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Thema: Gerecht oder nicht?

  1. #11
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    * OffTopic* Dann wird es jetzt wohl doch Zeit für ein Upgrade

    *OnTopic* Für mich fällt das unter: Den Mist ausbaden den man angestellt hat. Man hat sich nicht an Vereinbarungen gehalten, da darf man jetzt nicht erwarten mit Samthandschuhen angefasst zu werden...

  2. #12
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    Es ist schon erschreckend, sich von Leuten Vorwürfe machen lassen zu müssen, die genau das gleiche tun , was sie einem vorwerfen.

    So wie ich das sehe, müsste es hier jedem, außer den Gläubigern, egal sein ob die Gläubiger ihr ganzes Geld zurück bekommen, denn sonst bräuchte keiner in Insolvenz gehen.
    Allerdings sollte man den Ball flach halten, denn keiner kann wissen ob die Schulden nach den 6 Jahren zum Teil, annähernd oder gar komplett beglichen sind.

    Den Arsch brauche ich auch nicht hoch bekommen, weil es dabei nicht um mich ging und Fakt ist, dass einige Firmen die entsprechenden Umstellungen von sich aus, auch ohne Antrag, vornehmen.

  3. #13
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    Lieber arreis, ich glaube es macht mal wieder der Ton die Musik :-)

    Irgendwie sitzen wir alle in einem Boot und wenn wir könnten, würden wir lieber unsere Schulden zurückbezahlen. Aber ebenso ungerecht, dass wir das aus vielerlei Gründen nicht können, ist es bei einigen anderen Regelungen :-(

    Ich könnte Dir als Hauptverdiener einer Patchworkfamilie noch andere "ungerechte" Dinge erzählen, die sind haarsträubender als die 100€ pro Monat durch Werbungskosten vor oder nach Netto ...

    Wusstest Du dass Stiefkinder, auch wenn man bereits 15 Jahre für diese einsteht und der leibliche Vater eine Adoption verweigert aber auch keinen Unterhalt zahlen kann, schlichtweg nicht berücksichtigt werden ? Wir leben zu 5. von einem Pfändungsfreibetrag laut Tabelle für 3 Personen und kratzen ca. 50€ am Sozialhilfegrundbetrag ...

    Ist das gerecht ? Nein, aber ändern kann ich es nicht, da ich mich weder von meiner Frau trennen möchte, noch die Kinder adoptieren kann ...

    Trotzdem werde ich aber für Schulbeiträge und andere behördliche Dinge als Alleinverdiener herangezogen ...

    Darüber nachzudenken, was gerecht ist, ist in diesem Zusammenhang müssig, man muss das Beste daraus machen.
    Reicht das Geld zum Leben ? Dann ist doch alles gut, Augen zu und durch ...
    Uns reicht das Geld ... deshalb lasse ich mir keine grauen Haare wachsen, sondern genieße es, dass ich keine bösen Briefe mehr bekomme und mich meiner Familie widmen kann.

    Ist das Glas halbvoll oder halbleer für Dich ?

    Grüssle

  4. #14
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    Zitat Zitat von arreis Beitrag anzeigen
    Fakt ist, dass einige Firmen die entsprechenden Umstellungen von sich aus, auch ohne Antrag, vornehmen.
    Nein, das ist nicht Fakt, das ist Blödsinn. Ansonsten möchte ich hier bitte entsprechende Belege sehen.

  5. #15
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    Ich muss wohl mal klarstellen, dass es in dem Beitrag nicht um meine Person geht, ich habe allerdings den Fehler gemacht, dass ich auf meine Person eingegangen bin, hätte ich allgemein darstellen müssen.

    Es sollte eine Diskussion stattfinden, in der mal eure Meinungen dargestellt werden und in der eventuell noch andere gerechte- oder ungerechte Begebenheiten in der Insolvenz mitgeteilt werden.

    Grundsätzlich stehe ich zu meiner Meinung, dass die Gläubiger eine Mitschuld daran haben, ihr Geld nicht in voller Höhe zurück zu bekommen, ich gehe mal kurz darauf ein.
    Ich habe Schulden gemacht und konnte diese immer bezahlen, dann haben sich meine wirtschaftlichen Verhältnisse geändert und ich konnte die Rate nicht mehr aufbringen. Die Bank bei der ich die Schulden hatte, hat es abgelehnt den Vertrag zu ändern, damit eine geringere Monatsrate zustande kommt. Jetzt habe ich den Fehler begangen, die Raten durch Dispokredite abzudecken, was auf die Dauer aber nicht wirklich funktioniert hat. Letztendlich blieb mir nur die Insolvenz.

    @ FinLaure
    Doch es ist Fakt. Ich habe die Steuererklärung für meine Tochter gemacht, woraufhin ihr Freund mich gebeten hat dies auch für ihn zu machen. Dabei stellte sich heraus, dass sein Arbeitgeber die abzugsfähigen Beträge bereits berücksichtigt hat und er hat definitiv keinen Antrag gestellt.

  6. #16
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    Zitat Zitat von RubyGloom Beitrag anzeigen
    Lieber arreis, ich glaube es macht mal wieder der Ton die Musik :-)

    Irgendwie sitzen wir alle in einem Boot und wenn wir könnten, würden wir lieber unsere Schulden zurückbezahlen. Aber ebenso ungerecht, dass wir das aus vielerlei Gründen nicht können, ist es bei einigen anderen Regelungen :-(

    Ich könnte Dir als Hauptverdiener einer Patchworkfamilie noch andere "ungerechte" Dinge erzählen, die sind haarsträubender als die 100€ pro Monat durch Werbungskosten vor oder nach Netto ...

    Wusstest Du dass Stiefkinder, auch wenn man bereits 15 Jahre für diese einsteht und der leibliche Vater eine Adoption verweigert aber auch keinen Unterhalt zahlen kann, schlichtweg nicht berücksichtigt werden ? Wir leben zu 5. von einem Pfändungsfreibetrag laut Tabelle für 3 Personen und kratzen ca. 50€ am Sozialhilfegrundbetrag ...

    Ist das gerecht ? Nein, aber ändern kann ich es nicht, da ich mich weder von meiner Frau trennen möchte, noch die Kinder adoptieren kann ...

    Trotzdem werde ich aber für Schulbeiträge und andere behördliche Dinge als Alleinverdiener herangezogen ...

    Darüber nachzudenken, was gerecht ist, ist in diesem Zusammenhang müssig, man muss das Beste daraus machen.
    Reicht das Geld zum Leben ? Dann ist doch alles gut, Augen zu und durch ...
    Uns reicht das Geld ... deshalb lasse ich mir keine grauen Haare wachsen, sondern genieße es, dass ich keine bösen Briefe mehr bekomme und mich meiner Familie widmen kann.

    Ist das Glas halbvoll oder halbleer für Dich ?

    Grüssle

    Vor sowas sollte man Respekt haben und nicht über was Diskutieren was man eh nicht ändern kann, lieber durch die Inso und die (max.) 6 Jahre mal die Backen zusammenklemm.
    Ich bin auch nicht froh in die Inso zu müssen, aber das ist beste für mich.

    Um nochmal kurz das mit den Firmen und einen lieber in die Inso zu schicken, anstatt etwas zu warten bis man sein Geld bekommt. Meine SB Dame hatte mir erklärt, das so manch eine Firma zwar nicht zu 100% aber sie denkt ca 50% gegen sowas versichert sind. Also sind die ehr für eine Inso.
    Außerdem, nach der Inso hat man in seinem Leben ein Strich gezogen und kann danach wieder komplett durchstarten.
    Im Leben sollte man als Optimist durch die Gegend laufen nicht als Pessimist.

    Lg

  7. #17
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    Dein letzter Satz ist so etwas von Wahr. Nur sind leider viele Menschen von Haus aus Pessimisten.
    Gehasst
    Verdammt
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  8. #18
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    Zitat Zitat von PleiteGeier15 Beitrag anzeigen
    Vor sowas sollte man Respekt haben und nicht über was Diskutieren was man eh nicht ändern kann, lieber durch die Inso und die (max.) 6 Jahre mal die Backen zusammenklemm.
    Ist das nicht genau der Pessimismus, der nicht sein sollte.

    Genau genommen kann man alles was mit Gesetzen zutun hat auch ändern, wenn dem nicht so wäre, hätten z.B. Frauen heutzutage immer noch kein Wahlrecht oder wir hätten in Deutschland immer noch die Todesstrafe.
    Speziell im Bereich der Insolvenz wird es wahrscheinlich schwierig, weil man jemanden finden muss, der die Sache in die Hand nimmt. Weil das Ganze für den Einzelnen aber in 3- , 5 - oder 6 Jahren erledigt ist, fehlt wohl schon der Antrieb da etwas zu unternehmen.

  9. #19
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    Für mich persönlich hat das ganz klar etwas mit Prioritäten setzen zu tun.

    Meine Priorität ist es, dass die Kinder nicht unter der Inso leiden und das fängt damit an, dass ich auch unvorhergesehen 25€ für den Schulausflug an den Lehrer überweisen kann, ohne mit den P-Konto Bedingungen in die Bredouille zu kommen. Klingt nach Pillepalle, ist es aber nicht, wenn der Telefonanbieter wegen einer Vertragsabfrage plötzlich abbucht, obwohl ich bereits einige Tage vorher die Rechnung wie immer per Überweisung bezahlt habe und plötzlich 50€ "fehlen".

    Solange wir leben können, ist es mir gleich, ob der Insolvenzverwalter 200 oder 300€ jeden Monat von meinem Arbeitgeber bekommt.
    Sicher gibt es vor allem bei der Steuer viele Schlupflöcher und man hat zur Not auch die Keksdose, für Notfälle, aber wenn man einfach wieder ruhig schlafen kann und keine Angst mehr haben muss Post aufzumachen oder ans Telefon zu gehen, ist so erlösend, dass mir persönlich diese Spitzfindigkeiten und damit verbundene Laufereien sehr unnötig vorkommen.

    Ich hab in den ersten Wochen erlebt, was es bedeutet, nicht nachzufragen oder selbst aktiv zu werden, da meine SB einige Dinge nicht deutlich genug oder gar nicht angesprochen hat. Ich bin also alles andere als lethargisch oder pessimistisch. Da wo es Sinn machte, habe ich versucht etwas zu erreichen, aber ich teile mir meine Kraft ebenso wie mein Geld ein und setze für mich Prioritäten.

    Auf Teufel komm raus, alles für mich zu erkämpfen, gehört nicht dazu, weil wenn wir bei gerecht sind ... dem einen wird das Auto ohne wenn und aber belassen, dem anderen nicht. Dann hätte ich mit 3 Halbwüchsigen ein Problem gehabt, auch wenn ich es nicht unabdingbar für den Job benötige ... wenn es weg wäre, könnte meine Frau nun nicht arbeiten gehen ... und meine Kinder hätten im vergangenen halben Jahr an vielen Schul- und Freizeitaktivitäten nicht teilnehmen können.

    Wir sind aber vielleicht auch nicht der Spiegel der Gesellschaft, da wir keinen Geranienvorgarten haben und ich mein Auto nicht jeden Samstag wasche ;-)

  10. #20
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    Zitat Zitat von RubyGloom Beitrag anzeigen
    Wusstest Du dass Stiefkinder, auch wenn man bereits 15 Jahre für diese einsteht und der leibliche Vater eine Adoption verweigert aber auch keinen Unterhalt zahlen kann, schlichtweg nicht berücksichtigt werden ? Wir leben zu 5. von einem Pfändungsfreibetrag laut Tabelle für 3 Personen und kratzen ca. 50€ am Sozialhilfegrundbetrag ...
    Das ist ein Thema bei dem es mir auch ziemlich sauer aufstößt, dass es weiterhin als rechtlich umstritten gilt (was in aller Regel bedeutet, dass der Betroffene die A-Karte hat wenn er nicht zu einem Prozessmarathon mit ungewissen Kosten und Ausgang motiviert ist).

    Das LG Hamburg hat vor ein paar Monaten mal in einem ähnlichen Zusammenhang einen Beschluss abgewortet, den man auch in Deinem Zusammenhang als "Lichtblick" bezeichnen kann und dem an Logik und Lebensrealität eigentlich nichts hinzuzufügen ist.

    LG Hamburg, Beschluss vom 22.12.2017, 330 T 71/1

    Auszug daraus:

    "Die letztgenannte Ansicht ist zutreffend, weil nach Auffassung der Kammer die gesetzgeberischen Werteentscheidungen des Sozialhilferechts, d. h. auch des SGB II bei der Auslegung der Vorschriften des Zwangsvollstreckungsrechts zu berücksichtigen sind. Wenn Sozialleistungen im vorliegendem Falle für die Lebensgefährtin des Schuldners versagt werden, könnte sich der Schuldner der daraus resultierenden finanziellen Belastung nur durch Beendigung der Bedarfsgemeinschaft mit seiner Lebensgefährtin entziehen. Dies kann ihm jedoch auch unter Berücksichtigung der Gläubigerinteressen nicht zugemutet werden. Die in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen sind deshalb bei der Ermittlung des pfändungsfreien Betrages mit zu berücksichtigen und das Arbeitseinkommen dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen, wenn der notwendige Bedarf des Schuldners und der in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen ansonsten tatsächlich nicht gedeckt wäre."

    Hoffen wir mal, dass die unendliche Weisheit der Hamburger Kammer sich in sehr naher Zukunft allgemein durchsetzen wird.
    Geändert von Caffery (15.07.2018 um 15:46 Uhr)

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