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Thema: Restschuldbefreiung 35% Quote??? Honorar InsoV total abgehoben

  1. #11
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    Nee, das wäre nicht fair.

  2. #12
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht
    Wenn keine Masse vorhanden ist, dann gibt es nur die Mindestvergütung von 1000€ für >10 Gläubiger

    https://www.gesetze-im-internet.de/i...220500998.html

    Dass Masse generiert wird, und vor allem hohe pfändbare Anteil des Arbeitseinkommens abzuführen sind, ist laut diversen Zeitungsartikeln eher die Ausnahme.

    Mir ist es relativ egal, wer die Kohle kassiert. Ich habe einen ordentlichen Schuldenbereinigungsplan den Gläuigern vorgelegt, die diesen abgelehnt haben.
    Durch Gerichtskosten und Iv-Kosten bekommen die Gläubiger vorraussichtlich nun nur ca. 40% des Schuldenbereinigungsplans und nur 25% ihrer Ursprungsforderung.

    Man muss sich mMn in dem Moment, wo man in die PI geht, von allen moralischen Bedenken verabschieden. Ob man Mist gebaut hat, blauäugig war oder sich über sich selber ärgert, seine Verbindlichkeiten, nicht bedienen zu können, muss in diesem Moment egal sein ... laut neuster Statistik ist der Prozentsatz einstellig, derer die die PI in 3 Jahren "schaffen".

    Macht Euch frei, von diesen, das ist unfair Gedanken ... sortiert Euch neu und blickt nach vorne.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    sorry, Du hast natürlich vollkommen recht und Dir war es auch schnuppe wer die Kohle einkassiert. Und ich finde das der IV sich die 24.000 Euro richtig verdient hat. Soll der Schuldner doch 2 Jahre weiter zahlen, wen interessiert das schon. Dich jedenfalls eher nicht.
    Oh, mich hat es interessiert. In meinem Verfahren lief es ähnlich. Letztendlich haben die Gläubiger fast 60% Quote abgelehnt, um am Ende 8% zu erhalten und den Rest hat sich der IV (abzüglich der Gerichtskosten) gekrallt, nachdem er mein Verfahren jahrelang offen gehalten hat. Und? Ändert es irgendetwas? Nochmal: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf 3 Jahre Verfahren. Ohne das Verfahren würde der Schuldner noch sehr viel länger zahlen. Es ist vollkommen unerheblich, ob das fair oder unfair ist. Es IST so.

  4. #14
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    Ja, das verstehe ich schon. Ich habe nur die 100€ im Jahr nicht verstanden. Denn die Rechnung kannte ich noch nicht.

  5. #15
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Das Gesetz steht evtl. auf der Seite des IV.

    Es ist für mich aber schon ein starkes Stück. Mir kommt echt die Galle hoch wenn ich sowas lese. Da liegt einer auf dem Boden und andere machen ein Geschäft draus. Oh je, armes Deutschland. Irgendwas stinkt hier zum Himmel.
    Die emotionale Entrüstung ist fehl am Platz. Die Vergütungsregeln sind gesetzlich festgelegt, unterliegen der gerichtlichen Kontrolle und sollten (eigentlich) keine Überraschung sein.

    Die Entrüstung über die Höhe der Verwaltervergütungen ist allerdings nicht neu. Früher wurde sie aber nur von den Gläubigern geäußert, die zusehen müssen, wie ein Großteil des Schuldnervermögens im Insolvenzverfahren hängen bleibt und nicht verteilt wird.

    Ich gebe zu bedenken, dass die Insolvenzverwalter am Großteil der Verfahren gar nichts verdienen und froh sind, wenn sie nicht noch zu viel aus der eigenen Tasche draufzahlen müssen. Bei Verfahren ohne Insolvenzmasse ist die Mindestvergütung nämlich überhaupt nicht attraktiv und viele Verwalter würden diese "Nullverfahren" liebend gern ablehnen. In all diesen Fällen steht das Gesetz keinesfalls auf der Seite des IV. Er muss auch diese Fälle schlucken, wenn er als IV tätig sein will.

    Im Zivilrecht ist die Höhe der Kosten (Anwaltskosten / Gerichtskosten) immer abhängig vom "Streitwert", unabhängig vom Arbeitsaufwand. Ein Anwalt, der für eine Forderung von 100.000,- € einen Brief schreibt, hat einen wesentlich höheren Vergütungsanspruch, als wenn er den gleichen Brief für eine Forderung von 100,- € schreibt. Ist das gerecht? Wenn man länger drüber nachdenkt, wird man feststellen, dass dieses Prinzip vom Grundsatz her tatsächlich ziemlich sinnvoll ist.

  6. #16
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    Lass mal rechnen:
    95000€ - bereits gepfändeten 38000€ - voraussichtlich zu pfändenden 40000€ = 17000€, die du durch die Insolvenz weniger bezahlen musst.
    Ich wäre recht froh - denn das ist ein Betrag für die manch einer überhaupt in die Insolvenz geht.

    Ja, es ist ärgerlich die 35%-Quote nicht zu schaffen - dennoch bist du am Ende immer noch besser gestellt als ohne Insolvenz. Und du hast keine Schulden mehr!
    Es gibt Verfahren, da zahlen Schuldner mehr als sie ursprünglich an Schulden hatten - DAS finde ich ärgerlich, aber so will es das Gesetz.
    Und meistens geht man freiwillig in die Insolvenz, wenn es kein Fremdantrag war.

  7. #17
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    Mich würde die aufgemachte Rechnung des IV interessieren. Ich zweifele die gemachte Angabe von 24300 € Honorar an.
    Oder ist dies nur eine Rechnung die der TE selbst ohne genaue Kenntnis des Vergütungsrechts erstellt hat?
    Sollte die Abrechnung vorliegen, dann ist es ja kein Problem diese hier anonymisiert hier einzustellen.
    Durch wen wurde die Zwangsversteigerung des Hauses betrieben und durchgeführt?

    Gruß
    Exberliner
    Lassen sich die Umstände nicht mehr ändern, dann sollte man die Einstellung zu Ihnen ändern.

    Wenn das Leben Dir Zitronen anbietet, frag nach Tequilla und Salz und ruf' mich an!

    Schuldnerzitat:"... teile ich mit, dass ich zur Abgabe der e.V. nicht erscheinen werde, denn ich besitze überhaupt nichts - nicht mal die Lust, den Termin wahrzunehmen."


    Im Übrigen ist dies keine Rechtsberatung im Sinne des § 1 RBerG, sondern nur das Mitteilen eigener leidvoller Erfahrungen.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Exberliner Beitrag anzeigen
    Mich würde die aufgemachte Rechnung des IV interessieren. Ich zweifele die gemachte Angabe von 24300 € Honorar an.
    Ist doch einfach:

    Berechnungswert § 1 InsVV 38.000,00 €

    40,00% aus 25.000,00 € =10.000,00 €
    25,00% aus weiteren 13.000,00 € = 3.250,00 €

    Zwischensumme 13.250,00 €

    Zuschlag 25% = 3.312,50 €

    Insgesamt 16.562,50

    Auslagen Zeitraum 01.06.15 - 01.03.2018 (angefangene 3 Jahre = 30% der Regelvergütung) = 3.975,00 €

    Plus Mehrwertsteuer = 3.902,13 €

    Macht summa summarum 24.439,63 €

  9. #19
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    wie oben schon erläutert wird wohl der einzige Ansatz der "Zuschlag" sein. Dazu müsste man natürlich wissen, was genau im Verfahren passiert ist.

    Denn zumindest theroretisch ging es auch umgekehrt, gerade bei "großer Masse" geringem Aufwand könnte man auch Abschläge auf die Vergütung vornehmen § 3 Abs2 d InsVV.

    Nur: das sind immer spezielle Einzelfallentscheidungen mit großem Interpretationsspielraum. Das sieht auch sicher jeder Rechtspfleger anders.

    Wenn aber "nichts" anderes passiert ist als Forderungsanmeldungen und Vereinnahmung der pfändbaren Beträge (das wissen wir aus dem Ausgangsbeitrag aber nicht, glaub ich), dann könnte man mal ganz lieb bei Gericht fragen, warum da noch ein Zuschlag festgesetzt wird.

    Bei der Ausgangslage hätte ich aber auch (wie Olaf schon schrieb) intensivst darauf hingewiesen, dass keinesfalls sicher mit der 35% Quote gerechnet werden kann! Und ja, es ist auch in Grenzen legitim, wenn ein IV ein solches Verfahren etwas länger offenhält als ein Nullverfahren. Und auch, dass dieser Anreiz besteht und im Zweifel mit längerer Laufzeit (und längerer 40%/25% Phase) zu rechnen ist, das kann man in solchen Fällen einkalkulieren.

  10. #20
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    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    Oh, mich hat es interessiert. In meinem Verfahren lief es ähnlich. Letztendlich haben die Gläubiger fast 60% Quote abgelehnt, um am Ende 8% zu erhalten und den Rest hat sich der IV (abzüglich der Gerichtskosten) gekrallt, nachdem er mein Verfahren jahrelang offen gehalten hat. Und? Ändert es irgendetwas? Nochmal: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf 3 Jahre Verfahren. Ohne das Verfahren würde der Schuldner noch sehr viel länger zahlen. Es ist vollkommen unerheblich, ob das fair oder unfair ist. Es IST so.
    Sorry für OT aber das ist eine Frage die mich immer wieder interessiert...

    Sind die Banken und Co den so gut abgesichert gegen den Ausfall von Rückzahlungen von Krediten?
    Den jeder normal denkende Mensch nimmt doch lieber 60% von Summe X wie 10%

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