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Thema: Firmenwagen ja oder nein? Wie wird die Pfändung ermittelt?

  1. #1
    Registriert seit
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    82

    Standard Firmenwagen ja oder nein? Wie wird die Pfändung ermittelt?

    Hallo,

    aktuell habe ich keine Auto und erledige das meiste mit dem Rad oder ÖFV.

    Benötige ich ein Auto kann ich mir vom AG einen Kleinbus leihen. Da ich doch öfters zu meiner Mutter muss -mit den ÖFV ca. € 100 jede Fahrt-überlege ich mir im Sommer wieder einen PKW anzuschaffen. Wert ca. € 4.000 falls ich mal aus dem offenen Verfahren kommen :-).

    Nun biete mir mein AG an einen Dienstwagen statt einer Gehaltserhöhung zu nehmen.

    Es wäre ein Kleinstwagen für € 15.000, ich wohne nahe an der Arbeitsstätte und dementsprechend wäre der Sachbezug relativ niedrig mit mtl. € 150.

    Wie Verhält sich das in diesem Fall in der PI?
    Es wird doch der Pfändungsbetrag vom netto vor Abzug des Sachbezuges ermittelt?


    Hier mal die Werte:

    ohne Firmenwagen mit Firmenwagen
    Gehalt 3.600,00 € 3.600,00 €
    + geldwerter Vorteil Firmenwagen (1% Regelung) -150,00 €
    + geldwerter Vorteil Fahrkosten
    (15000 * 0,03% * 1 km) -4,50 €
    zu versteuerndes Brutto 3.600,00 € 3.754,50 €
    Abgaben
    - Rentenversicherung (18,60 %) 334,80 € 349,17 €
    - Arbeitslosenversicherung (2,50 %) 54,90 € 57,26 €
    - Krankenversicherung (15,50 %)
    279,00 € 290,98 €
    Summe Sozialabgaben 713,70 € 744,34 €

    Steuern
    - Lohnsteuer 578,75 € 622,00 €
    - Soli-Zuschlag 26,20 € 28,46 €
    - Kirchensteuer 0,00 € 0,00 €
    Summe Steuern 604,95 € 650,46 €

    - geldwerter Vorteil gesamt - 154,50 €
    Netto 2.281,35 € 2.205,20 €


    Sehe ich das so richtig oder habe ich einen Denkefehler?

    Ohne Sachbezug netto € 2.281 -> Pfändung € 358,75 (1.Kind)
    somit Auszahlung € 1.921,35

    Mit Sachbezug netto € 2.359 -> Pfändung € 394,75 (1.Kind) - Sachbezug 154,50
    somit Auszahlung € 1.809,75

    Grüße
    Waldpapa

  2. #2
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    Standard

    woher stammt die Annahme, dass der pfändbare Betrag aus dem netto ohne Sachbezug ermittelt wird?

    Ich kenne das nur so, dass der Sachbezug Lohn darstellt und damit der pfändbare Betrag aus dem Gesamt-netto, also nach Berücksichtigung des Sachbezuges zu ermitteln ist. Mit einer Unterhaltspflicht bleibt das teuer für den Arbeitnehmer.
    Es ist manchmal möglich, dass das Fz auf dem Firmenparkplatz steht und es dienstlich genutzt werden darf, und dass man das Fz wegen der nicht-erlaubten pivaten Nutzung auch in der Abrechnung nicht sieht.

    Bei Abbildung des Lebenssachverhaltes in einer korrekten Abrechnung hat man nach meiner Erinnerung stets weniger netto als ohne Sachbezug - weil die Abgaben auf das höhere brutto berechnet werden - Sinn macht es nur dann, wenn mehr als einmal monatlich für sonst 100 EUR zur Mutter gefahren wird - in der Pfändungstabelle wird beim Sachbezug nicht mit dem Auszahlungsbetrag gearbeitet, sondern mit dem netto - also scheint die Annahme 2.205 netto bei Sachbezug nicht stimmen zu können - das könnte der Auszahlungsbetrag sein.

  3. #3
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    27.07.2005
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    Standard

    Schau mal hier:

    https://forum.f-sb.de/showthread.php...ht=Dienstwagen

    Der #herb hatte mir da mal gut aufgebröselt.
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