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Thema: 3 Jahre 35% / Antrag stellen - Verständnisfrage

  1. #1
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    Standard 3 Jahre 35% / Antrag stellen - Verständnisfrage

    Hallo zusammen,

    ich habe Verständnisfragen zum zeitlichen Ablauf. 3 Jahre sind Mitte Juli rum (bin in WVP) alle Kosten über Masse gedeckt und der TH hat mir den nötigen Betrag zum Erreichen der 35% mitgeteilt - diesen zahle ich im Juni aus dem Unpfändbaren.
    Anschließend würde mir der TH tatsächlich eine Bestätigung über das Vorhandensein der Voraussetzungen schicken.

    Frage 1) Kann/soll ich den Antrag nach Erhalt der Schreibens direkt stellen oder warte ich bis nach Ablauf der 3 Jahre

    Frage 2) Führe ich nach Antragstellung weiter monatlich an den TH ab (selbstständig, fiktives EK) und werden diese Beträge ab dem Tag des Vorliegens der Voraussetzungen (3 Jahre um, Kosten + 35%) zurückgezahlt

    Viele Grüße

  2. #2
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    Hallo guten Morgen
    Ich habe auch vor 2 Jahren die RSB nach 35% erhalten. Also du stellst den Antrag vor Ablauf der 3 Jahre, du schreibst da an das Amtsgericht. Dann erhälst du vom Amtsgericht ein Schreiben das die gläubiger 4 wochen zeit haben einen versagungsgrund zu stellen und danach bist du RSB. Du führst weiterhin an deinen TH ab bis das du deinen RSB erhalten hast, das zu viel abgeführte geld überweist der TH an dein konto zurück.
    ----->>20.08.2014 Insolvenzeröffnung <<---------
    ----->>14.10.2015 in WVP <<-------
    ----->>05.10.2017 RSB Erteilt<<------

  3. #3
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    Also auch wenn du die 35% 2 Monate vorher schon geschafft hast, dir wird weiterhin normal das pfändbare eingezogen vom TH wie immer, du hast da ja dann nicht 100% die gläubiger abgezahlt, also bekommst du da nix wieder. Nur wenn du die RSB erteilt bekommen hast und der TH bekommt vom Arbeitgeber 2 tage später nochmal den pfändbaren überwiesen wie das bei mir der fall war weil es sich überschnitten hat dann bekommst du das wieder zurück.
    ----->>20.08.2014 Insolvenzeröffnung <<---------
    ----->>14.10.2015 in WVP <<-------
    ----->>05.10.2017 RSB Erteilt<<------

  4. #4
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    Frage 1 ist in der Rechtsprechung und Kommentierung noch umstritten. Aus meiner Sicht ist der Antrag zulässig, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. In Ihrem Fall also, wenn Sie den restlichen Betrag eingezahlt haben. Aber - wie geschrieben - das ist von Gericht zu Gericht unterschiedlich. Rufen Sie doch bei Ihrem Gericht an und fragen, ob oder wann Sie den Antrag stellen können.


    Frage 2 ergibt sich aus § 300a InsO. In Ihrem Fall würde das bedeuten, wenn Sie die Voraussetzungen für die 3 Jahre erfüllen, wird alles was nach Ablauf von 3 Jahren als Neuerwerb eingeht wieder an Sie zurückerstattet (abzgl. einer etwaigen Vergütung gemäß § 300a Abs. 3 InsO; das hat aber soweit mir bekannt noch nie jemand gelten gemacht).

  5. #5
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    Vielen Dank für die Antworten!

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