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Thema: Arbeitgeber Pfändet mehr als Gesetzlich festgelegt

  1. #1
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    Standard Arbeitgeber Pfändet mehr als Gesetzlich festgelegt

    Hallo liebes Forum,

    ich habe folgendes Problem, letzten Monat ist bei meinem Lohn einiges schiefgelaufen zuerst wurden vom Finanzamt falsche Daten übermittelt und ich bin auf Steuerklasse 4 gestuft worden, so das ich c.a 800€ an Steuern nachzahlen musste und somit ein Netto von 1200€ rauss bekommen habe und als das nicht genug wäre hat mein Arbeitgeber davon nochmal c.a 400€ gepfändet. Das mit dem Finanzamt habe ich mittlerweile geklärt das ist korrigiert worden, meine Frage ist der Arbeitgeber darf doch nicht von 1200€ Netto 400 Pfänden? Der Betrag liegt doch weit unter der Pfändungsgrenze.
    Als ich meinen Arbeitgeber damit konfrontiert habe, meinte dieser nur da wäre eine Pfändung Anfang April und eine ende April reingekommen und beide noch für den Monat abgerechnet wurden, aber selbst wenn 5 Pfändungen mit Summe x in einem Monat reinkommen "würden" dürfte er doch bei einem Netto von 1200€ nix Pfänden.
    Ich habe nämlich das Gefühl das ich abgewimmelt werde.

    Habe ich einen Anspruch auf die 400€ und wie gehe ich da vor? Nochmal Sachverhalt klären und dann mit Anwalt drohen?

    Vielen Dank.

  2. #2
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    Ich würde als erste Maßnahme genauestens eruieren, welche Pfändung bzw. Pfändungen beim Arbeitgeber überaupt vorliegen.

    Es gibt z.B. Pfändungen bei Unterhalt, wo die Pfändungsgrenze erheblich unter dem genannten Wert liegt.

  3. #3
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    Ne ne Unterhalt ist es definitiv nicht, da ich noch immer glücklich Verheiratet und mit meiner Frau noch Zusammen lebe.. Es sind Gläubiger Bank etc..

  4. #4
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    Zitat Zitat von Mixtanbul Beitrag anzeigen

    Habe ich einen Anspruch auf die 400€ und wie gehe ich da vor? Nochmal Sachverhalt klären und dann mit Anwalt drohen?

    Vielen Dank.
    Naja, grundsätzlich darf dir nicht mehr gepfändet werden, als die Pfändungstabelle bzw. die ZPO hergeben.

    Bevor, wenn überhaupt, du deinem Arbeitgeber mit einem Anwalt drohst, solltest du in Ruhe mit ihm das Gespräch suchen. Ist das eine größere Firma mit eigener Personalabteilung in der dann die Lohn- bzw. Gehaltsabrechnungen durch die Firma selbst erstellt werden oder läßt dein Arbeitgeber das über einen Steuerberater machen? Also, suche entweder das Gespräch mit der Personalabteilung bzw. dem Steuerberater/dem Servicedienstleister, der die Gehaltsabrechnungen erstellt und versuche da in RUHE und in einem SACHLICHEN Gespräch die Situation zu klären.

    Wenn "der Arbeitgeber" tatsächlich den Pfändungsbetrag falsch berechnet hat, wäre halt zu prüfen, auf welchem Wege man das Geld zurück holen kann. Grundsätzlich ist dann schon der Arbeitgeber dir gegenüber "haftbar", wenn er was falsch gemacht hat. Dir sollte allerdings auch bewußt sein, dass es für dich zumindest mittelfristig, alles andere als angenehme Folgen haben könnte wenn du deinem Arbeitgeber gegenüber tatsächlich Haftungsansprüche geltend machst. Das soll dich nicht davon abhalten, deine Rechte und Ansprüche geltend zu machen, dir sollte nur VORHER bewußt sein, welche Konsequenzen das nach sich ziehen kann.

  5. #5
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    a das ist mir klar das es nicht so gut rüberkommt wenn ich direkt mit Anwalt drohe, ich werde erst Sachlich das ganze erklären und Ihm klar machen das mir die 400€ grad in so einer Situation fehlen.
    Ist eine grössere Firma, aber die Buchhaltung ist nicht im Haus so das ich Persönlich hingehen könnte Kommunikation ist nur Telefonisch oder Mail/Brief möglich.

    Ich habe jetzt mal ein Schreiben aufgesetzt mal schauen wie er reagiert.

    Mein einziger kleiner Trumpf ist, das die Kollegin aus der Buchhaltung schon in der Vergangenheit bei anderen Angelegenheiten bei anderen Kollegen was den lohn betrifft schon negativ aufgefallen ist und für Ihre Fehler schon bekannt ist.

  6. #6
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    warum denn gleich ein Schreiben?
    Warum versuchst du das nicht erst mal in einem persönlichen Gespräch zu klären?

    Noch was:
    Sind das die einzigen Schulden, ist das jetzt gelöst und bezahlt?
    Falls ja würde ich es einfach dabei belassen und nicht gegen den Arbeitgeber vorgehen

    Falls nein:
    Auch dann ist es viel wichtiger sich um die Schulden zu kümmern und nicht mit dem Arbeitgeber einen Kampf anzufangen.

  7. #7
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    [QUOTE=camilla;725751]warum denn gleich ein Schreiben?
    Warum versuchst du das nicht erst mal in einem persönlichen Gespräch zu klären?

    Weil die Buchhaltung c.a 600 Kilometer in einem anderen Ort ist.

    Das sind zwar die einzigen Schulden (1800€) Aber mein Vetrag läuft sowieso zum 01.01.2019 aus und ich Wahrscheinlich einen anderen Arbeitgeber haben werde.

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