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Thema: Mahnbescheid nach Forderungskauf durch Inkassofirma durch einen Rechtsanwallt

  1. #1
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    Standard Mahnbescheid nach Forderungskauf durch Inkassofirma durch einen Rechtsanwallt

    Hallo ,

    ein Gläubiger hat seine Forderungen gegen mich an ein Inkassounternehmen verkauft , die Inkassofirma hat nun einen Rechtsanwalt beauftragt und der wiederum hat bei Gericht einen Mahnbescheid eingereicht.

    Der damalige Gläubiger hat eine Summe von 21,40,- Euro plus Bankrücklastgebühren von 2,30 Euro also 23,70 Euro an eine Inkassofirma verkauft .

    ----------------------------------------------------

    Nun hat der Rechtsanwalt in dem gerichtlichen Mahnbescheid folgende Kosten beantragt .

    Mahnbescheid:

    I. Hautforderung
    Warenlieferung = 21,40 Euro

    II. Verfahrenskosten
    1= Gerichtskosten = 32,00 Euro
    2= Rechtsanwaltsgebühren = 15,75 Euro
    und Auslagen = 9,00 Euro

    III. Nebenforderung
    Auskünfte = 21,50 Euro
    Anwaltsvergütung für vorgerichtliche Tätigkeit = 70,20 Euro

    ---------------------------------------------

    Meine Frage :

    Das Inkassounternehmen hat ja die Forderung vom Gläubiger gekauft , da die Inkassofirma nun Inkasso auf eigene Rechnung betreibt, dürfen die doch gar keine zusätzlichen Kosten und Gebühren berechnen .

    Nun hat die Inkassofirma einen Rechtsanwalt mit dem Mahnbescheid beauftragt , muss da die kosten für den Rechtsanwalt tragen ?

    Doch wohl nicht oder ?

    Grüße an alle

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von AirStrike Beitrag anzeigen
    Nun hat die Inkassofirma einen Rechtsanwalt mit dem Mahnbescheid beauftragt , muss da die kosten für den Rechtsanwalt tragen ?

    Doch wohl nicht oder ?
    Nein. Es ist aber (leider) weiterhin nicht verboten, dies als Gläubiger einfach mal so zu behaupten/verlangen.

    Was ich persönlich raten würde:

    Option 1 (die eindeutig bessere):

    Überweise 81,15 Euro mit dem Betreff: "AZ XXX, Verrechnung HF>Zinsen>Kosten und zur Klaglosstellung" an den gegenwärtigen Vertreter und widerspreche dem Mahnbescheid komplett.

    Option 2:

    Nimm den Schweinchenrosa-Zettel und bekreuzige den teilweisen Widerspruch und schreibe bei anderen Nebenforderungen den Betrag 88,70 Euro rein. Datum oben links, Unterschrift unten und ab zum Gericht.

    Bei Option 2 hast Du aber natürlich in Kürze einen (wenn auch reduzierten) vollstreckbaren Titel gegen Dich. Das muss ja bei der Summe nicht sein...
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  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Nein. Es ist aber (leider) weiterhin nicht verboten, dies als Gläubiger einfach mal so zu behaupten/verlangen.
    Die Kosten für das Mahnverfahren? Da darf ein RA sich sogar selbstbeauftragen und erhält die Kosten erstattet.

    Die Frage ist, ob vorgerichtliche RA Kosten angefallen sind und diese erstattungsfähig sind.

  4. #4
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    Standard

    Die Kosten für das Mahnverfahren waren ja auch nicht gemeint, sondern die Geschäftsgebühr für vorgerichtliche Tätigkeit (da habe ich mich wohl ungenau ausgedrückt). Diese ist m.E. in diesem Falle nicht geschuldet.

    Ansonsten darf eine Inkassobude oder Inkassobudenvertragsanwalt natürlich gerne einen weiteren RA einschalten - oder auch 20. Das ändert aber nichts daran, dass höchstens einmal eine Geschäftsgebühr geschuldet wäre. Dennoch ist es weiterhin folgenlos für den Antragsteller wenn in Flatterpost oder Mahnbescheid etwas anderes behauptet wird. Das ist es was ich sagen wollte.
    Aber wem erzähl ich das...?
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Die Kosten für das Mahnverfahren waren ja auch nicht gemeint,
    Danach war aber gefragt.

    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    sondern die Geschäftsgebühr für vorgerichtliche Tätigkeit (da habe ich mich wohl ungenau ausgedrückt). Diese ist m.E. in diesem Falle nicht geschuldet.
    Das lässt sich dem Sachverhalt nicht entnehmen. Die Frage ist, ob der Anwalt einen außergerichtlichen Inkassoauftrag hatte. Das kann im Zweifel der TE nicht mal beantworten, sondern nur der RA und sein ggf. Auftraggeber. Es sei denn, der TE erinnert, ob er außergerichtlich vom dem RA entsprechend angeschrieben wurde. Ansonsten würde man hier den Auftrag mit Nichtwissen bestreiten.

    Die Diskussion dient den Lesern. Das musst Du auch nicht persönlich nehmen (nicht, dass Du das hast. Der Eindruck ist hier nur entstanden).

    Anonsten ist die empfohlene Taktig ja sinnvoll. Der TE müsste nur über das (geringe) Kostenrisiko der Vorgehensweise belehrt werden.

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    Danach war aber gefragt.
    Ich denke, dass wir es hier mit einem Suppenhaar zu tun haben


    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    Das lässt sich dem Sachverhalt nicht entnehmen.
    Das sehe ich anders.

    Zitat TE: "Der damalige Gläubiger hat eine Summe von 21,40,- Euro plus Bankrücklastgebühren von 2,30 Euro also 23,70 Euro an eine Inkassofirma verkauft ." "ein Gläubiger hat seine Forderungen gegen mich an ein Inkassounternehmen verkauft , die Inkassofirma hat nun einen Rechtsanwalt beauftragt und der wiederum hat bei Gericht einen Mahnbescheid eingereicht."

    Bedeutet nach meiner Lesart 0 Euro an der Stelle.
    BGH, 21.03.2018 - VIII ZR 17/17

    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    Die Diskussion dient den Lesern. Das musst Du auch nicht persönlich nehmen (nicht, dass Du das hast. Der Eindruck ist hier nur entstanden).
    Echt jetz? Das tut mir leid. War nicht meine Absicht.
    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    Anonsten ist die empfohlene Taktig ja sinnvoll. Der TE müsste nur über das (geringe) Kostenrisiko der Vorgehensweise belehrt werden.
    Da hast Du recht. Auch wenn ich für das Wort "gering" hier noch ein paar sprachliche Steigerungen vorschlagen würde.
    Geändert von Caffery (29.04.2019 um 13:31 Uhr)
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass wir es hier mit einem Suppenhaar zu tun haben
    Nee.

    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders.

    Zitat TE: "Der damalige Gläubiger hat eine Summe von 21,40,- Euro plus Bankrücklastgebühren von 2,30 Euro also 23,70 Euro an eine Inkassofirma verkauft ." "ein Gläubiger hat seine Forderungen gegen mich an ein Inkassounternehmen verkauft , die Inkassofirma hat nun einen Rechtsanwalt beauftragt und der wiederum hat bei Gericht einen Mahnbescheid eingereicht."

    Bedeutet nach meiner Lesart 0 Euro an der Stelle.
    BGH, 21.03.2018 - VIII ZR 17/17
    Woher willst Du Dir sicher sein, dass der RA nicht zuvor einen außergerichtlichen Auftrag -wg. mir vom Factor- hatte? Ggf. aber auch vorher und Nebenforderung wurde mitverkauft.?

    Der geschilderte SV spricht sicher eine eindeutige Sprache. In der Beratung musst Du aber immer berücksichtigen, dass die Realität zu häufig eine andere ist, als einem so geschildert wird.

  8. #8
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    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    Nee.
    Also ich bin ja nicht der Ansicht, dass die Nachrede hier dem TE oder sonstwem weiterhilft. Genauso wenig wie das Detail, dass meine Antwort auch mit: "Falls die RA-Gebühren unter II. gemeint waren schon, aber die unter III. nicht weil..." hätte beginnen können/sollen.
    Aber gut... Ich verstehe, dass man das auch anders sehen kann.

    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    In der Beratung musst Du aber immer berücksichtigen, dass die Realität zu häufig eine andere ist, als einem so geschildert wird.
    Da es mir ein Anliegen ist, dass nicht wieder ein "Beleidigtverdacht" aufkommt, weise ich mal darauf hin, dass dem ganz ehrlich nicht so ist.

    Ich sehe es als wenig sinnvoll an, die Schilderungen von Forennutzern anzuzweifeln (schon garnicht, wenn sie derart konkret und praxisbekannt sind) um dann verschiedene Antwortmöglichkeiten zu kreieren die unter Umständen relevant wären, wenn die Ausgangssituation anders als dargestellt wäre. In Wahrheit halte ich meine Antworten nicht selten auch so schon für zu lang.
    Wenn ich in der face-to-face Beratung Zettel zu den Worten der Leute sehen kann, die eine andere Sprache sprechen ist das natürlich etwas anderes.

    Deinen Glauben an das mögliche Vorliegen einer durchsetzungsfähigen Geschäftsgebühr in dem Fall in allen Ehren aber: Zu glauben, dass hier kein Factoring im Sinne des BGH-Urteils vorliegt halte ich persönlich bereits für wirklich christlich.
    Das Risiko, dass ein Branchenvertreter dann auch noch auf die Idee kommt dies bei der Rechtslage einklagen zu wollen geht dann aus meiner Sicht schon in Richtung Glauben an die unbefleckte Empfängnis. Aber wer weiß?!

    Wie gesagt hast Du aber grundsätzlich schon recht: Auf ein marginalstes Restrisiko sollte man immer hinweisen. Hätte ich machen sollen.
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  9. #9
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    Diese Art ist schon echt ....

    Ich bin hier raus

  10. #10
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    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    Diese Art ist schon echt ....
    hmmm... Irgendwie habe ich nun das Gefühl, dass Du jetzt derjenige bist der etwas persönlich genommen hat. Ich weiß nicht ob Dus hast, zumindest ist hier der Eindruck entstanden.

    Meine mitunter blumige Art zu schreiben kommt vielleicht manchmal etwas merkwürdig rüber, ich weiß. Ich gelobe aber stets eine freundliche und friedliche Intention dabei zu haben. Wenn Du Dich dadurch nun angegriffen fühlst, dann tut mir das ehrlich leid.
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