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Thema: Bericht der Bundesregierung über die Wirkungen des Gesetzes zur Verkürzung des RSB

  1. #1
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    Standard Bericht der Bundesregierung über die Wirkungen des Gesetzes zur Verkürzung des RSB

    Stellt man dieser Zahl die Anzahl der im Zeitraum vom 1. Juli 2014 bis zum 31. Dezember 2014 gestellten
    Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren über das Vermögen von 68.240 natürlichen Personen gegenüber
    (vergleiche Anlage 4), beläuft sich der rechnerische Anteil der Verfahren, in denen eine vorzeitige Restschuldbefreiung
    erteilt wurde, auf 0,78 Prozent. ...
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/040/1904000.pdf

  2. #2
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    Ursprünglich waren ja 25% geplant statts 35%.

    Hat man aber gestrichen, da manche Politiker meinten, die Schuldner kämen zu "billig" aus ihren Schulden raus.

    Manche Inkassobuden schicken tatsächlich Angebote mit 60 Euro Monatsrate für 35.000 Euro Schulden. Ohne Zinsen wäre man die Schulden selbst in 40 Jahren nicht los.

    Im europäischen Vergleich hink man gewaltig hinterher, aber in den nächsten 20 Jahren wird sich da kaum etwas tun.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Schuldenreiter Beitrag anzeigen
    Ursprünglich waren ja 25% geplant statts 35%.
    Meiner bescheidenen Meinung nach liegt der Hase nicht bei den 35% im Pfeffer. Diese finde ich persönlich in Ordnung. Das Kreuz liegt in der i.d.R. 40% Regelvergütung des Verwalters, sowie in der unbestimmten länge des eröffneten Insolvenzverfahrens. Diese nicht vorhersehbaren und für den "Otto-Normal-Insolvenzler" kaum nachvollziehbaren, transparenten oder gar zu beeinflussenden Parameter lassen die 3-Jahres-Nummer in meinen Augen in der aktuellen Ausgestaltung zu einem völlig totgelegten Gesetzesei verkommen was allenfalls mal im Einzelfall mehr oder weniger durch Zufall Anwendung findet - wofür ja auch die vorliegenden Zahlen eindeutig sprechen.

    In der aktuellen Ausgestaltung sorgt die 3-Jahres-Regelung in meinen Augen für mehr Schaden als sie nutzt da es in meiner Wahrnehmung nicht wenige Leute gibt die (schlecht beraten wurden und) in Unkenntnis der Realität auf diese 35% setzend einen Antrag stellen und nicht selten dadurch ein zusätzlicher wirtschaftlicher Schaden entsteht.
    Geändert von Caffery (13.09.2018 um 13:22 Uhr)
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  4. #4
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    Standard

    Egal ob 25% oder 35% ... wie Caffrey schreibt sind die IV-Kosten das "Problem".

    Mit Verfahrenskosten und Iv-Kosten wie in der Wohlverhaltensperiode würde ich in 3 Jahren ohne Probleme auf 35% kommen ... mit 40% Abzug zzgl. Mwst ist das undenkbar.

    Meiner Meinung nach gibt es nur 2 Möglichkeiten die 3 Jahre zu erreichen ...
    1. Es werden nur ein Bruchteil der angenommenen Forderungen von den Gläubigern angemeldet.
    2. Man kommt unverhofft durch Lotto oder Erbschaft oder Schenkung an Geld.

    Mir fällt dazu nur "Setzen, 6!" ein ...

  5. #5
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    Zitat Zitat von Schuldenreiter Beitrag anzeigen
    Im europäischen Vergleich hink man gewaltig hinterher, aber in den nächsten 20 Jahren wird sich da kaum etwas tun.
    Es wird wegen der europäischen Vereinheitlichung wahrscheinlich auf 3 Jahre ohne Mindestquote hinauslaufen. Es gibt auf europäischer Gesetzgebungsebene bereits einen entsprechenden Richtlinienvorschlag. Im letzten Absatz des verlinkten Berichts ist das nachzulesen. Es wird hoffentlich keine 20 Jahre mehr dauern...

  6. #6
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    Naja, von einer Zeitspanne 5 Jahre "Plus" ist da wohl auszugehen.
    Da wird die Lobby der IKUs und Anderer wohl heftig dran mitarbeiten....
    Hoffen wir auf das beste. Ich selbst werde davon nichts mehr haben...

    Gruß Kolobok
    fourteen and a half month remaining....

  7. #7
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    Interessant.

    Letztendlich kann es bei so Harmonisierungen aber auch trotzdem öfters noch gewisse Bandbreiten geben. Ob Irland, Lettland und Co. ihre Dauer auf 3 Jahre erhöhen wollen?

    Aus Deutschland wird es auch noch Druck geben, die Gläubigerinteressen sind politisch gut vernetzt.


    https://eur-lex.europa.eu/legal-cont...PC0723&from=de

    Habs nur mal überflogen, aber anscheinend richten sich die 3 Jahre hauptsächlich an gescheiterte Unternehmer.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Es wird wegen der europäischen Vereinheitlichung wahrscheinlich auf 3 Jahre ohne Mindestquote hinauslaufen.
    Das wird - sollte die Welt in etwa so bleiben wie sie ist - irgendwann mal so kommen, ja.

    Wenn man sich allerdings vor Augen führt, dass manche EU Länder noch überhaupt keine Verbraucherinsolvenzverfahren mit RSB kennen lässt mich dies eher vermuten, dass der Weg zer Vereinheitlichung eher mit der rechtlichen Ausgestaltung dort beginnen wird und die EU-weite zeitliche "Gleichschaltung" eher ziemlich weit hinten auf der Agenda stehen dürfte.
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