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Thema: Bonuszahlungen Arbeitgeber - Was ist Abzuführen was könnte man behalten?

  1. #1
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    Frage Bonuszahlungen Arbeitgeber - Was ist Abzuführen was könnte man behalten?

    Leider werde ich daraus nicht ganz schlau

    http://www.schuldnerberatung-diskret...onderzahlungen

    Grundlage, ich habe einen Jahresbonus erhalten der an meine Leistung gekoppelt ist (1x im Jahr wird dieser ausgeschüttet). Viel Leistung = viel Bonus, wenig Leistung ....

    Das wäre das eine

    Das andere ist, ich habe ein paar Mitarbeiter geworben, dafür gibt es in der Firma auch einen Bonus und zwar eine Summe X, sagen wir mal 150.-EUR Netto aufs Gehalt.

    Wie wäre dieses zu Handhaben? Ist ja definitiv kein Gehalt.


    Aktuell plane ich beides beiseite zu legen für die Auszahlung zur Erfüllung der 35% Quote. Allerdings habe ich evtl. demnächst noch eine Nachforderung des Jobcenters von früher zu begleichen :/ Daher wäre es gut Zu Wissen ob ich evtl. etwas doch behalten könnte. Mein Treuhänder pfändet nicht direkt. Fragen müsste ich ja am ende eh eher das Gericht, daher wollte ich mal eure Aussage zunächst hören.


    Lustig wird es wohl auch werden da ich zusätzlich auch noch gelegentlich für Notfallarbeiten außerhalb der Arbeitszeit extra bezahlt werde, das fällt dann aber dann vermutlich wirklich unter § 850a 3.

  2. #2
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    Zunächst mal verstehe ich das Grundproblem nicht.

    Wenn es Dir um die 35% Quote geht kanns Dir doch im Endeffekt fast wurscht sein ob der TH das Geld bekommt oder Du - um es dann dem TH zu geben um die 35 % zu erreichen.
    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Grundlage, ich habe einen Jahresbonus erhalten der an meine Leistung gekoppelt ist (1x im Jahr wird dieser ausgeschüttet). Viel Leistung = viel Bonus, wenig Leistung ....
    Das andere ist, ich habe ein paar Mitarbeiter geworben, dafür gibt es in der Firma auch einen Bonus und zwar eine Summe X, sagen wir mal 150.-EUR Netto aufs Gehalt.
    Ich fürchte es ist beides voll pfändbar.
    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Lustig wird es wohl auch werden da ich zusätzlich auch noch gelegentlich für Notfallarbeiten außerhalb der Arbeitszeit extra bezahlt werde, das fällt dann aber dann vermutlich wirklich unter § 850a 3.
    Ich vermute eher Mehrarbeit. Bei einer Vollzeitstelle wäre es dann zur Hälfte pfändbar. (850a Abs.1 ZPO)

  3. #3
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    Doch das Problem ist das ich noch evtl. neue Forderungen (Danke Jobcenter) habe und bedienen muss. In dem Fall müsste das Geld anderweitig verwendet werden, wenn möglich.

    Zudem ist ja unklar ob ich Die Quote mit dem Geld erfülle.. das sehe ich erst 2019.


    Und nein Mehrarbeit (Überstunden) sind laut Arbeitsvertrag ausgeschlossen, das ist schon ein Sonderzuschlag. Alleine weil ich Regulär nur einen 9h/Tag habe und normalerweise nicht Nachts Arbeite oder am Wochenende. Ich bekomme dann auch viel mehr Geld und nur wenn ich einen Einsatz habe.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Und nein Mehrarbeit (Überstunden) sind laut Arbeitsvertrag ausgeschlossen, das ist schon ein Sonderzuschlag. Alleine weil ich Regulär nur einen 9h/Tag habe und normalerweise nicht Nachts Arbeite oder am Wochenende. Ich bekomme dann auch viel mehr Geld und nur wenn ich einen Einsatz habe.
    Abgesehen davon, dass Dein Arbeitsgeber es "Sonderzuschlag" anstatt "Mehrarbeit" getauft hat, ist der geschilderte Zusammenhang m.E. aber dennoch so ziemlich die exakte Definition von Mehrarbeit Du arbeitest mehr - und bekommst dafür einen Zuschlag.
    Wenn es ein Zuschlag für Nachtarbeit o.ä. ist, sollte er auch so genannt werden und wäre unpfändbar.

    Die in § 850a Abs. 3 gemeinten "sozialen Zulagen für auswärtige Tätigkeiten" beziehen sich meines Wissens eben auf "Zulagen". So wäre das klassischer Weise z.b. der Verpflegungsmehraufwand oder sonstige Kostenpauschalen bzw. Erstattungen z.b. für Hotelkosten etc.
    Geändert von Caffery (04.03.2018 um 10:26 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Doch das Problem ist das ich noch evtl. neue Forderungen (Danke Jobcenter) habe und bedienen muss.
    Möchtest Du dazu einige Details nennen oder bist Du Dir im Grunde Deines Herzens eigentlich sicher, dass die betreffende Rückforderung in Ordnung ist?

  6. #6
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Möchtest Du dazu einige Details nennen oder bist Du Dir im Grunde Deines Herzens eigentlich sicher, dass die betreffende Rückforderung in Ordnung ist?
    Betrifft eine Betriebsausrüstung die ich damals angeschafft hatte (Selbständigkeit) und das Geld das ich dafür ausgegeben hatte wurde zurückverlangt. Widerspruch eingereicht... ja und nun nachdem ich seit Jahren kein ALG mehr beziehe ist die Verhandlung. Gerade erst die Ausrüstung beim Verwalter quasi freigekauft, muss ich sie jetzt wen das SG gegen mich ist nochmal frei kaufen ... am ende also 3x gekauft.
    Das macht mir Angst, das Geld sollte halt in die PrivatInsolvenz reinl

  7. #7
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    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Mein Treuhänder pfändet nicht direkt. Fragen müsste ich ja am ende eh eher das Gericht, daher wollte ich mal eure Aussage zunächst hören.
    Eine noch ganz unwichtige Ergänzung zum oben genannten: Das Gericht wird hier nichts entscheiden. Wenn du mit dem IV eine Vereinbarung getroffen hast, dass der Arbeitgeber nicht informiert wird und du selbst die Berechnung durchführst, handelt der IV (auf eigenes Haftungsrisiko!) gegen die gesetzliche Regelung der InsO. Die sieht nämlich vor, dass die Berechnung der pfändbaren Beträge vom Arbeitgeber zu erfolgen hat.

    Deshalb wird ein IV zur eigenen Absicherung im Zweifel dazu neigen, Gehaltsbestandteile als pfändbar zu behandeln, damit er nicht durch „Großzügigkeit“ die Insolvenzmasse schädigt.

    Wenn du dich bei Uneinigkeit mit dem IV ans Gericht wendest, würde man vermutlich lediglich den IV fragen, warum er nicht den Arbeitgeber informiert hat und die Sache mit diesem regelt...

  8. #8
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    Naja wenn er das machen würde dann wäre ich 1. wohl meinen Job los. 2. würde er keinen Cent sehen (Verdiene unterhalb der Pfändungsgrenze). So hat er bereits einige tausend Reinbekommen.

    Was ich mich aber auch Frage... hätte jetzt das Jobcenter zuerst Anspruch auf die Rückfoderung oder der Insolvenzverwalter hmm. Und wenn ich das Geld dem IV Zahle... könnte das Jobcenter es von Ihm zurückverlangen?


    Ich hoffe aber mal das ich Recht bekomme, jedenfalls ist jeder dem ich von der Thematik erzähle auf meiner Seite... aber das heißt ja nichts in diesem Land.

  9. #9
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    Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Bist Du in der PI oder nicht.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Was ich mich aber auch Frage... hätte jetzt das Jobcenter zuerst Anspruch auf die Rückfoderung oder der Insolvenzverwalter hmm. Und wenn ich das Geld dem IV Zahle... könnte das Jobcenter es von Ihm zurückverlangen?
    So ganz verstehe ich die Frage nicht. Während des Insolvenzverfahrens und der WVP steht ausschließlich dem IV/TH das pfändbare Einkommen zu. Meinst du das?

    Ich hoffe aber mal das ich Recht bekomme, jedenfalls ist jeder dem ich von der Thematik erzähle auf meiner Seite... aber das heißt ja nichts in diesem Land.
    Ja, es wird nach Gesetz entschieden und nicht nach Umfrageergebnis . Das ist vom Prinzip ja auch gut so. Leider kann es in manchen Einzelfällen bei Anwendung des Gesetzes zu einem ungerechten Ergebnis kommen, aber ich drück dir die Daumen (was vermutlich aber auch keinen Einfluss haben wird)!

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