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Thema: Insolvenz bei Krankheit ?

  1. #1
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    Standard Insolvenz bei Krankheit ?

    Wer wickelt eine Privatinsolvenz ab wenn der Schuldner gesundheitsbedingt gar nicht in der Lage ist selbst seine Finanzen zu überblicken bzw. den damit verbundenen Arbeitsaufwand zu bewältigen ?
    (Z.B. Messies, schwer Depressive, Schizophrene, alte Menschen, Menschen mit Krankenhausaufenthalt)

    Rein rechtlich gesehen ist nicht jeder jener Betroffenen automatisch so senil dass man ihm ohne Weiteres einen richterlichen Vormund stellen muss/kann.
    Ich weiß dies aus eigener Erfahrung. Die Hürden unter Betreuung zu kommen sind aufgrund der Nazi-Diktatur dafür sehr hoch.


    Gibt es Kanzleien bzw. Fachanwälte die speziell solche Fälle betreuen ?

  2. #2
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    Standard

    Zwei Zusatzfragen :

    1.
    Lebt der Schuldner oder einer seiner Angehörigen aufgrund seiner/ihrer Krankheit in einem betreuten Wohnen, Altersheim etc. dass er bis dato vom Schuldner bezahlt wurde übernimmt dann der Staat automatisch zumindest vorübergehend die Kosten nach der Insolvenz ?

    2.
    Agiert ein Insolvenzverwalter bei behinderten Schuldner überhaupt genauso wie bei gesunden Schuldnern oder muss die Behinderung irgendwie miteinkalkuliert werden ?

  3. #3
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    Zitat Zitat von Forest Beitrag anzeigen
    Gibt es Kanzleien bzw. Fachanwälte die speziell solche Fälle betreuen ?
    Ganz grundsätzlich kann man sich - je nach Einzelfall - natürlich fragen welchen tieferen Sinn ein Insolvenzverfahren denn für den ein oder anderen von Dir beschriebenen Personenkreis überhaupt macht.

    Aber man kann natürlich grundsätzlich einen Verfahrensbevollmächtigten ernennen. Dies kann im Prinzip jeder sein den der Antragsteller bevollmächtigt und es muss dafür auch keinen Grund geben - wie etwa als Antragsteller krank oder alt zu sein.
    Angehörige, Freunde, Betreuer, auch manche Sozialverbände oder karitative Beratungsstellen übernehmen dies im Einzelfall - aber natürlich auch Anwälte. Diese nehmen dafür natürlich Geld.
    Zitat Zitat von Forest Beitrag anzeigen
    Die Hürden unter Betreuung zu kommen sind aufgrund der Nazi-Diktatur dafür sehr hoch.
    Den Satz versteh ich nicht. Will ich das? ... Okay, ich ziehe die Frage zurück.
    Zitat Zitat von Forest Beitrag anzeigen
    Lebt der Schuldner oder einer seiner Angehörigen aufgrund seiner/ihrer Krankheit in einem betreuten Wohnen, Altersheim etc. dass er bis dato vom Schuldner bezahlt wurde übernimmt dann der Staat automatisch zumindest vorübergehend die Kosten nach der Insolvenz ?
    Die Frage verstehe ich auch nicht. Was für Kosten? Fürs Verfahren? Fürs Heim? Wieso danach? *???*
    Zitat Zitat von Forest Beitrag anzeigen
    Agiert ein Insolvenzverwalter bei behinderten Schuldner überhaupt genauso wie bei gesunden Schuldnern oder muss die Behinderung irgendwie miteinkalkuliert werden ?
    Die Frage verstehe ich auch nur so halb. Was meinst Du denn genau? Verwalter sind auch Menschen und sie werden keinem Rollifahrer sagen er solle doch mal bitte zackig in sein Büro im fünften Stock ohne Aufzug einrücken oder ihn dazu verdonnern sich aufm Bau zu bewerben.
    Was genau hast Du denn bei der Frage im Auge?
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  4. #4
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    Zum einen können das - wie schon gechrieben - Angehörige und Bekannte übernehmen.

    Aber ich sehe dort auch die rechtliche Betreuung, die der Betroffene auch selbst beantragen kann. Diesbezüglich kann man sich an auch an einen Betreuungsverein oder eine behördliche Betreuungsstelle wenden, um weitere Informationen zu erhalten. Die Hürden sind bei einer "Zwangsbetreuung" sinnvollerweise sehr hoch.

    Die Übernahme von Kosten für betreutes Wohnen etc. richten sich nach der "normalen" Sozialgesetzgebung.

  5. #5
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    Hallo
    Soweit mir bekannt ist, wird einem Menschen der seine Angelegenheiten nicht alleine regeln kann ein Betreuer zur Seite gestellt. Dieser muss sich auch mit dem IV auseinander setzen.

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