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Thema: ALG I in Wohlverhaltensphase

  1. #1
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    1

    Standard ALG I in Wohlverhaltensphase

    Hallo,

    Ich bin frei beruflicher Schauspieler und befinde mich im 2. Jahr der Wohlverhaltensphase. Auf Grund meines Berufes, habe ich nur bedingt Angestelltenverhältnisse und arbeite somit weitgehend freiberuflich. Allerdings bin ich nun ALG I berechtigt, welches ich auch in Anspruch nehmen möchte. Nun zu meiner Frage:
    Wie ist der Ablauf, wenn ich in der Wohlverhaltensphase ALG I beantrage?
    Wird das Arbeitsamt den Treuhänder hier umgehend benachrichtigen? Und im Falle eines weiteren Engagemants auf Angestelltenverhältnis, den zukunftigen Arbeitgeber, über meine Insolvenz und Wohlverhaltensphase benachrichtigen oder obliegt dies meiner Verantwortung? Da diese Mitteilung an den Treuhänder bei freiberuflichen (nicht sozialversicherungspflichtigen) Engagements, nicht gegeben ist!?

    Danke im Voraus!

    LG
    Actor

  2. #2
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    727

    Standard

    Es ist nicht der Job des Arbeitsamtes deinen TH zu benachrichtigen. Das musst du schon selber machen. Und auch das Insolvenzgericht ist zu benachrichtigen. Und zwar umgehend, wenn sich Adresse und Einkommen ändern.

    In einem Fall wie bei dir, wo Engagements möglicherweise nicht so lange dauern wie bei anderen Arbeinehmern, käme auf den TH zu, bei jedem Wechsel dem neuen AG die Abtretung anzuzeigen und vom AG zu verlangen, pfändbare Beträge an ihn auszukehren. Wenn er dazu die nicht die große Lust hat, lässt er sich vielleicht auf den Deal ein, dass du direkt mit ihm abrechnest und die fälligen Beträge selber abführst .

    Das setzt natürlich voraus, dass du meinen Vorurteilen hinsichtlich der buchhalterischen Disziplin bei Schauspielern nicht nahe kommst .

    Fallen denn bei festangestellten Schauspielern überhaupt pfändbare Beträge an? Was ich so in den letzten Jahren gehört habe, sind Schauspieler doch eher Kandidaten für ein Jahreabo bei den örtlichen Tafeln.

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von Actor Beitrag anzeigen
    Wird das Arbeitsamt den Treuhänder hier umgehend benachrichtigen? Und im Falle eines weiteren Engagemants auf Angestelltenverhältnis, den zukunftigen Arbeitgeber, über meine Insolvenz und Wohlverhaltensphase benachrichtigen oder obliegt dies meiner Verantwortung? Da diese Mitteilung an den Treuhänder bei freiberuflichen (nicht sozialversicherungspflichtigen) Engagements, nicht gegeben ist!?
    Es ist wirklich nicht böse gemeint aber ich bin wirklich häufig (so auch jetzt) überrascht, wie man derart dünn informiert im Verfahren sein kann - und es auch schon so weit geschafft hat.
    Ich lege dringend die sehr aufmerksame Lektüre von § 295 InsO nahe und zitiere mal zu Deiner konkreten Fragenstellung daraus:

    § 295 InsO

    Obliegenheiten des Schuldners

    (1) Dem Schuldner obliegt es, in dem Zeitraum zwischen Beendigung des Insolvenzverfahrens und dem Ende der Abtretungsfrist

    3. jeden Wechsel (...) der Beschäftigungsstelle unverzüglich dem Insolvenzgericht und dem Treuhänder anzuzeigen, keine von der Abtretungserklärung erfaßten Bezüge (...) zu verheimlichen(...).

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