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Thema: Waldorf&Frommer

  1. #1
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    Standard Waldorf&Frommer

    Hallo,

    vor ca. 3 Jahren hatte ich von Waldorf&Frommer ein Schreiben bekommen, in dem mir vorgeworfen wurde das ich einen Film illegal heruntergeladen habe.
    Darauf hin habe ich eine modifizierte Unterlassungserklärung an die geschickt. Nach mehreren Drohbriefen kam ein Schreiben das sie eine Klage einleiten wenn ich nicht zahle. Ich habe nicht reagiert und drei Jahre nichts mehr gehört. Heute wieder ein Schreiben mit Androhung einer Klage.
    Zu erwähnen ist noch das ich mich seit vier Jahren in Insolvenz befinde.
    Was tun?

    Gruß habnix

  2. #2
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    Deine Inso ist vollkommen unrelevant, weil die "Forderung" danach entstanden ist.
    Ich würde nicht reagieren. Kommt tatsächlich eine Klageschrift kann man einen RA damit beauftragen.

  3. #3
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    Wann hat der illegale Download den mutmasslich stattgefunden? Und wann kam das erste Schreiben von W&F? Nach 2015?

    Ansonsten W&F sind nicht besonders klagefreudig das Risiko für sie steigt ständig, da sich die Rechtsprechung doch immer wieder wandelt. Ich empfehle einen Besuch der dafür spezifischen Foren - da wird einem besser geholfen.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Inso? Beitrag anzeigen
    Ansonsten W&F sind nicht besonders klagefreudig das Risiko für sie steigt ständig, da sich die Rechtsprechung doch immer wieder wandelt. Ich empfehle einen Besuch der dafür spezifischen Foren - da wird einem besser geholfen.
    Ähm...naja..die große Abmahnwelle ist vorbei, WF ist eine der Kanzleien, die man als "Langzeitüberlebende" bezeichnen würde. Die Kanzlei ist auch eine der wenigen, die tatsächlich klagt (ich war auch schon dran), allerdings macht die Kanzlei das bislang nur innerhalb der 3jährigen Verjährungsfrist, die für ihre Anwaltskosten gilt. Der Schadensersatz hat jedoch eine 10jährige Verjährungsfrist, weswegen Waldi ganz gerne auch nach Jahren noch aktiv wird und nochmal mahnt. Es ist aber bislang kein einziger Fall bekannt geworden, wo er in dieser Zeit auch nochmal geklagt hätte. Für den Threadersteller heißt das also, dass er prüfen sollte, wann er die Abmahnung bekommen hat und ob die Verjährung der Abmahnkosten schon eingetreten ist. Falls noch nicht, könnte es tatsächlich noch zu einer Klage kommen, WF lässt sich dazu gerne das Maximum der verfügbaren Zeit. Falls die Abmahnkosten bereits verjährt sind, ist die Wahrscheinlichkeit einer Klage sehr gering.

    Das Problem bei Klagen von WaldorfFrommer ist, dass die das Talent haben, fast jeden Richter um den Finger zu wickeln. Dabei denke ich speziell an das Thema sekundäre Darlegungslast, welche man erfüllen muss, wenn nicht der Anschlußinhaber,sondern eine andere Person der Täter war (Familienmitglieder, Mitbewohner usw). WF schafft es, dass fast jeder Richter die Nichterfüllung der sekundären Darlegungslast anerkennt, aber nicht nachfragt, wie denn bitte eine erfüllte Darlegungslast aussieht. Mit anderen Worten: WF behauptet, man habe die Darlegungslast nicht erfüllt, aber weder WF noch Richter sagen, WAS man denn eigentlich hätte tun müssen, um diese zu erfüllen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von MarcoW75 Beitrag anzeigen
    WF schafft es, dass fast jeder Richter die Nichterfüllung der sekundären Darlegungslast anerkennt, aber nicht nachfragt, wie denn bitte eine erfüllte Darlegungslast aussieht. Mit anderen Worten: WF behauptet, man habe die Darlegungslast nicht erfüllt, aber weder WF noch Richter sagen, WAS man denn eigentlich hätte tun müssen, um diese zu erfüllen.
    Dazu gibt es ein Urteil des BGH´s auf das man sich berufen kann. I ZR 154/15. Das auch den Umfang der Darlegungslast relativ genau aufzeichnet.

  6. #6
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    Das Afterlife-Urteil ist natürlich bekannt. In der Praxis interessierts leider weder WF,noch irgendwelche Richter. Hier mal der Link zu den Leitsätzen des BGH-Urteils: https://medien-internet-und-recht.de...ir_dok_id=2807
    Wenn man sich mal die Urteile anschaut, die WF in der Vergangenheit so erwirkt hat, dann möchte man sie mal klipp und klar fragen, welche "Prüfmethoden" man denn *genau* anwenden soll, um diese zu erfülen. Die winden sich vor Gericht wie ein Aal,um sich vor einer Antwort auf diese Frage drücken zu können. Ist halt für WF einfacher, einfach "Das reicht nicht!" zu sagen. Es gab ja weißgott mehr als ein Urteil, wo WF gewonnen hat, obwohl die so gerne geforderte forensische Untersuchung der benutzten Internetgeräte die Täterschaft eines Dritten belegt hat. Es gab auch Urteile,wo Dritte die Tat eingeräumt haben, aber selbst nicht mehr greifbar (da inzwischen ausgezogen) oder ganz einfach zahlungsunfähig waren (z.B. minderjährige Kinder) waren. Der langen Rede kurzer Sinn: Was WF hier betreibt, ist quasi die pauschale Wiedereinführung der Sippenhaft. Die sind nicht dran interessiert, dass der wahre Täter zur Rechenschaft gezogen wird, sondern denen kommt es NUR drauf an,dass überhaupt irgendwer zahlt.

  7. #7
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    Nach so langer Zeit ist zu vermuten, dass sie es eben nochmal versuchen und der Fall wieder hoch geploppt ist. Wenn die hätten klagen wollen, hätten die es schon getan. Das hat natürlich keine 100%ige Wahrscheinlichkeit. Ein Restrisiko bleibt immer.
    Aber bei einem Freund haben sie es sogar nochmal nach 5 Jahren versucht, bis dann endlich nichts mehr kam...

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