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Thema: Nebenjob

  1. #1
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    Standard Nebenjob

    Hallo zusammen,

    ich habe ein Angebot für eine Nebentätigkeit neben meinem Vollzeitjob. Entweder auf 330€ oder 450€, dies könnte ich mir aussuchen.

    Ich habe jetzt 1950€ Netto und bin noch immer Unterhaltspflichtig meinem Volljährigen Sohn gegenüber. Der Insolvenzverwalter pfändet nun ca 160€ monatlich von meinem Gehalt.

    Wieviel würden mir denn jetzt von dem Nebenjob überbleiben falls ich diesen ausüben würde. Mir wurde gesagt das 50% davon an den Verwalter gehen würden, ist dies so richtig oder gibt es eine Berechnungsmethode dafür.

    LG

  2. #2
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    Der Nebenjob wird wie im normalen Fall wie Überstunden behandelt. Es wird vereinfacht gesagt der hälftige Betrag Ihrem Einkommen hinzugerechnet und daraus wird der pfändbare Betrag aus der Tabelle errechnet. Um mal bei Ihrem Beispiel zu bleiben.
    Einkommen 1.950 €
    Nebenjob 450 €

    Dann würde man 1.950 € + 50% des Nebenjobs = 225 € zusammenrechnen, macht 2.175 €. Von diesem Betrag wäre bei 1 Unterhaltspflicht gemäß Tabelle 304,75 € pfändbar. Von dem Betrag vorher (1.950) wären laut Tabelle 194,75 € pfändbar, so dass nominell 110,- € an die Insolvenzmasse gehen.

    Ab 01.07.2019 gelten neue Pfändungstabellen, dann wird das noch weniger sein.

  3. #3
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    Nein, das stimmt nicht. Der Insolvenzverwalter wird einen Antrag nach § 850e ZPO stellen. Damit werden beide Arbeitseinkommen zusammengerechnet und daraus der pfändbare Betrag ermittelt. Bei 2.280,-- Euro netto wären dann 359,75 Euro pfändbar. Bei 2.400,-- Euro netto wären dann 419,75 Euro pfändbar.

  4. #4
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    Nein, das stimmt nicht. Wenn ein Volltagsjob ausgeübt wird und daneben ein Nebenjob, ist dieser überobligatorisch und somit wie Überstunden gemäß § 850a ZPO behandelt. Natürlich soll sowas nicht schlechter gestellt sein als der, der Überstunden macht. Kann gerne nachgelesen werden in Stöber,Forderungspfändung, Rn 982, 1143 und ist gängige Praxis. Aber Sie können es natürlich gerne anders machen.

  5. #5
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    Voraussetzung hierfür ist aber auch, dass der Nebenjob bei demselben Arbeitgeber entspringt. Gerade das kann ich dem Ausgangsfall leider nicht entnehmen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von INTI Beitrag anzeigen
    Voraussetzung hierfür ist aber auch, dass der Nebenjob bei demselben Arbeitgeber entspringt. Gerade das kann ich dem Ausgangsfall leider nicht entnehmen.

    Das stimmt einfach nicht, ist aber auch egal, ich bin raus.

  7. #7
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    Es ist mir ein Anliegen kurz zu erwähnen, dass ich hier ganz eindeutig der Auffassung des Grafen zustimme und diese sich auch meines Wissens nach mit der aktuell herrschenden Rechtsprechung deckt.

    Auch "betreue" ich aktuell den ein oder anderen vergleichbaren Fall indem es genauso gehandhabt wird. Man muss allerdings nicht selten "nachhelfen" .
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  8. #8
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    Mir bleibt vom Nebenjob, gerade 100€.
    Ich bekomme beim Minijob 351€+mein Hauptverdienst.
    Ich mache es weil ich die 3 Jahre erreichen möchte.
    So wie es Aussieht, erreiche ich auch diese.

  9. #9
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    Das diese Vorgehensweise m.E. wirtschaftlich völlig sinnfrei ist, hatten wir ja glaube ich schon einmal erötert.

    Indem Du quasi freiwillig auf die Mehrarbeitsregelung verzichtest, "schenkst" Du dem Verwalter/TH Gebühren die ihm erstens überhaupt nicht zustehen und die es zweitens sogar schwerer machen die 3 Jahre unter Umständen zu erreichen.
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Das diese Vorgehensweise m.E. wirtschaftlich völlig sinnfrei ist, hatten wir ja glaube ich schon einmal erötert.

    Indem Du quasi freiwillig auf die Mehrarbeitsregelung verzichtest, "schenkst" Du dem Verwalter/TH Gebühren die ihm erstens überhaupt nicht zustehen und die es zweitens sogar schwerer machen die 3 Jahre unter Umständen zu erreichen.
    Kannst du das näher erläutern?

    Ich verstehe das so, das falls ich den Nebenjob als normalen Nebenjob melde sind die Abzüge höher als wenn ich den als Überstundenregelung laufen lasse? Oder habe ich da einen Denkfehler?

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