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Thema: 3-Jahresfrist

  1. #11
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Nee, nee. Da hast Du was in den falschen Hals bekommen. Kann ich so nicht vergleichen. Ich wäre der letzte der hier Missgunst gegen Sozial schwache hägt.
    Ne, schon gut. Hatte ich auch nicht wirklich so interpretiert.

    Ich muss bei dem Zusammenhang immer an meine Zeit als Amateurfußballer denken. Dabei stelle ich mir vor, dass die Bezahlung des Schiedsrichter der zu jedem Spiel kostenpflichtig bestellt werden musste sich sowohl nach dem Einkommen der Spieler, als auch nach der jeweiligen Spielzeit gerichtet hätte und frage mich ob diese Form der Vergütungsgrundlage etwas an deren Motivation geändert hätte die Spiele pünktlich abzupfeifen - besonders die zwischen "Rot-Weiß Villenviertel" und dem Rotariaclub
    Geändert von Caffery (23.04.2018 um 14:40 Uhr)

  2. #12
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ne, schon gut. Hatte ich auch nicht wirklich so interpretiert.

    Ich muss bei dem Zusammenhang immer an meine Zeit als Amateurfußballer denken. Dabei stelle ich mir vor, dass die Bezahlung des Schiedsrichter der zu jedem Spiel kostenpflichtig bestellt werden musste sich sowohl nach dem Einkommen der Spieler, als auch nach der jeweiligen Spielzeit gerichtet hätte und frage mich ob diese Form der Vergütungsgrundlage etwas an deren Motivation geändert hätte die Spiele pünktlich abzupfeifen - besonders die zwischen "Rot-Weiß Villenviertel" und dem Rotariaclub
    Der Vergleich hinkt aber, denn eigentlich geht es nicht nach der jeweiligen Spielzeit, da im Normalfall die Insolvenzmasse ja nicht mit der Zeit größer wird. Die Ausnahme ist das monatlich pfändbare Gehalt. Aber deshalb hat der Gesetzgeber ja ausdrücklich diesen Part vom Abschluss des Verfahrens getrennt (§ 196 Abs. 1 InsO). In meinem Bezirk kommt das eigentlich auch nicht vor, dass ein Verfahren, wo nur pfändbare Arbeitseinkommensanteile eingesammelt werden, 3 Jahre laufen. Allerdings muss man zugeben, dass ein Verwalter theoretisch "tricksen" kann und die Verzögerung mit der "Aufarbeitung" der Passivseite begründet. Aber deshalb bin ich ja der Meinung, dass man ruhig in solchen Fällen nach spätestens einem Jahr nachfassen sollte, woran eine Schlussrechnung "hapert". Aber kann natürlich auch Schuldner verstehen, die dort in einem besonderen Dilemma stecken und bloß nicht auffallen wollen. Denn, wenn man ehrlich ist, kann ein Insolvenzverwalter einem das Leben natürlich auch schwerer machen als es eh schon ist.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Aber deshalb hat der Gesetzgeber ja ausdrücklich diesen Part vom Abschluss des Verfahrens getrennt (§ 196 Abs. 1 InsO).
    Ja aber eben nicht was die Vergütungsgrundlage auf dieses laufende Einkommen für die Dauer des eröffneten Verfahrens betrifft. Dabei wäre das so einfach (und auch logisch nachvollziehbar) zu ändern.

    So lange der einzige Mensch der den Abpfiff dieser Veranstaltung bestimmt - dies von seinem Ermessen und mit Hilfe einer nahezu undefinierbaren Fülle an äußeren Einflüssen abhängig machen kann - die gleiche Person ist die von einer möglichst abendfüllenden Veranstaltung auch noch finanziell profitiert muss man sich doch über Unkenrufe nicht wundern.

    Da würde doch so mancher Schiedsrichter auf die Idee kommen das Spiel dadurch in die Länge zu ziehen erstmal jeden Bierdeckel aufzusammeln, die Trainer in ausgiebige Nebengespräche zu verwickeln und sich die Bilder des VAR am Spielfeldrand in Dauerschleife anzusehen um dann Minimum pro Halbzeit ne viertel Stunde Nachspielzeit anzeigen zu lassen um dann noch den Elfer pfeifen zu können der die Verlängerung bedeutet. Da ist doch dem Bayern-Dusel Tür und Tor geöffnet

  4. #14
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    Und schon sind wir einer Meinung :-)

  5. #15
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ja aber eben nicht was die Vergütungsgrundlage auf dieses laufende Einkommen für die Dauer des eröffneten Verfahrens betrifft. Dabei wäre das so einfach (und auch logisch nachvollziehbar) zu ändern.

    So lange der einzige Mensch der den Abpfiff dieser Veranstaltung bestimmt - dies von seinem Ermessen und mit Hilfe einer nahezu undefinierbaren Fülle an äußeren Einflüssen abhängig machen kann - die gleiche Person ist die von einer möglichst abendfüllenden Veranstaltung auch noch finanziell profitiert muss man sich doch über Unkenrufe nicht wundern...
    Ist vielleicht in diesem Thread falsch aufgehoben, aber gerade dafür ist eben ja das Gericht als regulierender Faktor gedacht. Die Vergütung ist eine Tätigkeitsvergütung keine Erfolgs- oder reine Zeitvergütung. Es sollte ja gerade so sein, dass eben nicht der reine Zeitablauf eine Rolle spielt. Auch das wurde bereits vom BGH so entschieden; als es nämlich um den Faktor Zeit und damit die weitere Berichterstattung oder aber auch um die Erhöhung der Auslagenpauschale ging. Das Problem ist m.E. eher, dass einfach zu wenige Beteiligte Rechtsmittel einlegen, so dass es mehr obergerichtliche Entscheidungen gibt. Das könnte sich aber jetzt ändern. Vorher hat es keinem Schuldner etwas gebracht, ein Rechstmittel einzulegen. Durch die 3- und 5-Jahresregelung ist es jetzt aber anders.

  6. #16
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    Verstehe das ganze irgendwie nicht. Wenn das eröffnete Verfahren geschlossen wird werden die Kosten für IV und Gericht aus der Masse bezahlt wenn genug vorhanden. So und ab jetzt fallen neue Kosten für den Treuhänder und das Gericht an? Habe da bei mir keine Ahnung wie das ist aber eig die Hoffnung nach 5 Jahren fertig zu sein.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Glumbi Beitrag anzeigen
    Verstehe das ganze irgendwie nicht. Wenn das eröffnete Verfahren geschlossen wird werden die Kosten für IV und Gericht aus der Masse bezahlt wenn genug vorhanden.
    genau
    Zitat Zitat von Glumbi Beitrag anzeigen
    So und ab jetzt fallen neue Kosten für den Treuhänder und das Gericht an?
    Ab dem Moment wird es deutlich "billiger". Ab dann gilt § 14 InsVV - Entweder 5% (ab 25.000 Euro wirds weniger) der in der WVP eingesammelten Beträge (in der Regel also laufenden abgetretenes Einkommen) oder die Mindestvergütung von 119 Euro pro Jahr (bei über 5 Gläubigern werdens 59,50 Euro pro 5 Gläubiger mehr).
    Zitat Zitat von Glumbi Beitrag anzeigen
    Habe da bei mir keine Ahnung wie das ist aber eig die Hoffnung nach 5 Jahren fertig zu sein.
    Wer laufend zumindest geringes pfändbares Einkommen hat erreicht in der Regel rechnerisch die 5-Jahres-Regelung entsprechend quasi automatisch. (muss aber trotzdem noch den Antrag auf Verkürzung stellen!) Alle anderen sollten - wenn sie Ambitionen in diese Richtung haben - nach gut 4 Jahren mal beim Treuhänder nachfragen welcher Betrag konkret zu entrichten wäre um den entsprechenden Antrag auf Verkürzung stellen zu können.
    Geändert von Caffery (23.04.2018 um 20:54 Uhr)

  8. #18
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    Hi,
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ab dem Moment wird es deutlich "billiger". Ab dann gilt § 14 InsVV - Entweder 5% (ab 25.000 Euro wirds weniger) der in der WVP eingesammelten Beträge (in der Regel also laufenden abgetretenes Einkommen) oder die Mindestvergütung von 119 Euro pro Jahr (bei über 5 Gläubigern werdens 59,50 Euro pro 5 Gläubiger mehr).
    nur zur Klarstellung: sofern keine Masse zu verteilen ist, erhöht sich die Mindestvergütung bei mehr als 5 Gläubigern natürlich nicht.

    Wenn zwar kein pfändbares Einkommen erzielt wird und keine Kostenstundung für das Restschuldbefreiungsverfahren vorliegt, aber das Familieneinkommen deutlich über dem Hartz-IV-Satz liegt, rate ich dazu, in der Wohlverhaltensphase monatlich 10 € für die Mindestvergütung zurückzulegen - was dann auch für die 119 € ausreicht.
    Das erspart weitere Stundungsanträge und reduziert die Forderung nach der Restschuldbefreiung.

    Die einzigen Versagungen meiner Klienten betrafen übrigens ausnahmslos § 298 InsO.

    Gruß
    Ingo

  9. #19
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    Ich danke euch!

    Die Kosten für mein Verfahren sowie IV Kosten würde aus der Masse bezahlt. Es waren dann noch so gut 600€ übrig was an die Gläubiger ging.
    Geschlossen wurde das Verfahren Ende August 2017. Gepfändet werden mtl. vom Gehalt ca. 90€ plus im November ca. 500 wegen Sonderzahlung. Gläubiger sind es so 22 in etwa mit 50.000€ Schuldsumme. Nun konkret kann das klappen nach 5 Jahren wäre Dezember 2020? Also das alle Unkosten gedeckt sind?

  10. #20
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    ... naja, es gab Berichte der IV. Aber sehr knapp gehalten. Die Koste sind erst am Ende offensichtlich geworden, nachdem ein unsinniger und langwieriger Rechtstreit den die IV mit einem der Gläubiger geführt hat. Vereinfacht gesagt, sie hat von ihm Geld gefordert, das er dann am Ende wieder zurückgekriegt hätte. Und der hat gestritten, natürlich mit Prozeßkostenhilfe...tut er seit mehr als 10 Jahren... Und die IV verdient die Kohle, die sie bei anderen nicht kriegt.

    Hätte ich das verhindern können? Bzw. ich habe es versucht, aber ohne Erfolg.

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