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Thema: Mahnbescheid - Anwaltskosten und Inkassokosten

  1. #1
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    Standard Mahnbescheid - Anwaltskosten und Inkassokosten

    Hallo,

    hab ein Mahnbescheid erhalten. Und ich frage ich mich ob ich Anwaltskosten zahlen muss und Inakssokosten.

    Hier die Auflistung:

    I. Hauptfoderung 297,85


    II. Verfahrenskosten

    1. Gerichtskosten 32,00

    2. Rechtsanwaltskosten 45,00
    -Gebühr 9,00
    - Auslagen 10,26

    Summe Kosten 96,26



    III. Nebenfoderung:

    1. Mahnkosten 11,00
    2. Inkassokosten 64,26

  2. #2
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    Da muss man schon ein wenig mehr wissen. Aber meiner Meinung nach sind die RA Gebühren nicht zulässig, und so lese ich es auch hier:
    https://www.infodienst-schuldnerbera...anwaltskosten/

    Den das Inkasso wird ja zuerst beauftragt und kann natürlich auch im Namen des Gläubigers einen Mahnbescheid beantragen, den nach §79 2.4 ist es ausdrücklich so geregelt das ein Inkassounternehmen den Gläubiger im Mahnverfahren vertreten darf.

  3. #3
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    Also die Hauptfoderung erkenne ich an und die muss auch per raten zahlen. Soll ich ein Teil Wiederspruch erheben. Und dann zwecks Ratenzahlung an Inkasso wenden?

  4. #4
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    Wenn die Hauptforderung so gerechtfertigt ist würde ich das persönlich wiefolgt sehen:

    Was wir hier sehen ist das sogenannte "kleine Kostendoppel". In diesem werden vorgerichtliche Inkassokosten unter Nebenforderungen und zusätzlich Anwaltskosten für die Beantragung des MBs unter "Verfahrenskosten" aufgeführt. Da das Inkasso den MB auch selbst hätte beantragen können und hierfür lediglich eine Pauschale von 25 Euro veranschlagen darf und der veranschlagte RVG Satz für die Bearbeitung m.E. grundsätzlich zu hoch angesetzt ist würde ich folgendes tun:

    Kreuzchen bei "Ich widerspreche nur einem Teil des Anspruchs, und zwar:
    Kreuzchen bei "den Verfahrenskosten - insgesamt" - darunter handschriftlich "II. 2." (da die Gerichtskosten unter II. 1. nicht zu beanstanden sind)
    Kreuzchen bei "den anderen Nebenforderungen wegen einer Betrages von": 20,26 Euro. (m.E. angemessen: 27 Euro Inkassokosten, 25 Euro MB Beantragung und 3 Euro Mahngebühr = 55 Euro. 75,26 - 55 = 20,26 Euro)

    Oben links Datum hin, unten rechts Unterschrift und fertig ist die Laube.

    ^^ das ist nur meine Meinung. Wenn noch "Konzerninkasso" vorliegt kann man die 27 Euro Inkassokosten auch rausnehmen. Wenn der Gläubigervertreter aus irgendeinem nachvollziehbaren Grund mehr Arbeit hatte als 2-3 Textbausteine zu verschicken sind u.U. auch höhere Inkassokosten geschuldet.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Sox199 Beitrag anzeigen
    Also die Hauptfoderung erkenne ich an und die muss auch per raten zahlen. Soll ich ein Teil Wiederspruch erheben. Und dann zwecks Ratenzahlung an Inkasso wenden?
    An wie viele Raten denkst du? Wenn es wenige (zwei, drei) sind würde ich diese direkt an den Gläubiger zahlen und nicht an das Inkasso. Ich würde mich auch nicht wegen einer Ratenzahlung an das Inkasso wenden, den die werden dir dafür eine Einigungsgebühr aufdrücken.

  6. #6
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    Kleine Randnotiz: 11€ Mahnkosten. Das entspricht je nach Sichtweise etwa 5 bis 7 Mahnbriefen (Post, keine eMails). Waren es so viele?

  7. #7
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    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Kleine Randnotiz: 11€ Mahnkosten. Das entspricht je nach Sichtweise etwa 5 bis 7 Mahnbriefen (Post, keine eMails). Waren es so viele?
    Das ist m.E. Peng. Bei den 3 Euro handelt es sich um eine Pauschale die anzusetzen ist wenn der Gläubiger keine höheren tatsächlich angefallenen Kosten belegen kann.

    Ich persönlich hätte noch nie einen Gläubiger gesehen der einen solchen Beweis zu führen im Stande ist - und würde mich extrem wundern wenn die Welt schon mal einen gesehen hätte der dafür (selbst wenn er den Beweis führen könnte) eine Klageschrift in die Welt setzen würde.

  8. #8
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    Über die überhöhten Kosten hat cafferty und mepeisen schon geschrieben
    Geh davon aus das man Dir eine Ratenzahlungsgebühr aufs Auge drücken wird. Besser wäre es nach MB Teilwiderspruch das Geld zu leihen und zweckgebunden an den Gläubiger bzw den RA zu überweisen.

  9. #9
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    Zitat Zitat von telefonica Beitrag anzeigen
    Besser wäre es nach MB Teilwiderspruch das Geld zu leihen und zweckgebunden an den Gläubiger bzw den RA zu überweisen.
    Ne, wenn der TE das komplette (Rest-) Geld (384,85 Euro) in einer Summe zahlen könnte (etwa geliehen von Freunden/Verwandten) wäre es deutlich besser dem MB komplett zu widersprechen und die Summe "zur Klaglosstellung" zweckgebunden zu überweisen.
    Das wäre natürlich die noch optimalere Lösung als ein Teilwiderspruch.

  10. #10
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    Zitat Zitat von telefonica Beitrag anzeigen
    Über die überhöhten Kosten hat cafferty und mepeisen schon geschrieben
    Geh davon aus das man Dir eine Ratenzahlungsgebühr aufs Auge drücken wird. Besser wäre es nach MB Teilwiderspruch das Geld zu leihen und zweckgebunden an den Gläubiger bzw den RA zu überweisen.
    Wenn man an den RA bezahlt werden sicher auch RA Gebühren fällig, entweder an den Gläubiger direkt (wäre meine Variante) oder an das Inkasso zweckgebunden, aber nicht noch den RA involvieren denn dann muss er ja tätig werden und wird auch einen Anspruch auf ein Honorar haben.

    Rechatsanwaltsgebühren widersprechen um dann dessen Dienste in Anspruch zu nehmen hört sich nicht schlau an.

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