Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: MB erhalten

  1. #1
    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    447

    Standard MB erhalten

    Hallo,

    ich hab hier ein kleines Problem:

    Heut kam ein MB. Die Forderung ist aus 2015 von einem Stromversorger. Wäre also zum Jahreswechsel verjährt gewesen.
    Der Stromversorger hatte die Forderung 2015 auch an das Bad Homburger Inkasso abgetreten.

    Hauptforderung: 330,49 €
    Verfahrenskosten: 32 € Gerichtskosten + 21,01 € Vergütung Inkassodienstleistung

    Nebenforderung besteht aus 21,56 € Mahnkosten + 135 € Auskünfte + 70,20 € Inkassokosten
    Zinsen (22.09.15 bis 21.11.18) 43,25 €
    laufende vom Gericht ausgerechnete Zinsen zur Hauptforderung: 1,10 €

    Gesamt 654,61 €

    Bei Widerspruch soll das ganze an das für mich zuständige Amtsgericht weitergeleitet werden.

    Mich machen die 135 € für Auskünfte stutzig.
    In den letzten 3 Jahren bin ich 3x Umgezogen. Auskünfte vom Einwohnermeldeamt kosten maximal 15 €/ Stück.

    Zahlen kann ich die Forderung spätestens im Juni komplett als Einmalzahlung.
    Somit würde ich gerne etwas auf Zeit spielen.

    Eine Kontopfändung möchte ich auf jeden Fall verhindern.

    Wie sollte ich am Besten vorgehen?

    Gesamtwiderspruch und diesen vor einem Gerichtstermin wieder zurücknehmen damit die zusätzlichen Kosten nicht zu hoch werden?

    Frühestens ab Ende Februar hätte ich die Möglichkeit die Hauptforderung zu begleichen.
    Jetzt im Dezember/ Januar waren leider die ganzen Versicherungen fällig.

    Bei einem Teil-Widerspruch werde ich wohl damit rechnen müssen das für die Hauptforderung ein VB erlassen wird und somit ab Anfang Februar eine Pfändung droht?

    Danke,
    Jürgen

  2. #2
    Registriert seit
    23.05.2015
    Beiträge
    939

    Standard

    Zitat Zitat von pleite:-( Beitrag anzeigen
    Eine Kontopfändung möchte ich auf jeden Fall verhindern.
    Komplett widersprechen. Dann wird sich der Gläubiger bei dir melden und dich sinngemäss fragen ob du noch alle Latten am Zaun hast (das Hauptziel ist mit dem Mahnbeschei aber ohnehin erreicht, die Verjährung ist gestoppt, und man hat 6 Monate um eine Klage einzureichen. Wenn du jetzt auch noch Verhandlungen aufnimmst wird die Verjährung weiter unterbrochen

  3. #3
    Registriert seit
    19.08.2013
    Beiträge
    5.135

    Standard

    Die Hauptforderung ist also berechtigt? Es gab eine Mahnung?
    Dann war der Mahnbescheid an und für sich berechtigt. Also die Gerichtskosten. Sowie 25€ Inkassokosten für das Mahnverfahren selbst.

    Ansonsten steht da wortwörtlich, dass die Forderung 2015 ans Inkasso abgetreten wurde? Dann wäre die Inkassokosten (die 70,20€) so nicht erlaubt.

    Die Auskünfte dürften in der Tat frei erfundener Unsinn sein, zumindest in der Höhe absurd übertrieben.

    Ich würde das Inkasso in eine Diskussion verzetteln, dass sie mal die Nebenkosten genau erläutern und via Rechnungsbelegen nachweisen sollen. Ich würde auf §11a RDG verweisen und ankündigen, dass sie bei Weigerung, das genau nachzuweisen gerne beim Aufsichtsgericht erklären können, wieso sie solche frei erfundenen Positionen in einen Mahnbescheid eintragen.

    Ggf. hilft das, die Diskussion lange genug zu suchen, bis du dann die Hauptforderung und das Nachvollziehbare bezahlen kannst. Das solltest du dann aber auch zeitnah tun, denn wenn die Hauptforderung berechtigt ist, kann ja trotzdem geklagt werden. Zwar kann man die Hauptforderung dann sofort anerkennen und schreiben, man habe sich ja nur wegen der Nebenkosten gewehrt, aber wer weiß, ob das gut geht.

  4. #4
    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    447

    Standard

    Hauptforderung dürfte passen. Rechnung des Ursprungsgläubigers ging bei einem Festplatten-Crash verloren. Zugang zum Kunden-Account hatte ich dann nicht mehr und der Ursprungsgläubiger gab keine Auskünfte mehr wegen Hinweis das die Forderung abgetreten wurde. Jedenfalls hatte der damalige Stromversorger den Verbrauch geschätzt. Beim Auszug hatte ich keinen Zugriff auf die abgesperrten Stromzähler und Hausmeister war nicht erreichbar.
    Mahnung gab es damals vom Stromanbieter. Ebenso brachte sich das Inkasso 1x jährlich in Erinnerung.

    Ja. im MB steht unter den ganzen Kosten:

    Hinweis zu Hauptforderung I.:
    Die Forderung ist seit dem 23.09.15 an den Antragsteller abgetreten bzw. auf ihn übergegangen. Früherer Gläubiger: Mainova AG in 60623 Frankfurt am Main.

    Also sollte ich schon mal die Inkassokosten und die Kosten für die Auskünfte beim Inkasso beanstanden?

    Der MB ist mittlerweile komplett widersprochen. Somit sollte ich etwas Zeit gewinnen.

    Das Inkasso werde ich mal wegen den Nebenkosten anschreiben bzw. ein Fax hin senden.
    Spätestens vor Gericht müssten die eh entsprechende Nachweise bringen.

    Jedenfalls vielen Dank Euch!

  5. #5
    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    447

    Standard

    Kurzer Zwischenstand:

    Vom Inkasso kam auf mein Fax Ende Januar nur ein Schreiben das die das überprüfen werden. Seitdem Funkstille.

    Hauptforderung wurde Mitte Februar zweckgebunden bezahlt.
    Die restliche Forderung könnte ich von meiner Notreserve abzweigen.

    Ob es sich lohnt das ich denen über die restliche Summe einen Vergleich anbiete?
    Wenn ich nur mal 100 € anbiete könnte ich ja nur gewinnen.

  6. #6
    Registriert seit
    13.02.2016
    Beiträge
    365

    Standard

    Bezüglich der "Mahnkosten" ist es so, dass da oft auch die s.g. Gang- und Abschaltkosten inbegriffen sind. Nur zur Info für dich.

    Ansonsten würde ich kein Vergleichsangebot unterbreiten, da damit die Verjährung erneut beginnt.

    Ich würde abwarten und nichts tun.

  7. #7
    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    447

    Standard

    Mittlerweile kam wieder Post.
    Das Inkasso ist der Meinung das deren Forderungen zu Recht bestehen.

    Die Mahnkosten sind die Mahnkosten des ursprünglichen Gläubigers.

    Mittlerweile ist die Hauptforderung bezahlt. Ebenso Verfahrenskosten und Zinsen. Das ganze im Betreff zweckgebunden.

    Somit sind nur die strittigen Nebenkosten offen.

    Maximal würde ich noch 38 Euro für 4 einfache Melderegisterauskünfte überweisen. Natürlich zweckgebunden. Die Gebühren der einzelnen Auskünfte steht ja auf der Homepage der jeweiligen Stadt.

    Das Inkasso geht derzeit davon aus, das ich Ratenzahlung machen möchte, da ich die Hauptforderung in einem Monat bezahlte und im anderen Monat die Verfahrenskosten/ Zinsen.
    Netterweise droht man mir mit Zwangsvollstreckung

    Ich werde wohl kommenden Monat noch die 38 Euro überweisen und dann einfach mal abwarten ob die für den restlichen Betrag den Klageweg beschreiten.

  8. #8
    Registriert seit
    19.08.2013
    Beiträge
    5.135

    Standard

    Na, wenn das Inkasso der Meinung ist. ;-)

    Im Ernst. Das Inkasso schreibt Unsinn. 135€ Auskünfte, 21,56€ Mahnkosten. Das ist frei erfundener Blödsinn. Mehr nicht.

    Selbst wenn die Gebühr bei der Stadt auf der Homepage steht: Ich würde das nicht ohne Rechnungsnachweis bezahlen. Denn wer sagt denn, dass die das bei der Stadt erfragt haben? Aber die Entscheidung liegt bei dir.

    Ich würde hier das Aufsichtsgericht des Inkassos anschreiben. Darin deutlich machen, dass die trotz Forderungsaufkauf Inkasso-Kosten verlangen, dass die in der Höhe frei erfundene Mahngebühren und Auskünfte verlangen. Und dem Gericht nahe legen, das mal genauer zu untersuchen, da das Forderung frei erfundener Gebührenpositionen eher an eine Straftat, denn an eine Rechtsdienstleistung erinnert. Auch das Drohen mit einer Zwangsvollstreckung, obwohl du dem Mahnbescheid widersprochen hast, müsste das Aufsichtsgericht interessieren.

    Das Inkasso wird dann zur Stellungnahme aufgefordert und legt auch ggf. dann Rechnungsbelege der Auskünfte vor. Dann kann man weiter sehen. In jedem Fall landest du damit dann in den Datentopf "Lässt sich nicht veralbern". Und da willst du hin.

  9. #9
    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    447

    Standard

    Das "nette" ist ja, das die pro Anschriftenermittlung 15 Euro haben wollen.
    Nach dem angeblichen Datum der Anschriftenermittlungen wären eh 5 Stück unnötig gewesen weil sich da zur vorhergehenden Auskunft nichts geändert hatte.
    Ich werde mir mal überlegen ob ich mich an das zuständige Aufsichtsgericht wende oder ob ich das ganze nicht einfach aussitze.
    Dem Inkasso sollte bewusst sein das ihnen das vor Gericht um die Ohren fliegen kann.

    Was wäre das Aufsichtsgericht?

    Das Registergericht, somit das AG Frankfurt/ Mein oder die zuständige Registerbehörde und somit das OLG Frankfurt/ Mein.

    Danke,
    Jürgen

  10. #10
    Registriert seit
    19.08.2013
    Beiträge
    5.135

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •