Hallo,

also zunächst einmal die Basics: Das Mietverhältnis dauerte bis zur Nebenkostenabrechnung vier Monate. Der Abrechnungszeitraum geht vom 01.04. bis zum 31.03.

Ich mache jetzt hier ma die grobe Rechnung auf, wie die Sache auf Grund der Zahlen aussähe, wenn über ein komplettes Jahr abgerechnet werden würde, ohne das Ganze zunächst einmal bewerten zu wollen.

Bei den kalten Betriebskosten (ohne Heizkosten) komme ich da für ein ganzes Jahr auf 1036,12 Euro, gemessen an dem Berechnungsmodus der Abrechnung.

Bei den Heizkosten ist die Prognose schwieriger: Hier hab ich die tatsächlichen Gradzahltage nach VDI 3807 für den Zeitraun 04/17 bis 03/18 genommen, wie sie vom Deutschen Wetterdienst veröffentlicht wurden; insgesamt waren das 2967 Gradzahltage.davon entfallen 1960 Gradzahltage auf den abgerechneten Zeitraum 12/17 bis 03/18. Unter der Maßgabe dieser Werte und der im Zeitraum verbrauchen Heizeinheiten habe ich einen theoretischen Verbrauch von 8303 Einheiten errechnet. Da ich nicht weiß, wieviel der Vormieter verbraucht hat, bleibt es beim Gesamtverbrauch von 70690 Einheiten.

Das ergibt zunächst einmal wohnflächenabhängige Kosten von 178,48 Euro zuzüglich verbrauchsabhängige 443,14 Euro; das ergibt für Heizung 621,62 Euro.

Hinzu kommen 195,96 Euro für Warmwasser.

Wir haben also, theoretisch, aber auf der Grundlage der Abrechnung, für das gesamte Jahr:

Kalte Betriebskosten: 1036,12 Euro
Heizung: 621,62 Euro
Warmwasser 195,96 Euro
Gesamt: 1853,70 Euro
- Vorauszahlung: 2220,00 Euro
= +366,28 Euro

Da ist also bei den Vorauszahlungen durchaus viel Luft nach oben, und besteht jetzt ersteinmal keinerlei Grund, die ohnehin schon ausgesprochen üppige Vorauszahlung weiter herauf zu setzen.

Nun zu den Kosten an und für sich: Wie gesagt; die Vorauszahlung ist üppig, und mir fällt in letzter Zeit sehr oft auf, dass Vermieter derart enorme Nebenkosten verlangen.

Problematisch finde ich, dass die Wasserkosten einfach nur durch acht geteilt werden: Wenn eine Familie einzieht, dann hat man Spaß, weil alle mitbezahlen.

Der Gasverbrauch ist enorm, mit 266 KwH auf den m2 und dei Kosten fürs Putzen und die Gartenpflege auch.

Wie die Grundsteuer berechnet wurde, habe ich nicht nachvollziehen können. Und bei den Miteigentumsanteilen müsste man schauen, was im Mietvertrag steht.

Grundsätzlich wäre hier zu überlegen, ob man nicht die 60 Euro oder so für den Mieterbund anlegen will, damit die sich das mal genauer anschauen, denn 185 Euro bei einer 57 m2 großen Wohnung sind schon eine ordentliche Hausnummer.