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Thema: Inkasso macht aus 39,09 Euro 2999,52 Euro

  1. #1
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    Standard Inkasso macht aus 39,09 Euro 2999,52 Euro

    Guten Tag,
    Ich bin Ja am xx.12.1982 geboren, und unser Familiennahmen schreibt sich mit ie und nicht mit nur i.
    Bis zum 01.10.1997 haben wir in einem Haus gewohnt (Das Haus wurde zwangsversteigert und wurde 10.1997 an den neuen Besitzer übergeben), die Ummeldung ist laut Auskunft Verbandsgemeinde zum 12.1997 erfolgt zur neuen Wohnung.

    Nach einer telefonischen Rücksprache mit dem AG Hagen und mit einer Dame bei Gläubiger TV Shop habe ich folgende Infos zusammengetragen.
    Die Kundendaten bei dem Gläubiger TV Shop sind richtiger Vorname und Familienname mit fehlenden e, Altes Haus, geboren am 01.01.1900 (also aktuell 118 Jahre alt).

    Die Bestellung Rechnungsnummer R7xxxxxxxx mit Datum 27.08.1997 Inhalt ein Eierkocher (Henne) und eine Backform. (ich war bei der Bestellung 14 Jahre alt).

    Im Dezember 1999 wurde der Vollstreckungsbescheid (AG Hagen Az. 99-xxxxxxx-x-x) beantragt der am 11.01.2000 erlassen wurde, die Zustellung erfolgte im Januar 2000 an richtiger Vorname und Familienname mit fehlenden e, Neue Wohnung angenommen hat den Brief mein Vater. (ich war da 17 Jahre)

    In der Forderungsaufstellung ist zu erkennen das 06.2000 eine EV versucht wurde die wohl nicht geklappt hat. Darauf wurde eine Standesamt anfrage gemacht am 31.08.2000.
    Seid dem ist wohl mein richtiges Geburtsdatum bekannt, und zb. Im Pfändungsbeschluss stehen meine beiden Eltern mit allen zunahmen und Familiennamen richtig geschrieben drin.

    Im Dezember 2000 erfolgte die EV.
    Mein P-Konto wurde am 06.05.2013 gepfändet.

    Die letzte Vermögensauskunft erfolgte 11.2017, am 30.11.2017 wurde ein vorläufiges Zahlungsverbot an meinen Arbeitgeber geschickt.

    Nun wurde ich das letzte Mal von dem XXX Inkasso GmbH Rechtsanwalt (Rechtsanwaltskanzlei am einem Fluss) 08.02.2018 angeschrieben mit dem Hinweis das die Gesamtsumme inzwischen bei 2989,98 Euro sein soll, und ich 70,00 Euro raten zahlen soll.

    Ich wäre also bei der Bestellung gerade mal 14 gewesen.
    Dazu kommt das meine Mutter bis 2010 mir regelmäßig Post unterschlagen hatte.
    Des Weiteren wüste ich nicht, dass ich irgendeiner Ratenzahlung Vereinbarung unterschrieben habe noch das ich mit denen Telefoniert habe.
    Leider ist das Inkasso Büro auch bekannt nicht auf Brief zu antworten.

    Hat jemand eine Idee welche Möglichkeiten ich habe?
    Gruss Herrmann18

    Forderungsaufstellung
    https://www.dropbox.com/s/aksj71co7h...0Shop.pdf?dl=0

  2. #2
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    Das Inkasso ist an einem Bach und mehr als einschlägig berüchtigt.

    Wie wurde der ursprüngliche Vollstreckungsbescheid
    zugestellt? (Der von 2000 als du noch Minderjährig warst?)

    Stehst da nur du drin oder auch einer deiner Eltern?
    Geändert von Caffery (09.08.2018 um 00:53 Uhr)

  3. #3
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    Der Vollstreckungsbescheid war an mich alleine adressiert, nach Auskunft vom Gericht hat den Brief mein Vater entgegengenommen.

    Ich selbst habe nur eine Kopie die bei der letzten Forderungsübersicht dabei war siehe Anlage.

    Bescheid
    https://www.dropbox.com/s/3cjx3pqd20...cheid.pdf?dl=0

  4. #4
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    Wann hast du den VB nun das erste mal wirklich gesehen? Also das Formular, was du als zweites verlinkt hast? Ist das mehr als 14 Tage her? Wenn ja, geht da wohl nichts mehr. Falls nicht, KÖNNTE (!!!) man vielleicht noch dagegen vorgehen. Wegen damals falscher Zustellung mit dem Argument, damals hätten deine Eltern drin stehen müssen. Aber ich fürchte, dass exakt dieser Punkt das alles zunichte macht:
    Die letzte Vermögensauskunft erfolgte 11.2017, am 30.11.2017 wurde ein vorläufiges Zahlungsverbot an meinen Arbeitgeber geschickt.
    Das heißt, dass du seit vielen Monaten von dem VB weist und dagegen nichts getan hast.

    Die Forderungsaufstellung ist natürlich in weiten Teilen völliger Unsinn. Ich persönlich würde empfehlen, sich mittels Anwalt und Vollstreckungsabwehrklage gegen folgendes zu wehren:
    - Kontoführungskosten vom 1.10.2013, 30.5.2018
    - "1. Br. tit. Forderung neu" vom 25.2.2000
    - "Telefongebühr Inkasso" vom 12.3.2002, 26.7.2003, 16.9.2003, 12.2.2004, 10.2.2005, 13.4.2005, 20.3.2006, 9.5.2006, 11.9.2006, 17.10.2006, 15.10.2007, 27.1.2008, 14.5.2008, 4.9.2008, 10.7.2009, 6.12.2012,
    - "TZ-Angebot" vom 4.8.2003, 23.2.2004, 9.3.2005, 25.9.2006, 19.9.2008
    - "TZ: Erinnerung an Raten" vom 17.9.2003, 1.4.2004, 20.4.2005, 26.10.2006, 25.9.2008, 3.11.2008
    - Verjährte Zinsen zwischen 11.1.2000 und 31.12.2009 (wenn ich es richtig überflogen habe, eventuell ist noch mehr verjährt)

    Darüber hinaus wäre einiges von den übrigen Positionen nachzuweisen. Das sind angebliche Forderungen zu Vollstreckungshandlungen. Es mag sein, dass du nicht alles mitbekommen hast, was da lief, weil dein Vater das verschwiegen hat. Aber im Prinzip müssen die das trotzdem per Rechnung belegen, was da aufgelaufen ist und dass es diese vielen Vollstreckungsversuche überhaupt gab.

    Ansonsten könnte sich der Inkassowatch für deinen Fall interessieren. Denn gerade die besagte berüchtigte Truppe wird dort sehr intensiv diskutiert und man versucht mit allen Mitteln, denen irgendwie Herr zu werden. Was nicht einfach ist, da dort meiner Ansicht nach irgendwelche Leute fast schon schützend die Hand drauf legen. Schicke deine Unterlagen einfach mal zu folgendem Herren: https://www.eh-darmstadt.de/hochschu...is/zimmermann/
    Und frage ihn nach Unterstützung wegen einer Vollstreckungsabwehrklage bzw. was das ggf. kostet. Für Geringverdiener gibt es zudem im Hintergrund eine Stiftung, die alle Kosten übernimmt.

  5. #5
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    Das VB Formular als Kopie habe ich das erste mal gesehen am 26.Juli.2018.

    Wäre die Formulierung so gut?
    --------------------
    Antrag auf Aufhebung des Vollstreckungsbescheides, vom 11.01.2000 AZ: xxxxxxxx

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    hiermit beantrage ich Aufhebung des Vollstreckungsbescheides, vom 11.01.2000 AZ: xxxxxxxx, wegen falscher Zustellung.

    Zum Zeitpunkt der Zustellung war ich Minderjährig (17 Jahre), bei der ursprünglichen Bestellung (14 Jahre), aus diesem Grund hätte im Bescheid meine gesetzlichen Vertreter angegeben werden müssen.

    So wie die Adressierung nicht an mich, sondern an die gesetzlichen Vertreter richteten müssen. (Ist Adressat der Minderjährige selbst, kommt eine wirksame Zustellung gemäß § 178 Abs. 1 Nr. 1 ZPO nicht in Betracht.)

    Hochachtungsvoll

    Anlage Kopie des Personalausweises
    -------------------
    Ich danke dir mepeisen für den Tip mit Inkassowatch, ich werde meine Unterlagen Herrn Zimmermann senden.

  6. #6
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    Die 14 Tage sind somit abgelaufen. Ob das also so funktioniert, weiß ich nicht. Könnte also nach hinten losgehen, den Einspruch noch zu formulieren. Ich weiß nicht, was der ein oder andere Praktiker dir hier sagt. Also ob es Sinn macht, das noch loszusenden.
    Ansonsten, also zum Eindämmen des Gebührenirrsinns wird sich Herr Zimmermann sicher in Kürze bei dir melden.

  7. #7
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    Hallo,

    ich denke, dass hier die Einrede der beschränkten Minderjährigenhaftung greifen könnte. Im Fall, dass dem Minderjährigen durch Verschulden der Eltern Schulden entstehen, kann die Haftung auf das am 18. Geburtstag vorhandene Vermögen beschränkt werden. Die Einrede müsste eingelegt werden mit dem Hinweis, dass zum 18. Geburtstag kein Vermögen vorhanden war Wahrscheinlich muss dann geklagt werden.

    Grüße

  8. #8
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    Ja, selben Hinweis gab es mittlerweile auch von Herrn Zimmermann. Ich war mir nicht sicher, weil TE seit mindestens 2013 von dem Problem wohl wusste, dass es einen Titel geben ihn geben mag. Wie auch immer, drücke ich die Daumen.
    Geändert von Ulli (17.08.2018 um 12:56 Uhr)

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