Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: ggf ungerechtfertigte Forderung Intrum Justitia

  1. #1
    Registriert seit
    22.02.2006
    Beiträge
    488

    Standard ggf ungerechtfertigte Forderung Intrum Justitia

    Hallo!

    Vorweg, ich frage nicht für mich, sondern für meinen Mann (Insulaner seit 2012; derzeit WVP)

    Mein Mann hat bei Strato am 1.8.18 eine Domain inklusive Email-Paket bestellt; NACH der Bestellung wurde mein Mann informiert, dass die gewünschte Domain nun doch nicht mehr verfügbar sei. Daraufhin hat mein Mann vom Widerrufsrecht (fristgerecht) Gebrauch gemacht und das Email-Paket zunächst via Email gekündigt. Er erhielt eine Kündigungsbestätigung - allerdings für ein Jahr später.

    Deshalb erfolgte eine Kündigung (ebenfalls innerhalb 14 tägigen Widerrufs-Frist) über den Postweg (leider nicht per Einschreiben - äußerst doof).

    Am WE kam nun ein Schreiben von Intrum Justitia

    ---------------------------------------------------------------------------------

    Hauptforderung 16,00 Euro
    Zinsen 0,04 Euro
    Unverzügliche Kosten 76,20 Euro

    Gesamt: 92,24 Euro


    Die Unverzüglichen Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

    Rückbuchungskosten Gläubiger: 6,-
    Inkassoonorar 1,3 Geschäftsgebühr,Wert bis 500 Euro (analog Nr 2300 VV RVG iVm § 4 Abs 5, Satz 1 RDGEG) 58,50 Euro
    Hieraus 20 % Auslagenpauschale 11,70


    ---------------------------------------------------------------------
    Meine Frage lautet wie folgt:

    Wie gehen wir dagegen vor?

    Zum einen war es saudoof, das schriftliche Widerrufsrecht nicht über Einschreiben gesandt zu haben, aber nicht mehr änderbar.
    WENN er um das zahlen nicht drum herum kommt: Ist die Höhe der Forderung ok?

    SIND die Inkassogebühren alle zulässig? Es kommt mir außerordentlich hoch vor. Vielleicht auch, weil wir schon sehr lange nichts mir mit Inkassovereinen zu tun hatten :-)

    Danke für Eure Hilfe

    LG

    Finger
    Jede noch so lange Reise, beginnt mit dem ersten Schritt

    Der Weg ist das Ziel

    FIGHT FOR YOUR RIGHT

  2. #2
    Registriert seit
    20.07.2017
    Beiträge
    2.100

    Standard

    Ich fürchte, dass der grundsätzliche Hase hier beim Wording im Pfeffer liegen könnte. Du schreibst zwar (zurecht) vom 14-tägigen Widerrufsrecht - aber auf der anderen Seite schreibst Du er hätte innerhalb dieser Frist "gekündigt".

    Das ist natürlich so nicht wirklich richtig da man einen Widerruf auch so nennen muss. Wenn man kündigt - dann kündigt man halt im Rahmen der getroffenen Vereinbarung und diese galt scheinbar für ein Jahr- und widerruft eben nicht . Ich denke also, dass euch auch ein Einschreiben nicht geholfen hätte.
    Es kommt natürlich im Endeffekt aber auch auf eure Formulierung an.

    Zu hoch sind in jedem Falle die Inkassokosten von 70,20 Euro. Mal angenommen die Hauptforderung ist so okay (weil gekündigt und nicht widerrufen), dann wäre m.E.höchstens eine 0,5er Gebühr statt einer 1,3er angemessen. Also 27 Euro Inkassokosten und nicht 70,20 Euro.
    Neuanmeldungen sind in diesem Forum aufgrund technischer Probleme derzeit nicht möglich. Damit ihr trotzdem um Rat ersuchen könnt, hat der feiernswerte Nutzer Tidus82 ein Ausweichforum zur Welt gebracht.

    http://schuldner-community.de

    Meldet euch dort an wenn euch Fragen auf dem Herzen liegen. In der Zwischenzeit hoffen wir inniglich, dass dieses Mutterforum in Kürze auch wieder in der Lage sein wird neuen Nutzern eine Heimat für ihre Fragen zu bieten.

  3. #3
    Registriert seit
    06.01.2016
    Beiträge
    350

    Standard

    Ich würde unabhängig von der Inkasse-Nummer mal checken, ob die Bestellung des Hostingspaket an die Domain geknüpft wurde. Inkassonahe Hostinganbieter trennen gerne Domainvetrag und Hostigvertrag so dass 2 x gekündigt werden müsste. Das gestalten sie natürlich nicht mit Absicht so neblig...

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •