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Thema: Zweite Ausbildung in der Wohlverhaltensphase

  1. #11
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    Zitat Zitat von Daukind Beitrag anzeigen
    Niemand zwingt Dich eine Insolvenz anzumelden. Ganz im Gegenteil hätten wir alle natürlich das Interesse, dass Du deine Schulden bezahlst.

    Kann ja schließlich auch niemand was dafür, dass Du es mit 28 Jahren zwar zu einem (beträchtlichen) Schuldenberg aber keinerlei Berufserfahrung gebracht hast....
    Einfühlsam wie ein Presslufthammer...

    Bin mir nicht sicher, ob ich bei deinem wir dabei sein möchte.

  2. #12
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    Inwiefern hast du Interesse dran? Auf dem Geld bleiben ja meine Gläubiger sitzen und werden nicht von der Staatskasse abgeführt, meines wissens nach.

    Diese Schulden trage ich schon ewig mit mir rum und ist zum großen Teil Zinsen und Berufserfahrung habe ich in anderen Branchen als Helfer. Verkäufer ist nunmal nicht das gelbe von Ei und jeder Ungelernte kann heutzutage nach Einarbeit in diesem Beruf arbeiten.

    Es ist nicht sehr nett von dir mich zu verurteilen, auch wenn ich alles selbstverschuldet habe.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Citral Beitrag anzeigen
    Es ist nicht sehr nett von dir mich zu verurteilen, auch wenn ich alles selbstverschuldet habe.
    Betrachte es als Belastungstest für dein Nervenkostüm. Anschreiben von Inkassobüros und Anwälten sind ähnlich formuliert...

  4. #14
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    Zitat Zitat von Citral Beitrag anzeigen
    Inwiefern hast du Interesse dran? Auf dem Geld bleiben ja meine Gläubiger sitzen
    Stimmt natürlich. Keiner deiner Gläubiger würde auch jemals auf die Idee kommen Forderungsausfälle zu kalkulieren und als Preisaufschläge seinen anderen Kunden, und damit u.a. mir, aufs Auge zu drücken.

    Verkäufer ist nunmal nicht das gelbe von Ei und jeder Ungelernte kann heutzutage nach Einarbeit in diesem Beruf arbeiten.
    Als wäre das zum Zeitpunkt deiner Ausbildung anders gewesen...

    Es ist nicht sehr nett von dir mich zu verurteilen, auch wenn ich alles selbstverschuldet habe.
    Zum einen wüsste ich nicht, wieso ich "nett" sein sollte und zum anderen verurteile ich Dich nicht. Ich sage Dir nur ganz deutlich was ich von deiner Vollkasko-Mentalität halte.

  5. #15
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    Zitat Zitat von Citral Beitrag anzeigen
    Inwiefern hast du Interesse dran? Auf dem Geld bleiben ja meine Gläubiger sitzen und werden nicht von der Staatskasse abgeführt, meines wissens nach.

    Diese Schulden trage ich schon ewig mit mir rum und ist zum großen Teil Zinsen und Berufserfahrung habe ich in anderen Branchen als Helfer. Verkäufer ist nunmal nicht das gelbe von Ei und jeder Ungelernte kann heutzutage nach Einarbeit in diesem Beruf arbeiten.

    Es ist nicht sehr nett von dir mich zu verurteilen, auch wenn ich alles selbstverschuldet habe.
    grundsätzlich ist es einfach eine Tatsache dass sehr wahrscheinlich die Gläubiger gerne ihr Geld wieder gesehen hätten.
    Das muss man jetzt gar nicht hoch moralisch sehen, es hilft nur, sich auch dieser simplen Erkenntnis zu stellen.

    Eine Inso ist dein gutes Recht. Und eine sehr gute Möglichkeit, wenn man die Schulden anders nicht zahlen kann.

    Du scheinst aber alles gerne "nach Wunsch" zu haben.
    Es soll bitte eine Inso sein, aber ohne lästige Regeln, es soll bitte in fünf Jahren gehen, würden ja Freunde bezahlen, es soll eine Wunsch-Ausbildung sein, würde man ja irgendwie unter der Hand an eine Stelle kommen.

    Einfach mal als Denkansatz: Es tut dir ganz sicher für die Zukunft sehr gut wenn du DEIN Leben in die Hand nimmst und nicht irgendwelchen Träumen nach hängst und es andere machen, zahlen, regeln lässt

  6. #16
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    @camilla
    Mir ist durchaus bewusst, dass meine Gläubiger das Geld wiederhaben möchten und ich wäre als Gläubiger auch sauer, wenn ich das Geld nicht mehr wiedersehen würde bzw. zum kleinen Teil.

    In den jungen Jahren aber ist die Obliegensheitspflicht in dem Maße ein Ausschlusskriterium ein solides Leben führen zu können ohne nennenswerte Ausbildung vorher bzw. sich in der Zeit irgendwie Fort- oder Auszubilden. Diese denken mittelfristig, ja zu recht! Aber ich denke auch mit welchem Beruf ich in die Rentenkasse einzahlen werde und alt werden könnte und eventuell in einigen Jahre mir auch mal was leisten könnte (nach der Insolvenz versteht sich).

    Da ich genau in dieser Situation stecke, sehe ich es als nicht für selbstverständlich an, hauptsache eine Tätigkeit auszuführen um den Gläubigern einen winzigen Betrag zurück zahlen zu können und dabei mein ganzes Leben als schon niedergeschrieben zu sehen, ja weil ich mit 18-20 dumm war. Wie gesagt ich würde den Betrag auch von meinem unpfändbaren Teil abtreten wollen.

    Das Leben ist kein Ponyhof etc. hilft mir echt nicht weiter. Wenn ich bereits einen Beruf z.B. als Erzieher hätte und meine 1.800-1.900€ im Monat verdienen würde, dann wäre für mich eure Schlussfolgerung klar. Ja dann kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man dann lieber Schulden zu bezahlen habe, als sich um einen anderen Traumberuf zu kümmern.

    Doch der Verdienst eines Verkäufers ist einer ungelernten Zeitarbeitskraft gleich. Null perspektive für die Zukunft und verhältnissmäßig wenig Geld für die Gläubiger in der Phase.

    Ich möchte niemanden auf der Tasche sitzen, weder Eltern noch Freundin, es wäre auch nur geliehen. ~2.000€ sind auch nicht die Welt für ein Jahr früher ins normale Leben(das ich noch nicht kennenlernen durfte). Mir wurde schon angeboten von Freunden und Familie meine kompletten Schulden abzubezahlen oder zu leihen, aber weil ich genau das nicht möchte, habe ich abgelehnt. Ich trage meine Konsequenzen! Und ja einen anderen Beruf zu erlernen ist ein Traum, aber würde gerne dich in dieser Lage sehen, ob du das als so gegeben hinnehmen würdest, dein Leben nicht mehr ändern zu können, weil du ja insgesamt ca 2.000-4.000 € in den gesamten 6 Jahren zurückzahlen könntest und wie du ja weißt, sind die ersten geschätzen 2.000 -3.000€ Für Gericht, Verwalter und Treuhändler.

    Trotzdem danke ich dir und allen weitern Beteiligten im Thread für ihre Meinung und Ratschläge. Ich tendiere derzeit eher dazu, wie vorgeschlagen, die Insolvenz noch etwas zu verzögern. Es scheint als müsste man Zukunftsgedanken während der Phase zur Seite legen. Ich beneide jeden Student der trotz Insolvenz studieren durfte, obwohl er mit einer Zeitarbeit/Helfertätigkeit auch über die Pfändungsgrenze kommen würde.

  7. #17
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    Ich beneide jeden Student der trotz Insolvenz studieren durfte, obwohl er mit einer Zeitarbeit/Helfertätigkeit auch über die Pfändungsgrenze kommen würde.
    a) kommt man mit solchen Tätigkeiten normalerweise nicht über die Pfändungsgrenze.
    b) Ist ein Erststudium wie eine Berufsausbildung zu sehen und diese ist im Insolvenzrecht ja berücksichtigt.
    c) Ein Zweitstudium oder ein Studium mit bereits vorhandener Berufsausbildung würde in der Insolvenz auch kritisch gesehen und könnte unter bestimmten Voraussetzungen zur Versagung der RSB führen.

    Hör auf, andere zu beneiden, bekomm Deinen Kram selber auf die Kette. Es geht um Dich, nicht um andere. Letztendlich hast Du drei Möglichkeiten. Wieso Du hier davon schwadronierst, dass Deine Zukunft gefährdet wäre, verstehe ich nicht.

  8. #18
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    Mein "Senf" dazu ist:
    Die Überschrift "Zweite Ausbildung in der Wohlverhaltensphase " bringt ein Problem oder auch kein Problem mit sich.
    In #5 ist der Hinweis zu lesen, erst Zweitausbildung beginnen und dann nach x Monaten einen Antrag stellen - damit reduziert sich das Versagungsproblem ganz erheblich.
    Mehr mag ich dazu nicht schreiben.

  9. #19
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    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    a) kommt man mit solchen Tätigkeiten normalerweise nicht über die Pfändungsgrenze.
    Mit 9,23 Mindestlohn und Steuerklasse I würde man die Grenze um 18 € überschreiten, wenn man ledig ist und keine Kinder hat. Dazu kommen ja noch Zuschläge hinzu und mit einem höheren Verdienst kann man auf Dauer auch rechnen.

    Ich habe die selbe Basis... ich bekomme nicht mehr!
    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    Hör auf, andere zu beneiden, bekomm Deinen Kram selber auf die Kette. Es geht um Dich, nicht um andere. Letztendlich hast Du drei Möglichkeiten. Wieso Du hier davon schwadronierst, dass Deine Zukunft gefährdet wäre, verstehe ich nicht.
    1. Insolvenz später durchführen. Ausbildung machen.
    2. Ausbildung machen und mit Versagung der Restschuldbefreiung rechnen
    3. ??? Vielleicht meinst du den Schuldenberg aus eigener Kraft schmälern?

    Mein Neid war auch eher am Rande erwähnt. Ich gönne es denen sehr. Ihr braucht echt nicht so einen Ton anschlagen, bin ja nicht schwer von Begriff oder so.

    Nun was ich problematisch sehe auf dem herkömlichen Weg, dass ich 6 Jahre keine Ausbildung machen kann und mit 34 Schuldenfrei bin und erst dann erst mich weiter bilden kann, falls mich jemand nimmt und das es extrem ist mit fast 40 noch in einer neuen Branche fuß zu fassen, sollte klar sein.

  10. #20
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    bei dir lese ich eine sehr starke "wasch mich aber mach mich nicht nass" Haltung heraus.
    Du versteigst dich in Wunschdenken, Träumereien.

    Also die Regeln der Insolvenz sollen schon gelten, aber bitteschön nicht für dich.
    Du möchtest schuldenfrei werden, in fünf Jahren und nimmst dafür gleich mal neue Schulden in kauf, weil du würdest dir dafür das Geld ja von Freunden "leihen"
    Du stellst irgendwelche Theorierechnungen an was du nicht verdienen kannst und was du anderswo verdienen würdest.

    Mein ganz ernsthafter Rat: Komm weg davon und werd realistisch.

    Wann hast du zuletzt wirklich Vollzeit gearbeitet?
    Wann hast du dich wie intensiv darum bemüht?

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