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Thema: Problem beim Verstehen der Entschuldung / Inso Verfahren

  1. #11
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    Klingt für mich wie ein ganz normaler Mustertext einer Mandanten-/Klientenvereinbarung.

    Ganz abgesehen davon, kann ein Insolvenzeröffnungsantrag auch bei einer Entschuldung ohne Insolvenzverfahren Sinn machen. Aber das würde hier jetzt zu weit führen.

    Da hier keiner wissen kann zu was für einem Menschen Du da gegangen bist weil den keiner kennt, kann man aus der Ferne nur folgendes sagen: Du wolltest nicht zur Caritas (warum auch immer) obwohl die nichts gekostet hätten sondern lieber zu einem der was kostet (warum auch immer). Da bist Du jetzt weil Du es Dir so ausgesucht hast.

    Ich arbeite für einen Sozialvervand (umsonst) und meine Vereinbarungen klingen (abgesehen vom Fehlen einer Honorarklausel natürlich) ähnlich. Die lasse ich auch Leute unterschreiben die ausdrücklich keine Insolvenzeröffnung wünschen.

    Aus Deinen genannten Informationen ergeben sich in meinen Augen also keine Rückschlusse auf eine möglicherweise unsachgemäße Vorgehensweise des kommerziellen Beraters.
    Geändert von Caffery (23.03.2018 um 17:56 Uhr)

  2. #12
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    @Caffery

    Ich wollte nicht zur Caritas weil die total überlastet sind hier, deshalb der Kostenpflichtige Berater, bei der Caritas hätte ich Wartezeiten bis zu einem viertel Jahr gehabt und die Zeit habe ich nicht.

    Dann erteile ich dem aber ein Mandat weil ich ja zahle, das heisst aber auch gerade weil ich bezahle, hat er in meinem Interesse zu Handeln, das was du hier erklärst ist die seit Jahren eingebürgerte
    friss oder stirb Mentalität.

    Du kommst in mein Lokal, erklärst mir du willst ein Schnitzel ohne Salz, ich stell dir ne Currywurscht hin und sage, mach ich immer so, das dir zu erklären würde zu weit führen, ich hätte aber gerne die
    15 Euro fürs Schnitzel, weil das hast du ja bestellt.
    Tut mir leid, aber dem kann ich mich beim besten willen nicht anschließen evtl bin ich da auch schon zu alt dafür.

    Wenn ich dort um eine Quittung betteln muss, Unterschriften leisten soll ohne zu Wissen wofür und Sachen gemacht werden die ich nicht will, wofür ich aber zahle dann hat das nichts mehr mit Transparenz zu
    tun, mag sein das du davon Ahnung hast, jedoch die meisten die vor dir sitzen wahrscheinlich nicht, deshalb würde ich das nicht immer für selbstverständlich nehmen. Und das find ich immer den besten Part,
    da bist du jetzt weil du es dir so ausgesucht hast das kannst du aber aus der Ferne beurteilen?

    Aus Deinen genannten Informationen ergeben sich in meinen Augen also keine Rückschlusse auf eine möglicherweise unsachgemäße Vorgehensweise des kommerziellen Beraters.
    Ganz abgesehen davon, kann ein Insolvenzeröffnungsantrag auch bei einer Entschuldung ohne Insolvenzverfahren Sinn machen.
    Ok. Das ist doch mal ne Ansage

    Gruß Sky

  3. #13
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    Zitat Zitat von Skyshine Beitrag anzeigen
    Du kommst in mein Lokal, erklärst mir du willst ein Schnitzel ohne Salz, ich stell dir ne Currywurscht hin und sage, mach ich immer so, das dir zu erklären würde zu weit führen, ich hätte aber gerne die
    15 Euro fürs Schnitzel, weil das hast du ja bestellt.
    Tut mir leid, aber dem kann ich mich beim besten willen nicht anschließen evtl bin ich da auch schon zu alt dafür.
    Das ist ein MUSTERtext den Du da unterschrieben hast. Wenn der Mensch nicht komplett einen am Brett hat, wird er nur Dinge tun die Du ausdrücklich wünschst - völlig unabhängig davon was in der Mustervereinbarung steht.

    Außerdem ist es überhaupt nicht möglich für Dich einen Insolvenzantrag in die Welt zu setzen ohne dass Du es mitbekommst nur weil Du so einen Mustertext unterschrieben hast.
    So ein Antrag ist ein seeehr auffälliger großer Haufen Zettel wo Du (und zwar nur Du) an zig Stellen unterschreiben musst.

    In dem Punkt kann ich Dich also beruhigen. Ob der Mensch allerdings "seriös" ist und anständige Arbeit macht kann Dir deswegen hier aber noch immer niemand versprechen.

    In meinen Dunstkreis gibt es alle extreme an kommerziellen Beratern. Vom absoluten Fachmann bis zur absoluten Vollkatastrophe. Besonders für den Laien ist es aber praktisch unmöglich den Unterscheid zu erkennen bevor man nicht deren Arbeit (kostenpflichtig) am eigenen Leib erfahren hat.
    Geändert von Caffery (23.03.2018 um 18:53 Uhr)

  4. #14
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    Hi,
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ich arbeite für einen Sozialvervand (umsonst)
    ehrenamtlich?

    @Skyshine:
    Der Berater ist nicht zufällig in Solingen?

    Gruß
    Ingo

  5. #15
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    ehrenamtlich?
    hrhr

    Soooo sozial bin ich dann doch wieder nicht. Ich arbeite für Geld
    Für meine geschätzten Ratsuchenden ist es umsonst - also im Sinne von "kostet nichts".

  6. #16
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    nein der ist nicht in Solingen^^

    @Caffery, genau darum gehts ja.

    Er hat mich genau den Insolvenzantrag aber schon unterschreiben lassen und zwar mit hier, hier und hier und da dort und hier und da und dort und hier müssen Sie noch unterschreiben.
    Die Angaben die ich gemacht habe eben, als ich das alles nochmal lesen wollte, verweigerte er dies aus Zeitgründen, keine Kopien von eben genau diesen Dokumenten.

    Das muss zwar immer noch nicht heißen das er was ""böses"" vorhat, jedoch ist das eben nicht unterstützt, auf Verlangen usw, es ist eben nicht das was im Vertrag steht.
    Dieser Vertrag sieht vor das ich das tue was ich für angemessen halte, und er mich in Beratender Funktion unterstützt. Und das sieht eben anders aus, jedenfalls meiner Meinung nach.
    Er soll ja nicht eine Entschuldung vornehmen alla ich hab hier 90 Euro im Monat und 100.000 Schulden, sondern eben nur in seiner Funktion als Berater prüfen, ob evtl verjährte Zinsen usw
    aus den Forderungen der Inkassos rausgerechnet wurden usw. dann bezahle ich komplett jeden, in diesem Fall sollte die Rangfolge schnuppe sein wenn jeder sein Geld bekommt.

    Ich habe auch keine Auskunft darüber verlangt ob der Seriös ist, genau deshalb wollte ich wissen ob das so in etwa korrekt ist um einen Anhaltspunkt zu haben.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Skyshine Beitrag anzeigen
    Er hat mich genau den Insolvenzantrag aber schon unterschreiben lassen und zwar mit hier, hier und hier und da dort und hier und da und dort und hier müssen Sie noch unterschreiben.
    Die Angaben die ich gemacht habe eben, als ich das alles nochmal lesen wollte, verweigerte er dies aus Zeitgründen, keine Kopien von eben genau diesen Dokumenten.
    *öhm*
    Das klingt bei Deiner Geschichte wirklich komisch...

    Ein solches Vorgehen würde (im Sinne Deiner Wünsche) nur dann Sinn machen wenn er einen gerichtlichen Schuldenbereinungsplan dürchführen wollte mit dem Ziel ablehnende Gläubiger mit Hilfe des Gerichts zu einer Zustimmung eines vorhergegangenen Einigungsversuch zu zwingen.
    Das würde natürlich voraussetzen, dass er zuvor ein Angebot an alle Gläubiger unterbreitet hat welches er optimaler Weise natürlich mit Dir hätte absprechen müssen um Dich dann über das Ergebnis und das weitere Vorgehen zu informieren.

    Du klingst bislang nicht so als ob davon etwas passiert wäre...

    Natürlich kann man sich ganz allgemein die Frage stellen warum Du überhaupt Dinge unterschreibst die Du eigentlich nicht möchtest. Aber das führt ja nun hier zu nichts mehr...
    Geändert von Caffery (23.03.2018 um 20:54 Uhr)

  8. #18
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    Wartezeiten von einem viertel Jahr sind ja nun nicht sonderlich lange.
    Das wolltest du nicht abwarten, durchaus verständlich.
    Du hättest auch einfach einen Anwalt beauftragen können, warum musste es denn unbedingt genau dieser Berater sein?

    Und warum unterschreibst du Dinge die du nicht verstehst, die du so nicht möchtest, oder von denen du annimmst das sie Teile enthalten die du nicht möchtest? Warum fragst du nicht dort nach, VOR der Unterschrift?
    Warum bezahlst du ohne Rechnung und bettelst um "Quittungen" ?

  9. #19
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    also ich habe nicht um die Quittung gebettelt musste Sie aber dennoch einfordern,

    es ist immer einfach Leute an den Pranger zu stellen, warum unterschreibt ihr denn einen Vertrag über ein Girokonto bei der Bank, genau weil ihr sonst keins kriegt,
    mal abgesehen das ein bekannter Leiter einer Bank ist, habt ihr die 7 Seiten AGB´s da gelesen? Ganz zu schweigen von 50-60 Seiten internen Vorschriften und AGB´s
    das Geldwäschegesetz von oben nach unten was übrigens auch euer Konto betrifft denn daraufhin rechtfertigt sich die Bank dann ja auch wenn Sie Meldungen ans Finanzamt
    macht. Gefällt euch das? MH evtl nicht aber unterschreiben tut ihrs auch.

    Übrigens soll das nicht ganz toll heißen das ich jemand von ner Bank kenne sondern genau dieses Kerle hat mir eben mal so im Gespräch gesagt, es ist garnicht möglich
    den Kunden sachlich richtig aufzuklären, obwohl man das müsste, denn dafür reicht die Zeit einfach nicht aus. Und ich schätze einfach so geht es den meisten Sachbearbeitern
    Beratern, Versicherungsmaklern usw.

    @Caffery

    Aber nein gerade dann ist das nicht komisch, im Gegenteil, dann ergibt das für mich schon eher Sinn, da er das wohl genau so machen möchte was ich zumindest am Anfang
    des Gesprächs so rausgehört habe. Er ist gerade ja in dem Part, Forderungen einholen, zurück rechnen und dann den Gläubigern ein Angebot zu erstellen.
    Dann einen Schuldenbereinigungsplan und denen eben ein Angebot zu unterbreiten und genau von sowas hat er gesprochen, deshalb braucht er das wegen einer Ersetzung
    bei nicht Zustimmung.

    Ich konnte das jetzt aber nur an deinen Ausführungen nachvollziehen, allerdings weiss ich immer noch nicht warum das dann in meinem Sinne ist^^
    Es scheint wohl einfach nur der Termin blöd gelaufen zu sein, wegen 100 mal Telefon usw gleichzeitig mich den Krams unterschreiben lassen, da sollt er zuhören, dort sollt er zuhören,
    aber vielen Dank das du mir das etwas Licht ins Dunkel gebracht hast

    Gruß Sky

  10. #20
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    Zitat Zitat von Skyshine Beitrag anzeigen
    Ich konnte das jetzt aber nur an deinen Ausführungen nachvollziehen, allerdings weiss ich immer noch nicht warum das dann in meinem Sinne ist^^
    Freut mich wenn ich etwas Licht ins Dunkel bringen konnte.

    Wenn ich anhand Deiner etwas ungelenken (sorry!) Informationen die Vorgehensweise des Beraters richtig ferninterpretiere (was natürlich schwierig ist bei den lückenhaften Infos) macht das alles durchaus Sinn - ich würde es wohl auch so machen. Haken tut es scheinbar eher daran, dass der Mann es nicht geschafft Dir verständlich genug zu erklären wie er vorgeht. Ich versuchs mal:

    Wenn jemand mit Deiner Prämisse zu mir kommt würde ich es vermutlich ähnlich machen. Du willst alle Gläubiger loswerden. Alles was rechtlich in Ordnung ist bezahlen, die ganzen Fantasiekosten nicht und nie mehr was von denen hören.

    Mal angenommen jemand hat 9 Inkassogläubger. Jeder hat seine Forderungen obligatorisch mit nicht erstattungsfähigem Spesenkäse aufgebläht. Dann könnte man entweder versuchen jedem dieser 9 klarzumachen, dass er unter anderem nicht erstattungsfähigen Käse von Dir fordert und den halt nicht bezahlen sondern nur den unstrittigen Teil. Das würde aber nicht nur ein sehr zäher Windmühlenkampf, sondern auch mit höchster Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass einige weiterhin was von Dir fordern würden da Inkassobuden in aller Regel nur sehr schwer dazu zu bekommen sind zuzugeben, dass Teile ihrer Forderungen an den Haaren herbeigezogen ist.

    Also ist es in der Regel weiser ihnen den Federhandschuh hinzuwerfen und einen "Vergleich" anzubieten (unter Ausschluss einer rechtspflciht natürlich) bei dem die angebotene Summe z.b. in etwa der rechtlich unstrittigen Forderungen entsprechen könnten. Meistens sagen die Buden da ja - ohne implizit zugeben zu müssen, dass sie teilweise Müll von Dir gefordert haben.

    Da es aber auch ein paar Inkassobuden gibt die selbst darauf nicht anspringen ist es meistens nötig diese dann noch durch eine gerichtliche Zustimmungsersetzung via gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan zu ihrem Glück zu zwingen. Für sowas muss man eben einen Insolvenzantrag ausfüllen und einreichen. Das Verfahren wird aber nicht eröffnet wenn der Plan funktioniert. Da Gerichte nur dann Schuldenbereinigungspläne durchführen wenn die Chance gegen 100 geht, dass sie Erfolg haben stehen die Chancen entsprechend gut.

    Auf diese Weise hättest Du was Du wolltest - eine rechtlich saubere Entschuldung bei der die Chance extrem hoch ist von den Gläubigern die an der Veranstaltung teilgenommen haben nie wieder etwas zu hören.
    Geändert von Caffery (24.03.2018 um 08:51 Uhr)

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