich bräuchte eine Bescheinigung nach 850k ZPO von einer Schulnerberatungsstelle oder einem RA.
    (per Fax und im Original)

    brauche ich die tatsächlich? (bzw. ansich nicht)

    danke Gruß
    Geändert von schuldino (12.06.2019 um 15:16 Uhr)

  2. #2
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    Du brauchst eine Bescheinigung von dem jenigen der dir die Sozialleistungen auszahlt, also wahrscheinlich das Sozialamt oder das Jobcenter.
    Diese müssen bestätigen, dass es sich um Nachzahlungen handelt.

    Wenn du das umgehen möchtest und

    1. nicht zwingend auf den Betrag der über die Pfändungsfreigrenze hinaus geht, angewiesen bist, und
    2. du im nächsten Monat nur wieder deine normalen Sozialleistungen bekommst

    dann kannst du auch einfach bis zum nächsten Monat warten denn dann bekommst du den rest was über der Pfändungsfreigrenze im Vormonat war, wieder zur Verfügung gestellt.
    Musst es dann aber alles vom Konto holen oder ausgeben zum Ende des Monats, sonst ist die Kohle futsch.

  3. #3
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    ah so, danke,
    das wäre dann praktisch gesperrt bis 01. Juli?
    ich hoffe dass die das auch wirklich so handhaben, ich bin mir bei so Geschichten immer so unsicher, kommt jetzt erst das 2. mal vor,
    hatte aber letzten Dezember auch darüber gelegen (nur 15 €) da ist nichts passiert und konnte am 02.01. verfügen, ich dachte seis drum,
    diesmal ist es ja wesentlich mehr





    Zitat Zitat von Hannes63 Beitrag anzeigen
    Du brauchst eine Bescheinigung von dem jenigen der dir die Sozialleistungen auszahlt, also wahrscheinlich das Sozialamt oder das Jobcenter.
    Diese müssen bestätigen, dass es sich um Nachzahlungen handelt.

    Wenn du das umgehen möchtest und

    1. nicht zwingend auf den Betrag der über die Pfändungsfreigrenze hinaus geht, angewiesen bist, und
    2. du im nächsten Monat nur wieder deine normalen Sozialleistungen bekommst

    dann kannst du auch einfach bis zum nächsten Monat warten denn dann bekommst du den rest was über der Pfändungsfreigrenze im Vormonat war, wieder zur Verfügung gestellt.
    Musst es dann aber alles vom Konto holen oder ausgeben zum Ende des Monats, sonst ist die Kohle futsch.
    Geändert von schuldino (12.06.2019 um 17:08 Uhr)

  4. #4
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    Hi,
    Zitat Zitat von schuldino Beitrag anzeigen
    wird der Pfändungsfreibetrag Juni um ca. 400 € überschritten.
    Normalerweise liege ich ca. 400 € darunter.
    dann kannst Du im Juli darüber verfügen und sollte der restliche Freibetrag für den neuen Eingang nicht ausreichen, könntest Du über einen dann neu gesperrten Betrag im August verfügen.

    Zitat Zitat von schuldino Beitrag anzeigen
    Ich habe telefoniert mit der Pfändungsabteilung:
    Ich bräuchte eine Bescheinigung nach 850k ZPO von einer Schulnerberatungsstelle oder einem RA.
    tja... Nachzahlungen sind keine einmaligen Sozialleistungen wie z.B. Erstausstattungen oder Schulmittelpauschalen und dürfen nicht bescheinigt werden, aber manche Kollegen bescheinigen sie dennoch und manche Kreditinstitute akzeptieren das auch. Von mir würdest Du keine Bescheinigung bekommen, sondern nur den Hinweis auf die Verfügung im Juli oder - wenn Du das Geld dringend bräuchtest - auf einen Gerichtsbeschluss (der aber vermutlich auch nicht viel früher erlassen würde).

    Es bleibt abzuwarten, ob solche Nachzahlungen nach der anstehenden Gesetzesreform demnächst auch legal bescheinigt werden können.

    Gruß
    Ingo

  5. #5
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    @Ingo seit wann darf man denn solche Nachzahlungen nicht mehr bescheinigen? Das ist mir ja ganz neu.

    Es ist doch usus das man sich eine Bescheinigung vom Jobcenter ausstellen lässt.

    z.B. Weiterbewilligungsantrag verzögert sich, deshalb bekommt man das einen zustehende Geld erst später.
    Dafür sind doch extra die Bescheinigungen aus denen hervorgeht das das Geld eben nicht nur speziell für einen Monat gedacht ist sondern für mehrere.

    Sonst wären Leistungsbezieher ja immer in Ar*** gekniffen wenn das Jobcenter oder andere Sozialleistungsträger die Zahlungen verzögern.

  6. #6
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    Hi,
    Zitat Zitat von Hannes63 Beitrag anzeigen
    @Ingo seit wann darf man denn solche Nachzahlungen nicht mehr bescheinigen? Das ist mir ja ganz neu.
    das ist aber schon immer seit Einführung des P-Kontos so. Bescheinigt werden können einmalige Sozialleistungen. Das sind Leistungen, die einen aktuellen Bedarf abdecken. Nachzahlungen sind Aufstockungen für vergangene Monate und müssten streng genommen dem Einkommen dieser Monate hinzugerechnet werden.

    Dass Kreditinstitute dennoch solche Bescheinigungen akzeptieren, ist zwar rechtlich falsch, aber wenn kein Gläubiger das moniert, wird's halt gemacht.

    Gruß
    Ingo

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