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Thema: Hemmung der Verjährung

  1. #1
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    Standard Hemmung der Verjährung

    Hallo. Nachdem ich mich mit dieser Seite und viel Mühe selber entschulden konnte, möchte ich mich nun für einen guten Freund bemühen der etwas Ärger mit einem Inkassobüro hat.

    Er hat bis 2015 in einer Wohnung gewohnt und dort Festnetz und Internet über die Telekom gehabt, ist dann ausgezogen und hat den Vertrag nicht gekündigt. Forderung ist knapp bei 450 Euro jetzt von EOS. Tituliert ist noch nichts.

    Mein Plan war, davon auszugehen dass die Forderung auch von 2015 stammt und dann im Januar nett nachzufragen von wann die Forderung ist und dann auf Verjährung zu pochen. Nun hab ich aber gesehen, dass er im letzten Jahr ein 100 Euro Vergleichsangebot an EOS per Mail gesendet hat, welches abgelehnt wurde. Hat das schon die Verjährung gehemmt?

    Aktuell ist es so, dass sie ihm anbieten 50 % der Forderung zu erlassen. Damit könnte er auch leben, aber Verjährung wäre natürlich besser.

    Grüße.

  2. #2
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    Standard

    Hi,
    Zitat Zitat von Faulpelz Beitrag anzeigen
    Nun hab ich aber gesehen, dass er im letzten Jahr ein 100 Euro Vergleichsangebot an EOS per Mail gesendet hat, welches abgelehnt wurde. Hat das schon die Verjährung gehemmt?
    ja und abgesehen davon würde die Verjährungsfrist vermutlich neu beginnen.

    Gruß
    Ingo

  3. #3
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    Standard

    Genau drauf schauen, wie die Forderung zustande kommt. Manchmal übertreiben es die Inkassos maßlos. So ist insbesondere ab fristloser Kündigung bei Vertragsende nur die Hälfte der Grundgebühr im Telekommunikationsbereich erlaubt. Manche Gerichte haben sogar mittlerweile noch weniger angesetzt und die Konzerne haben sich nicht gewehrt. Grund ist relativ einfach: Mit dem Rauswurf spart sich der Anbieter auch einiges.

    Zudem könnte man nachprüfen bzw. nachfragen, ob der Nachmieter einen Anschluss hatte u.ä. Ob also der Anbieter wegen Blockieren durch anderen Anbieter/Vertrag wusste, dass der Anschluss wegfällt. Insbesondere wenn der Anbieter den Vertrag dann trotz Wegfalls zu lange aufrecht erhält, kann man manchmal dagegen vorgehen.

    Und schließlich könnte man vielleicht höflich vom Nachmieter einen Anteil verlangen, WENN er keinen eigenen Vertrag hatte und stillschweigend einfach den zufällig funktionierenden Anschluss genutzt hatte.

    Das alles soll dazu dienen, damit ihr einschätzen könnt, ob das Angebot der EOS wirklich so toll ist, wie es aussieht. Sprich: Wenn ihr zum Schluss kommt, dass nur 150€ angebracht sind, die EOS euch aber anbietet mit Zahlung von weiteren 200€ (insgesamt also 300€) sei es erledigt, ist das Angebot nicht mehr so toll, wie es aussieht. Ob man es dann zähneknirschend annimmt oder den Streit sucht, das bleibt euch überlassen.

    Ganz aus der Nummer raus kommt man so erst mal nicht. Denn wer nicht kündigt, der hat am Ende des Tages keine Argumente, sich auf Umzug u.ä. zu berufen.

    P.S.: Unterschrieben hat er nichts? Kein Schuldanerkenntnis und keine Ratenvereinbarung? In den 450€ sind Rateneinigungsgebühren u.a. drin?

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