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Thema: Restschuldbefreiung 35% Quote??? Honorar InsoV total abgehoben

  1. #21
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    Zitat Zitat von Fischler Beitrag anzeigen
    Sind die Banken und Co den so gut abgesichert gegen den Ausfall von Rückzahlungen von Krediten?
    Den jeder normal denkende Mensch nimmt doch lieber 60% von Summe X wie 10%
    Was heisst denn abgesichert? Ich behaupte mal, dass solche Ausfälle einfach in die Angebote einkalkuliert und andere Kunden das einfach mit zahlen werden.

  2. #22
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    Ums auch hier nochmal zu sagen:

    Ich kann den Frust des TE gut verstehen und ich halte die aktuelle Vergütungsregelung an dieser Stelle auch für alle Beteiligten für suboptimal.

    Die hier oft genannten Abschläge auf die Vergütung bei Verfahren in denen bis auf Einkommen nichts verwertet wurde habe ich in der Praxis noch nie gesehen - obschon Gerichte die Berechnungen ja eigentlich daraufhin prüfen sollten. Obwohl ich schon relativ häufig Leute mit hohen pfändbaren Bezügen und ohne pfändbares Vermögen hatte - deren Verfahren alles andere als selten deutlich länger geöffnet waren als gewöhnlich.

    Ich will aber hier auch kein weiteres Salz in die Hühneraugen streuen und werde - wie Olaf schon sagte - in der Praxis auch nicht müde den Leute ihre schönen "3-Jahres-Träume" (mit denen nicht wenige bei mir einrücken) vorbeugend intensiv madig zu rechnen.

    Unterm Strich bleibe ich aber dabei: Eine Regelung die das laufende Einkommen grundsätzlich von den 40% (-X) aus § 2 InsVV ausnimmt und dafür bspw. sofort § 14 InsVV herangezogen wird wäre aus meiner Sicht nicht nur logisch sondern würde auch alle dahingehenden Diskussionen beenden. Wie auch die Verwalter von "Verschwörungstheorien" befreien- und solche die sowas überhaupt verspüren auch von Zeitdruck.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    ...Die hier oft genannten Abschläge auf die Vergütung bei Verfahren in denen bis auf Einkommen nichts verwertet wurde habe ich in der Praxis noch nie gesehen - obschon Gerichte die Berechnungen ja eigentlich daraufhin prüfen sollten. Obwohl ich schon relativ häufig Leute mit hohen pfändbaren Bezügen und ohne pfändbares Vermögen hatte - deren Verfahren alles andere als selten deutlich länger geöffnet waren als gewöhnlich...
    Man muss dazu sagen, dass es bisher auch letztlich egal war. Die Gläubiger interessiert es aus verschiedensten GRünden nicht und für den Schuldner war es ja meist egal. Der Punkt wird erst jetzt interessant werden. Und dazu müssen die Schuldner auch einfach mal Einwendungen gegen die Festsetzung erheben. Und sollte dann die Regelvergütung festsetzen, sollte man auch mal sofortige Beschwerde erheben. Denn der BGH hat ja eindeutige Abschlagskriterien definiert: schriftliches Verfahren, wenige Forderungsanmeldungen, keine Verwertungen ausser Einnahme von pfändbaren Beträgen. Wenn dann keine anderen "Erschwernisse" vorhanden sind, muss ein Abschlag gemacht werden. Die Höhe ist dann natürlich eine andere Sache. Hier in diesem Fall wird es schwierig. Denn damit er die 35% schafft, müsste ja die Vergütung auf 50% heruntergekürzt werden. Das halte ich dann wiederum für unrealistisch.

  4. #24
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    Das Haus wurde schon vor zwei Jahren versteigert. Nein der Typ trödelt rum. Angeblich fehlte noch die endgültige Forderung einer Bank, nach der Versteigerung. Aber der schreibt jemanden an, setzt eine Frist und wenn diese nicht eingehalten wird, passiert nichts. Dann schreibt er nach einem Jahr nochmal. In der Zwischenzeit kümmert er sich gar nicht.

  5. #25
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    Und nein, ich bin am Ende nicht besser gestellt. Denn die anfängliche Forderung betrug nur 35000€. Leider wollten die Gläubiger nicht mit mir verhandeln. Ich bot eine geringere Raten Zahlung an, aber gingen nicht darauf ein. Ich bot auch an meine Hypothek weiter zu bedienen. Umschulden wollte die Bank auch nicht. Ich hätte die gesamten Schulden, welche eigentlich die Schulden meiner ex waren, auch bezahlt, halt nur langsamer. So kam es wie es kommen musste, Versteigerung mit Verlust und Steigerung der gesamt Schuld auf 95000€. Also nein, ich stehe mit der Insolvenz nicht besser da. Es wäre halt für mich und meine Familie schön wenn wir wieder etwas Lebensqualität dazu gewinnen könnten. Ich meine wir können uns seit Jahren nicht mal einen Urlaub leisten und der IV verdient an mir 25000€.

  6. #26
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    Ich bin zumindest seelisch ganz bei Dir. Leider wird es Die nicht helfen. Ich finde die Meinung von manchen Leuten, die selbst nichtmal in die Nähe der 35% sind oder waren auch nicht so toll. Dafür das der arme IV ja sonst nix bekommt, musst halt Du jetzt bluten.

  7. #27
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Ich bin zumindest seelisch ganz bei Dir. Leider wird es Die nicht helfen. Ich finde die Meinung von manchen Leuten, die selbst nichtmal in die Nähe der 35% sind oder waren auch nicht so toll. Dafür das der arme IV ja sonst nix bekommt, musst halt Du jetzt bluten.
    Das ist eben die Kehrseite der Solidargemeinschaft ... es ist ein Geben und ein Nehmen auch in der Pi ... man bezahlt für andere mit.

    @TE:

    Ich bin ziemlich baff, wenn ich lese, dass von Deinem Gehalt in 36 Monaten 48.000€ gepfändet wurden, obwohl Du offensichtlich Unterhaltspflichten hast und die Kinder sogar bei Dir leben.

    Abgesehen davon, geht es in der Inso ja nicht darum "zu sparen" und sowenig wie möglich zurück zu zahlen, sondern dass zurück zu zahlen, was unter den gesetzlichen Bestimmungen geht ... und wenn einer "nichts hat", dann hat er eben eine Quote von 0% und ein anderer, der eigentlich gut verdient, zahlt eben 75% zurück.

    Die 3 Jahre sind eine Option und wenn Dir etwas nicht koscher vorkommt, dann erkundigst Dich freundlich bei Gericht oder legst Beschwerde gegen die Rechnungslegung ein.

    Mit Emotionen bist Du in dieser Phase ganz schlecht bedient.

    P.S: Frau und Kind können nach Jahren dieses Jahr das erste Mal in Urlaub fahren (4 Tage) dank PI, weil wir nicht nur Löcher stopfen müssen. So kann es auch gehen.
    Geändert von RubyGloom (14.03.2018 um 20:58 Uhr)

  8. #28
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    Zitat Zitat von benj3001 Beitrag anzeigen
    Das Haus wurde schon vor zwei Jahren versteigert. Nein der Typ trödelt rum. Angeblich fehlte noch die endgültige Forderung einer Bank, nach der Versteigerung. Aber der schreibt jemanden an, setzt eine Frist und wenn diese nicht eingehalten wird, passiert nichts. Dann schreibt er nach einem Jahr nochmal. In der Zwischenzeit kümmert er sich gar nicht.
    Das ist tatsächlich häufiger so, dass die Banken bei der Abrechnung ihres Absonderungsrechtes sehr zeitverzögert vorgehen. Mit Frist setzen ist es in solchen Fällen nicht getan, denn bei Absonderungsrechten hat der Verwalter ganz andere Pflichten als in einem normalen Forderungsfall. Das kann man nicht vergleichen. Allerdings sind zwei Jahre wirklich viel. Sachlich gesehen, wird es für Sie schwierig. Wie gesagt, um die 35% zu schaffen, müssten Sie in ihrem konkreten Fall die Vergütung auf 50% der Regelvergütung drücken. Das halte ich für nicht realistisch.

    Ihnen bleibt aus meiner Sicht vielleicht noch ein Weg: Sie müssen zum Vergütungsantrag Stellung nehmen und das Gericht von einem möglichst hohen Abschlag überzeugen. Das sollten Sie nicht emotional (der Verwalter ist faul doof und will nur mein Geld), sondern sachlich (Verfahren war viel einfacher als ein "normales", nur wenige Gläubiger, nur schriftlich, nur Einnahme von pfändbaren Lohnanteilen). Vielleicht haben Sie Glück und das Gericht drückt die Vergütung. Nach Festsetzung wissen Sie dann, welche Differenz Sie noch ausgleichen müssen. Diese könnten Sie dann zusätzlich einzahlen. Da Sie anscheinend hohe pfändbare Beträge, könnten Sie möglicherweise im Verwandten oder Freundeskreis ein Darlehen aufnehmen. Das alles dürfte dann günstiger für Sie sein, als weitere zwei Jahre die pfändbaren Beträge abzutreten.

  9. #29
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    Zitat Zitat von benj3001 Beitrag anzeigen
    Und nein, ich bin am Ende nicht besser gestellt. Denn die anfängliche Forderung betrug nur 35000€. Leider wollten die Gläubiger nicht mit mir verhandeln. Ich bot eine geringere Raten Zahlung an, aber gingen nicht darauf ein. Ich bot auch an meine Hypothek weiter zu bedienen. Umschulden wollte die Bank auch nicht. Ich hätte die gesamten Schulden, welche eigentlich die Schulden meiner ex waren, auch bezahlt, halt nur langsamer. So kam es wie es kommen musste, Versteigerung mit Verlust und Steigerung der gesamt Schuld auf 95000€. Also nein, ich stehe mit der Insolvenz nicht besser da. Es wäre halt für mich und meine Familie schön wenn wir wieder etwas Lebensqualität dazu gewinnen könnten. Ich meine wir können uns seit Jahren nicht mal einen Urlaub leisten und der IV verdient an mir 25000€.
    Wenn ich es richtig verstehe, müsstest du ohne Insolvenz die kompletten 95.000,- bezahlen...? Insofern ist das Verfahren doch immer noch sinnvoll für dich!

    Und auch ein anderer Stelle eine Anregung zum Perspektivwechsel: Die Verfahrenskosten gehen letztlich komplett zu Lasten der Gläubiger, die ja entsprechend weniger von deinem pfändbaren Einkommen vom Verwalter erhalten. Nur durch die relativ neue 35%-Regelung fühlt es sich nun für dich wie ein Verlust an. Immerhin profitierst du ja noch von der Verkürzung auf 5 Jahre.

    Ich schreibe das, weil es einfach Situationen gibt, in denen man die äußeren Umstände nicht wesentlich beeinflussen kann, sondern nur noch den eigenen Umgang mit der Situation. Es ist diese alte Glas-halbvoll-oder-halbleer-Geschichte.

  10. #30
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    ich glaube dass du dir selber keinen Gefallen tust mit diesem dauernden "hätte wäre würde"

    Ja, wenn du nicht für die Ex unterschrieben hättest... wenn sich die Gläubiger auf geringere Raten eingelassen hätten... wenn die Bank dieses und jenes... wenn jetzt der und der...
    Ist aber nicht so

    Du kannst natürlich die Höhe der Vergütung jetzt überprüfen lassen, ob das Aussicht auf Erfolg hat kann dir niemand sagen. Ich denke ja eher nicht.

    Du wirst wirklich wesentlich besser leben wenn du Dinge die du nicht mehr ändern kannst einfach akzeptierst und nach vorne blickst. Und dein Leben so lebst wie es jetzt ist und das Beste draus machst und nicht immer wieder grübelst was gewesen wäre wenn

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