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Thema: Rauchwarnmelder Betriebskosten? Unterschiedliche Rechtsprechung. Wie verhalten?

  1. #1
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    Standard Rauchwarnmelder Betriebskosten? Unterschiedliche Rechtsprechung. Wie verhalten?

    Zu der Umlagefähigkeit der Mietkosten von Rauchmeldern auf die Mieter gibt es ja ziemlich widersprüchliche Urteile.

    Das Landgericht Magdeburg, Urteil vom 27.09.2011, AZ: 1 S 171/11, hält sie für umlagefähig
    Das Landgericht Hagen, Urteil vom 04.03.2016, AZ: 1 S 198/15, hält sie für nicht umlagefähig

    In München hat, trotz über einer Mio. Einwohner, wohl noch kein Gericht darüber entschieden.

    So, mein Vermieter hat bei der Firma t**** die Luxusvariante angemietet. Macht für 3 Melder in meiner Wohnung 16,00 Euro Miete + 6,00 Euro "Rauchwarnmelderservice" pro Jahr.
    Bei einer Nutzungsdauer von 10 Jahren komme ich also auf Gesamtkosten von ca. 220,00 Euro.

    Im Fachhandel gibt es die Dinger dann schon teilweise für 10,00 Euro das Stück. Wären dann Gesamtkosten von 30,00 Euro für 10 Jahre. Nehmen wir 20,00 Euro, wären wir dann bei 60,00 EURO. Jedenfalls bei weitem nicht bei 220,00 Euro.

    Irgendwie sehe ich jetzt nicht ein, zumal mein Vermieter wenn es darum geht das er was zahlen soll die Finger mehr als krumm stehen hat, hier diese Luxusvariante zu finanzieren. Mein Problem ist jetzt jedoch, die widersprüchliche Bewertung durch die Gerichte.

    Hat von euch evtl. schon jemand das Thema Rauchwarnmelder mal mit seinem Vermieter "ausdiskutiert"? Kennt ihr evtl. aktuellere Urteile?

  2. #2
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    Mal ne kurze Gegenfrage: um was genau geht es dir? Nur um's Prinzip oder doch um mehr?

    22 € im Jahr! macht das noch nicht mal 2 € im Monat und das sollte die eigene Sicherheit eigentlich wert sein?!?

  3. #3
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    Es geht mir darum, dass ich über die 10 Jahre gesehen nicht das 3 oder 4 fache von dem zahlen will, was nötig ist.

    Hätte er 3 Geräte für 60,00 Euro gekauft, dürfte er davon 11%, also 6,60 Euro im Jahr bzw. 0,55 Euro im Monat, auf die Miete umlegen.

  4. #4
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    Die 10€-Teile aus'm Baumarkt kommen dich unter'm Strich nicht wesentlich günstiger, weil bei denen dafür die Batterielaufzeit entsprechend kürzer ist.

    Die modernen - und aus deiner Sicht teuren - haben zwar einen höheren Anschaffungspreis, dafür muss während der Lebensdauer nicht drei- bis fünfmal die Batterie gewechselt werden.

  5. #5
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    Zitat Zitat von DieSeebaerin Beitrag anzeigen
    Die 10€-Teile aus'm Baumarkt kommen dich unter'm Strich nicht wesentlich günstiger, weil bei denen dafür die Batterielaufzeit entsprechend kürzer ist.

    Die modernen - und aus deiner Sicht teuren - haben zwar einen höheren Anschaffungspreis, dafür muss während der Lebensdauer nicht drei- bis fünfmal die Batterie gewechselt werden.
    Und für was zahle ich dann 6,00 Euro „Rauchwarnmelderservice“ im Jahr? Macht in 10 Jahren 72,00 Euro. Dafür würde ich aber ne Menge Batterien bekommen.

    Weißt du, ich zahle 100 Euro im Jahr für einen Hausmeister der, jedenfalls sichtbar/spürbar keinen Finger krumm macht. 60 Euro für Treppenhausreinigung die nicht reinigt und 50 Euro Gartenpflege wo kein Garten sondern nur noch Unkraut ist.

    Irgendwo ist dann auch mal Schluß. Und Schluß ist jetzt für mich bei den Kosten, die laut einiger Gerichte nicht mal umlagefähig sind.

  6. #6
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    Und für was zahle ich dann 6,00 Euro „Rauchwarnmelderservice“ im Jahr?
    Dafür, dass jemand einen Hocker holt, sich jeweils unter den/die Rauchmelder stellt und diesen einmal gegen die Decke drückt. Und dieses dann protokolliert.

    Wäre ein guter Job zum Selbermachen, bringt in zehn Jahren sechszig Euro.

  7. #7
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    Zitat Zitat von anja39 Beitrag anzeigen
    Dafür, dass jemand einen Hocker holt, sich jeweils unter den/die Rauchmelder stellt und diesen einmal gegen die Decke drückt. Und dieses dann protokolliert.

    Wäre ein guter Job zum Selbermachen, bringt in zehn Jahren sechszig Euro.
    Nix ist. Ein mal im Jahr Hocker holen und Knopf drücken muss ich selbst. Laut Bedienungsanleitung der Firma techem sind die Teile auch völlig wartungsfrei.

  8. #8
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    Zu so einem "Service" kann ich nix sagen.

    Unser Vermieter hat selbst Rauchmelder im Haus angebracht, die billigen aus dem Baumarkt.
    Einmal im Jahr kriegen wir von ihm Protokollvordrucke, wir kontrollieren die Rauchmelder und zeichnen die Protokolle ab und geben sie ihm zurück.

    Sollte mal zwischendurch eine Batterie aufgeben, wechseln wir die auf eigene Kosten. Akkus haben sich leider nicht bewährt.

    Kind hat mal einen kaputt gemacht, den haben wir selbst ausgetauscht.

    Wenn man natürlich so einen Gebührenwahnsinn hat, dann ist das nervig, aber es kann auch unkompliziert sein :-)

    Zwecks „Rauchwarnmelderservice“ was passiert, wenn eine Batterie alle ist oder einer kaputt ? Kommen die dann oder was ?
    Und was bringt ein Service wenn die wartungsfrei sind ? Zumal diese Protokolle braucht es glaube ich gesetzlich :-(

  9. #9
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  10. #10
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    Zitat Zitat von RubyGloom Beitrag anzeigen
    Zwecks „Rauchwarnmelderservice“ was passiert, wenn eine Batterie alle ist oder einer kaputt ? Kommen die dann oder was ?
    Und was bringt ein Service wenn die wartungsfrei sind ? Zumal diese Protokolle braucht es glaube ich gesetzlich :-(
    Genau so war es in meiner Rostocker Wohnung. Da kommt dann einer von der Firma und tauscht bspw. die Batterie aus. War allerdings nur deswegen der Fall, weil die neuen Melder noch nicht installiert waren und die alten bereits über die Firma gewartet wurden.
    Die Kontrolle erfolgte im Rahmen des jährlichen Besuches des Kaminkehrers. Kosten waren pro Jahr irgendwas um die 6€ pro Pfeife.

    @mucel
    Bei so vielen Kosten, die ohne adäquate Gegenleistung gezahlt werden, würde ich mich ja eher mal deshalb mit dem Vermieter in Verbindung setzen. Rauchmelder sind halt irgendwie bezüglich des Sicherheitsaspektes was anderes als ein schmutziges Treppenhaus oder Unkraut im Garten :-/
    Geändert von DieSeebaerin (09.05.2018 um 10:08 Uhr)

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