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Thema: Drittschuldnererklärung

  1. #1
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    Standard Drittschuldnererklärung

    Hallo zusammen!
    Folgendes Problem. Ich habe für das Konto meiner Mutter aus altersbedingten Gründen eine Vollmacht. Es gehen dort keine Gelder von mir ein.
    Gestern stand nun der Gerichtsvollzieher bei ihr und will das Konto als Drittschuldner pfänden. Er sagte mir telefonisch, dass meine Mutter binnen 2 Wochen eine Erklärung abgeben muß.

    Verständlicherweise wird meine Mutter widersprechen. Aber was muß in der Eklärung nun genau stehen? Ich habe gelesen man muß nichts begründen.

    Vielen Dank schon mal für eure Infos!

  2. #2
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    Das klingt nicht nach einer klassischen Drittschuldnererklärung. Diese gibt derjenige gegenüber dem Gläubiger ab, gegen den der Schuldner eine Forderung hat (z.B. ist die Bank Drittschuldnerin bei der Pfändung von Bankguthaben und der Arbeitgeber Drittschuldner bei der Pfändung von Arbeitseinkommen). Mir erschließt sich bei dem o.g. Sachverhalt nicht, wo Du Drittschuldner sein solltest.

  3. #3
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    Das Konto deiner Mutter kann nicht wegen deiner Schulden gepfändet werden, wenn du nur Vollmacht hast und kein Kontoinhaber bist.

    Es wird sich vermutlich um eine Pfändung von vermuteten Ansprüchen von dir gegen deine Mutter handeln. Einige Schuldner kommen auf die (sehr schlechte!) Idee, für eigene Geldeingänge das Konto eines anderen zu nutzen. Man nennt dies "Kontoleihe".

    Der Gläubiger vermutet wohl, dass du das Konto deiner Mutter entsprechend nutzt und dass das der Grund für die Vollmacht ist. Wenn es so wäre, müsste deine Mutter nun deine Einkünfte komplett an den Gläubiger rausrücken.

    In den Pfändungsunterlagen sind die zu beantwortenden Fragen der "Drittschuldnererklärung" (§ 840 ZPO) normalerweise enthalten.

    Die Pfändung selbst dürfte vermutlich zulässig sein. Wenn deine Mutter kein Geld von dir verwaltet oder auf dem Konto hat, geht die Pfändung halt "ins Leere" und sie muss dem Gläubiger nichts auszahlen. Die Drittschuldnererklärung muss sie allerdings trotzdem abgeben.

  4. #4
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    Zitat Zitat von butyler Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen!
    Folgendes Problem. Ich habe für das Konto meiner Mutter aus altersbedingten Gründen eine Vollmacht. Es gehen dort keine Gelder von mir ein.
    Gestern stand nun der Gerichtsvollzieher bei ihr und will das Konto als Drittschuldner pfänden. Er sagte mir telefonisch, dass meine Mutter binnen 2 Wochen eine Erklärung abgeben muß.

    Verständlicherweise wird meine Mutter widersprechen. Aber was muß in der Eklärung nun genau stehen? Ich habe gelesen man muß nichts begründen.

    Vielen Dank schon mal für eure Infos!
    Wie spassinnebacken bereits geschrieben hat, ist das nicht verständlich.

    Wer hat Schulden? Du oder Deine Mutter?

    Wenn er das Konto pfänden will, ist die Bank Drittschuldner.

    Wenn Deine Mutter eine Drittschuldnererklärung abgeben soll, müsste ihr ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zugestellt werden. Darin steht, wer Schuldner ist und der Anspruch des Schuldners gegen den Drittschuldner, der gepfändet werden soll. Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss ist mit der Zustellungsurkunde des Gerichtsvollziehers, der die Pfändung zustellt verbunden. Darin steht dann, welche Fragen beantwortet werden müssen. (s. § 840 ZPO)

  5. #5
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    Noch mal zur Aufklärung. Ja, ich habe Schulden und nein, es geht kein Geld von mir über das Konto meiner Mutter. Der GV sagte ebenfalls, dass man wohl vermutet das Geld von mir über dieses Konto läuft, was allerdings nicht passiert. Und ja, ihr wurde gestern der Pfändungsüberweisungsbeschluss zugestellt. Was muß meine Mutter nun in die Erklärung schreiben? Und sorry, das Konto wurde nicht gepfändet. Habe ich falsch verstanden.
    Geändert von butyler (09.03.2018 um 12:52 Uhr)

  6. #6
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    Zitat Zitat von butyler Beitrag anzeigen
    Noch mal zur Aufklärung. Ja, ich habe Schulden und nein, es geht kein Geld von mir über das Konto meiner Mutter. Der GV sagte ebenfalls, dass man wohl vermutet das Geld von mir über dieses Konto läuft, was allerdings nicht passiert. Was muß meine Mutter nun in die Erklärung schreiben?
    Zu § 840 Abs. 1 Nr. 1:

    "Die Forderung wird nicht anerkannt."

    Wie Du oben selbst geschrieben hast, muss man nichts begründen.

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