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Thema: Bankkonto im Ausland, Erfahrungen?

  1. #11
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Mir geht es in der Beratung nicht darum, den Gläubigern das Pfänden schwer zu machen. Ich möchte, dass sicherer Pfändungsschutz für den notwendigen Lebensunterhalt besteht. Und dafür ist ein deutsches P-Konto völlig ausreichend und am ungefährlichsten.
    Naja, vielleicht will der eine oder andere ja auch nur ganz einfach irgendwo ein "sicheres Konto" haben, um Geld (aus seinem unpfändbaren) anzusparen.

    Es gab wohl, laut BDIU mal eine Studie, "Das P-Konto auf dem Prüfstand". Dort wurde der Vorschlag, der sogar Zustimmung des BDIU fand, gemacht, einmal unpfändbares für die Folge unpfändbar zu belassen. Zum Beispiel in dem für das P-Konto ein Unterkonto für die Ansparung zugelassen wird. Sind die Vorschläge eigentlich dann jemals ernsthaft mit dem Gesetzgeber diskutiert worden bzw. sind diese mal durch den Gesetzgeber zumindest geprüft worden? Also wenn das Ganze schon Zustimmung des BDIU findet.............................

    Wenn es interessiert, Punkt 8 Seite 3-4
    http://www.inkasso.de/sites/default/...28002%29_1.pdf

  2. #12
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    Der BDIU erzählt immer viel (kommt auch drauf an, wer da gerade federführend ist). Seinerzeit beim Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken wurde auch in Berlin herumerzählt, was alles als unseriöses Inkasso angesehen wird... Nur damit dann wenige Wochen nach Verabschiedung des Gesetzes gezielt diejenigen Schwachstellen, die man selbst mit herbeigeführt hat, ausgenutzt wurden und genau das gemacht wurde, was man vorher als unseriös verurteilte...
    Man hat auch jahrelang die frei erfundenen Gebührenpositionen (Kontoführungskosten) immer schön den Mitgliedern als korrekt verkauft...

    Ob das wirklich ernst gemeint ist in diesem Fall oder auch wieder nur eine Finte ist, bei dem längst Plan B in der Schublade herumgeistert, wie man das System dann ggf. wieder aushebeln kann, das wissen wir nicht.

    Eines ist aber mal klar: Jemanden, der bereits an allen Ecken gepfändet wird, spart im Normalfall nicht die großen Summen zusammen. Es geht also im Regelfall (Ausnahmen mag es geben) eh nicht um die großen Sparvermögen, die da immer aufgebaut werden. Denke ich zumindest mal, dass das vermeintlich tolle Werk des BDIU an dieser Stelle auf den zweiten Blick doch nicht so toll glänzt.

    Ich wäre skeptisch. Aber soweit ich weiß, wurden solche Sachen nie ernsthaft diskutiert.

  3. #13
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    Zitat Zitat von mucel Beitrag anzeigen
    Naja, vielleicht will der eine oder andere ja auch nur ganz einfach irgendwo ein "sicheres Konto" haben, um Geld (aus seinem unpfändbaren) anzusparen.
    Da dieses "sichere" Konto aber nicht wirklich sicher ist, werde ich das niemandem ernsthaft empfehlen.

  4. #14
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    Hat hier jemand Erfahrungen mit den Auslandskonten, die über diese prepaid Kreditkarten mit Kontofunktion angeboten werden? Die werben ja teilweise damit, dass solche Konten nicht meldepflichtig wären.

  5. #15
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    Kommt darauf an, was du mit "meldepflichtig" meinst. Ich vermute, du meinst die Meldung an die deutsche SCHUFA? Dann hättest du wohl recht.

    Wenn Du selbst allerdings eine gesetzliche "Meldepflicht" hast (z.B. gegenüber Gerichtsvollzieher, Insolvenzgericht, Finanzamt, Sozialleistungsträger etc.), sieht es anders aus: Wann dort nach Konten gefragt wird, sind alle Konten wahrheitsgemäß anzugeben.

  6. #16
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    Naja und in Deutschland kann man ein Konto in ein P Konto umwandeln.Wie das im Ausland ist wenn eine Pfändung eingeht weil man es bei der Abgabe der VA nennen muss, weiß ich nicht
    Und Ansparungen auf einem Auslandkonto dürften spätestens futsch sein, wenn man eine VA abgeben muss und das Konto mit seinem Guthaben angeben muss

  7. #17
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    Zitat Zitat von rike3 Beitrag anzeigen
    ...Und Ansparungen auf einem Auslandkonto dürften spätestens futsch sein, wenn man eine VA abgeben muss und das Konto mit seinem Guthaben angeben muss
    Unsinn, nicht futsch, man kann ja kurz nach der VA ein neues Auslandskonto eroeffnen, und dahin, ab besten ueber dritte Finanzdienstleister, das Guthaben umleiten. Pfaendungen dueften gerade bei Ausland einige Tage dauern.

    "Auslandssachen" sind bei Gerichtsvollziehern, Rechtsanwalts- und Notariatsangestellten, Rechtspfleger usw. unbeliebt. Fuer viele zu aufwendig, da passieren Fehler, da wird aufgegeben, Chancen fuer Schuldner.
    Geändert von Euregios (31.03.2018 um 14:49 Uhr)

  8. #18
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    Zitat Zitat von Euregios Beitrag anzeigen
    Unsinn, nicht futsch, man kann ja kurz nach der VA ein neues Auslandskonto eroeffnen, und dahin, ab besten ueber dritte Finanzdienstleister, das Guthaben umleiten. Pfaendungen dueften gerade bei Ausland einige Tage dauern.

    "Auslandssachen" sind bei Gerichtsvollziehern, Rechtsanwalts- und Notariatsangestellten, Rechtspfleger usw. unbeliebt. Fuer viele zu aufwendig, da passieren Fehler, da wird aufgegeben, Chancen fuer Schuldner.
    Dein Rat riecht nach https://dejure.org/gesetze/StGB/288.html . Das solche Sachen mittlerweile hier Kommentarlos geduldet werden.......
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  9. #19
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    Zitat Zitat von joshua64 Beitrag anzeigen
    Dein Rat riecht nach https://dejure.org/gesetze/StGB/288.html . Das solche Sachen mittlerweile hier Kommentarlos geduldet werden.......
    Dann sollte man auch die Keksdose hier nicht mehr erwähnen.

  10. #20
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    Standard Digitale Keksdose oder Portokasse im Ausland

    Zitat Zitat von joshua64 Beitrag anzeigen
    Dein Rat riecht nach https://dejure.org/gesetze/StGB/288.html . Das solche Sachen mittlerweile hier Kommentarlos geduldet werden.......
    Hi Joshua, es wird auch von deutschen Schuldnerberatungen empfohlen, sich nach einer VA ein neues Guthabenkonto zu suchen, ob nun im In - oder Ausland duerfte da doch egal sein.

    Der von Dir zitierte Paragraph "1) Wer bei einer ihm drohenden Zwangsvollstreckung in der Absicht, die Befriedigung des Gläubigers zu vereiteln, Bestandteile seines Vermögens veräußert oder beiseite schafft..." zieht hier nicht, weil durch die Ueberweisungen auf ein neues Konto nichts beiseite geschafft wird.

    Der Vorteil eines Auslandskonto im Gegensatz zum deutschen Glaskasten ist geringere Transparenz (keine Bafin/SchuFa usw.), was es fuer Behoerden, Gerichtsvollzieher und Glaeubiger schwieriger macht, Konten und insbesondere deren Bewegungen aufzuspueren. Insbesondere wenn da Finanzdienstleister mit eingebunden sind, kann man schon von "loose regulations" profitieren (Transferwise "verzichtet" z.b. auf ID/Address check, wenn vom einen Konto im eigenen Namen die Transaktion bezahlt wird, bis zu 15.000 Euro).

    Und die meisten Schuldner duerfte eh nur eine Portokasse/digitale Keksdose auf solchen Konten haben.

    Und natuerlich gibt es legale Wege, "Vermoegen beiseite zu schaffen", z.B. unter dem Titel Altersvorsorge. Rechtsanwaelte in London und Luxemburg beraten hier gerne - Vermoegens - Insolvenz - und Steueroptimiert. Alles 100% legal, nennt man auch "Schlupfloecher finden".

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