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Thema: Geisel der Sparkasse?

  1. #1
    Registriert seit
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    58

    Standard Geisel der Sparkasse?

    Im Rahmen meiner Verbraucherinsolvenz hatte ich mein P-Konto bei der zuständigen Sparkasse.
    Da mein Gehalt monatlich stark schwankt gab es einen entsprechenden Gerichtsbeschluss, dass
    alle eingehenden Zahlungen meines Arbeitgebers vollumfänglich freizugeben sind und dieser
    den pfändbaren Betrag direkt an den Insolvenzverwalter überweist.

    Es verging kaum ein Monat in dem es nicht zu irgendwelchen Problemen kam, Erniedrigungen
    in der Sparkassenfiliale (man konnte es ja nicht laut genug durch die Filiale rufen, dass ich
    ein P-Konto habe, etc.).

    Nach dem ich nun die Restschuldbefreiung erhalten habe konnte ich es kaum erwarten bei
    einer anderen Bank Kunde zu werden und bei der Sparkasse mein Konto zu kündigen.

    Also mit großer Freude in der Filiale ein Formular ausgefüllt und dann heute einen Anruf
    bekommen, dass mein Konto nicht gekündigt werden könnte, da dort noch eine
    Alt-Pfändung vorhanden sei.

    Erst wenn der Gläubiger diese zurückgenommen hat könne das Konto geschlossen werden.
    Auch würde meine Restschuldbefreiung hieran nichts ändern.

    Ist die Mitarbeiterin einfach nur genauso dümmlich wie ihre anderen Vorgängerinnen
    oder hat sie wirklich recht?

  2. #2
    Registriert seit
    03.04.2009
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    4.348

    Standard

    Eine Kündigung ist ein einseitiges Rechtsgeschäft, das keiner Zustimmung bedarf. Die Pfändung ändert nichts daran.
    Für Neumitglieder, deren Anmeldung nicht geklappt hat: Wenn Ihr Fragen habt, stellt sie bitte im funktionierenden Forum: https://schuldner-community.de/

  3. #3
    Registriert seit
    22.05.2011
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    747

    Standard

    Eigentlich ist das kein Problem, solange kein Geldwäscheverdacht besteht (eigenes Konto kündigen und dann Konto eines anderen benutzen etc.).

    Ich bin mir nicht sicher bezüglich Kündigungsfristen, aber sonst ist eine Kündigung nicht zustimmungsbedürftig. Im Normalfall sollte die Bank dann zum Stichtag die Vertragsbeziehung abrechnen und evtl. Erlöse an den Gläubiger der Pfändung auskehren. Die meisten Banken schicken denen dann eine Info, dass die Pfändung nicht mehr besteht, da die Vertragsbeziehung beendet wurde.

    Hattest du selbst gekündigt oder bei der neuen Bank einen Umzugsservice in Anspruch genommen?

  4. #4
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    Hamburg
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    246

    Standard

    Vermutlich wurde hier das Recht zur Kündigung mitgepfändet. Das ist zwar eigentlich unzulässig, steht aber noch in vielen Standardformularen drin. Hat man sich seinerzeit nicht gewehrt, muss hier tatsächlich erst die wirksame Verstrickung beseitigt werden bevor das Konto gekündigt werden kann.

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