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Thema: Gibt es den besten Zeitpunkt für PI-Verfahren?

  1. #1
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    Standard Gibt es den besten Zeitpunkt für PI-Verfahren?

    Hallo an Alle aus diesem Forum;

    ich habe da eine merkwürdige Frage (s.Topic).
    Nach nunmehr 16 Jahren Ehe habe ich es geschafft, in 2016 die Trennung einzuleiten und in 2017 die Scheidung einzureichen.
    Dank meines sehr konsumfreudigen künftigen Ex-Mannes gibt es aus dieser Ehe sehr viele Schulden für die auch ich im Rahmen der Ehe mithafte obwohl nur er Auftraggeber war, usw. Alles aufzuführen käme dem Brockhaus gleich.

    Nun läuft das Scheidungsverfahren, er ist untergetaucht - angeblich mit unbekanntem Aufenthaltsort im europ.Ausland - und alles stockt. Ich bin die Leidtragende, wegen fehlender Meldeanschrift kann ich keinen Titel für Kinderunterhalt beantragen, Gläubiger stürzen sich auf mich obwohl ich unter der Pfändungsgrenze verdiene und zusätzlich aufstockendes H4 + UHV erhalte.
    Jetzt ist meine Frage ob es sinnvoll wäre, erst das Scheidungsverfahren zu Ende zu bringen und dann in die PI zu gehen ( wobei nciht abzusehen ist wie lange das jetzt geht) oder jetzt PI mit dem Hinweis das da noch was kommen könnte ?

    Was würdet Ihr vorschlagen?

    LG

  2. #2
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    Standard

    Mein Vorschlag: Sofort machen, die Kosten des Scheidungsverfahrens sollten dann auch schon mit in die Insolvenz gehen. Was wird durch das Abwarten besser?

  3. #3
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    Standard Restschuldbefreiung nur für Altschulden

    Ich kennen deinen "Brockhaus" nicht; möglicherweise gibt es aber Neuauflagen, z. B. Kosten für eine Berufungsinstanz deines Ehescheidungsverfahrens usw.

    Von der Restschuldbefreiung umfasst sind immer nur die Altschulden, also die Schulden *vor Eröffnung* des Insolvenzverfahrens. Entstehen danach Forderungen, die du nicht bezahlen kannst, sind das Neuschulden, die nicht unter die Restschuldbefreiung fallen.

    Also mein Tipp: abwarten.

    Erst wenn alle Schulden "auf dem Tisch liegen", Insolvenzantrag stellen!

  4. #4
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    Standard

    Hi,
    Zitat Zitat von Blank Beitrag anzeigen
    Von der Restschuldbefreiung umfasst sind immer nur die Altschulden, also die Schulden *vor Eröffnung* des Insolvenzverfahrens.
    das ist nicht genau genug formuliert. Nach § 38 InsO sind alle Forderungen, die vor Eröffnung begründet sind, Insolvenzforderungen.
    Da das Scheidungsverfahren bereits läuft, sind dessen Kosten bereits begründet.

    Gruß
    Ingo

  5. #5
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    Cool

    Danke für die Antworten.

    Eigentlich dürfte nichts Neues mehr kommen. Außer ehel. "Altschulden" bleibt noch ggfs. FA ( 2016 ) und alles aus dem Scheidungsverfahren.
    Da aber das Sorgerecht für die Kinder und die steuerliche Zusammenveranlagung jeweils extra Verfahren sind, käme da ev. noch was nach, ebenso Kosten aus ev. Beschwerdeverfahren.

    Neue Schulden fallen nicht an, denn ich habe bewusst nur P-Konto, Prepaid-Karten, auch für die Kinder. Und denen habe ich erfolgreich vermitteln können, das man nur das ausgeben kann, was man auch dabei hat. Und bei Sonderwünschen müssen sie Taschengeld ggfs. opfern - oder aber darüber nachdenken, ob es das Taschengeld wert ist.
    Meistens erledigt sich dann der Wunsch.

    LG

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