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Thema: Schuldnerberatung nicht erreichbar, wie verhalten

  1. #11
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    unsere Vergütung in 7C eingetragen
    hmmm... mal so aus Interesse: Was hat eure Vergütungsregelung dort zu suchen? Warum sollte sich ein Gläubiger oder das Gericht dafür interessieren welche Vergütung ihr bekommt? Oder ist das mehr so als "Duftmarke" gemeint, damit der Ratsuchende es bloß nicht vergisst und es quasi als "offiziellen Teil des Entschuldungsdeals" wähnt?

    Ansonsten macht das natürlich in sehr wenigen Einzelfällen auf jeden Fall Sinn. Wenn ein RS mit schwankendem Einkommen 5-6 Jahre einen flexiblen Plan monatlich via Quote an 38 Gläubiger überweisen soll, kann man da schonmal zu Hand gehen und für den Aufriss auch mit karitativem Heiligenschein ohne schlechtes Gewissen ein Salär verlangen.

    Aber wie Du schon sagtest: Mit dem Fall hier hat das nichts zu tun - hier gabs nichtmal ein 7C.

  2. #12
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    Hi,
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    hmmm... mal so aus Interesse: Was hat eure Vergütungsregelung dort zu suchen? Warum sollte sich ein Gläubiger oder das Gericht dafür interessieren welche Vergütung ihr bekommt?
    da wir in diesen Fällen als Treuhänder fungieren muss in den ergänzenden Regelungen aufgenommen werden, dass wir zum einen halbjährlich auskehren und zum anderen analog § 14 InsVV unsere Vergütung der Masse entnehmen. Für die Klienten ist es nur von Vorteil, wenn wir die Zahlungen abwickeln evtl. Nachfragen der Gläubiger beantworten.

    Gruß
    Ingo

  3. #13
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    Achso...

    Ich war jetzt gedanklich beim Schuldenbereinigungsplan und nicht im Insolvenzverfahren.

    Das ist aber auch spannend.

  4. #14
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    Hi,
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ich war jetzt gedanklich beim Schuldenbereinigungsplan
    da lagst Du schon richtig.

    Gruß
    Ingo

  5. #15
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    da lagst Du schon richtig.
    Der Begriff "Masse" hatte mich verwirrt. Aber klar - wie sollte sowas auch im Verfahren funktionieren.

    Wie auch immer. Ich beginne das Konzept zu verstehen.

    Ich habe vom Vorgänger auf meiner Stelle vor einigen Jahren einen Fall "geerbt" in dem ich (damals noch 3,5 Jahre) monatlich ein schwankendes Gehalt per Quote an 38 Gläubiger verteilen sollte. Natürlich ohne Vergütung, ohne "Topf", ohne 6-Monats-Regelung und ohne offiziellen Auftrag. Einfach nur in dem offensichtlichen Wissen, dass die betreffende Person selber das niemals hinbekommen hätte. Ein Alptraum...

    Ich habe mir damals geschworen ähnliches in Zukunft quasi um jeden Preis zu vermeiden.

  6. #16
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    in einigen Fällen sind wir und unsere Vergütung in 7C eingetragen und übernehmen auch die Verteilung. Das ist im Einzelfall auch durchaus nicht sinnlos.
    Im hier vorliegenden Fall liegt das aber vermutlich leider ganz anders.
    Ja im Einzelfall mag das sinnvoll sein, dass Zahlungen über die Beratungsstelle abgewickelt werden.

    Im konkreten Fall scheint der TE aber an eine dieser relativ nutzlosen gewerblichen Beratungsstellen geraten zu sein, die keine Zulassung haben, sondern für die eigentliche Tätigkeit lediglich an einen Anwalt vermitteln und für das überflüssige Weiterleiten von Unterlagen und Raten noch ein monatliches Honorar verlangen.

    Immerhin scheint beim TE ja eine Einigung über einen Plan zustande gekommen zu sein, was ja keinesfalls die Regel ist.

    Lieber Anhau84: Für die Ratenzahlung brauchst du jedenfalls keine andere Beratungsstelle. Falls dir "deine Beratungsstelle" wegen der Unerreichbarkeit zu unheimlich geworden ist, kannst du ggf. auch selbst die Raten direkt an deine Gläubiger zahlen.

    Vermutlich hast du aber einen Vertrag mit dieser Beratungsstelle. Ob der rechtswirksam ist und/oder einfach von dir gekündigt werden kann oder ob du trotzdem der Beratungsstelle das weitere Honorar schulden wirst, kann ich dir natürlich nicht sagen.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ich habe vom Vorgänger auf meiner Stelle vor einigen Jahren einen Fall "geerbt" in dem ich (damals noch 3,5 Jahre) monatlich ein schwankendes Gehalt per Quote an 38 Gläubiger verteilen sollte. Natürlich ohne Vergütung, ohne "Topf", ohne 6-Monats-Regelung und ohne offiziellen Auftrag. Einfach nur in dem offensichtlichen Wissen, dass die betreffende Person selber das niemals hinbekommen hätte. Ein Alptraum...

    Ich habe mir damals geschworen ähnliches in Zukunft quasi um jeden Preis zu vermeiden.
    Ja, sowas ist grausam. Möglichst noch mit monatlicher Berechnung des pfändbaren Einkommens mit einer unübersichtlichen Gehaltsabrechnung... Auf so was würde sich auch keine der gewerblichen Beratungsstellen einlassen, da wird m.E. immer eine monatliche feste Rate vereinbart.

    Da in unserem Bundesland die öffentlich geförderten Beratungsstelle keine Honorare vereinnahmen dürfen, handhaben einige Beratungsstellen das so, dass ein externer Treuhänder (einer der hier ohnehin tätigen Insolvenzverwalter) für die Abwicklung der Zahlungen eingesetzt wird mit Vergütung nach InsVV.

    Da auch bei vielen Gläubigern die Pläne mit flexiblen Raten äußerst unbeliebt sind, werden bei uns bei aussichtsreichen Fällen auch tendenziell eher Festraten angeboten.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Da auch bei vielen Gläubigern die Pläne mit flexiblen Raten äußerst unbeliebt sind, werden bei uns bei aussichtsreichen Fällen auch tendenziell eher Festraten angeboten.
    Ich mache im Prinzip auch nie etwas anderes. In aller Regel wird aufgerundet - bzw. bei schwankendem Einkommen optimistische Jahresmittelwerte gebildet und daraus eine feste Rate festgelegt.
    Dann gibt es noch eine Anpassungsklausel für den Fall, dass das tatsächliche pfändbare Einkommen den aufgerundeten Festbetrag übersteigt oder aber das pfändbare Einkommen signifikant sinkt.
    Den Gläubigern wird selbstverständlich die Möglichkeit gegeben die Abrechnungen bei Bedarf zu überprüfen (macht fast nie einer).
    Geändert von Caffery (12.03.2018 um 09:45 Uhr)

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