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Thema: Barexinkasso ...

  1. #11
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    Standard Sub Prime Risiko

    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Das ist logischer Unsinn. Die können per se nicht mehr verlangen als sie über Kreditzinsen auch einnehmen. Ansonsten würden sie das Geld, was sie verleihen, nicht zu einem günstigeren Zinssatz anbieten können.....
    Nein, es ist logisch, dass fuer einen laufenden nicht gekuendigten Kredit geringere Zinsen/Risiken anfallen, als fuer einen bereits gekuendigten Kredit. Das Abschreibungsrisiko ist dann groesser, und das laesst sich dann Sigma bzw. Barex Inkasso ueber einen hoeheren Zins mitbezahlen.

    Der Kunde haette ja brav den Kredit tilgen koennen ... da muss er nun mit den hoeheren Zinsen leben. Die Schweizer sind da noch sehr fair, ich kennen Kreditgeber in den USA und UK, die dann mehrere tausend Prozent Zinsen verlangen. Auch bekannt als Subprime oder Payday loans.

  2. #12
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    Ich sag da jetzt mal was zu, damit etwaige Mitleser nicht auf die Idee kommen diesen Quatsch zu glauben.


    497 BGB
    Verzug des Darlehensnehmers
    .
    (1) 1Soweit der Darlehensnehmer mit Zahlungen, die er auf Grund des Verbraucherdarlehensvertrags schuldet, in Verzug kommt, hat er den geschuldeten Betrag nach § 288 Abs. 1 zu verzinsen. 2Im Einzelfall kann der Darlehensgeber einen höheren oder der Darlehensnehmer einen niedrigeren Schaden nachweisen."


    Da Satz 1 absolut unzweideutig auf den Basiszins bezieht reden wir hier über Satz 2 und das ebenso unzweideutige Wort "nachweisen".

    Die bloße Behauptung eines höheren Schadens wegen höherer Refinanzierungkosten ist kein Nachweis. Ich persönlich bezweifle sehr stark, dass es einen solchen gibt.
    Warum ich das denke erschließe ich aus folgendem Zusammenhang: Wenn ich Mahnbescheide zu solchen Forderungen bekomme widerspreche ich grundsätzlich u.a. dem Zinssatz. Auch viele mir bekannte Kollegen tun dies. Der jeweilige Gläubigervertreter könnte nun im streitigen Verfahren seine Nachweise vorlegen um den von ihm gewünschten Zinssatz durchzusetzen.

    Aber: Weder ich, noch mir bekannte Kollegen und meines Wissens auch die gesamte Menschheit (soweit ich weiß zumindest - man korrigiere mich wenn ich was verpasst haben sollte) hat bisher gesehen, dass auch nur versucht wurde einen solchen Nachweis zu erbringen. Es bleibt meines Erachtens - wie so häufig - beim Versuch des Gläubigers eine Teilforderung mit der bloßen Behauptung sie sei gerechtfertigt durch das automatisierte Mahnverfahren zu drücken.
    Da dies in den allermeisten Fällen auch funktioniert - allein aus dem einfachen Grunde, dass viele Menschen überhaupt nicht wissen was sie da bekommen haben und es deswegen rechtskräftig werden lassen - wird das vermutlich auch noch eine ganze Zeit so weitergehen.

  3. #13
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    Das ist ja richtig, Euregios. Aber das ist ja nicht die Argumentation der Bank. Die Argumentation der Bank ist, dass die Wiederbeschaffung des Geldes teurer ist...
    Mit anderen Worten: Die Bank behauptet, dass sie sich selbst das Geld zu einem wesentlich höheren Zinssatz leihen muss und das ergibt keinen Sinn. Denn wenn dem so wäre, wo kommt dann das Geld her, was sie ursprünglich mal verliehen hat? Und wieso ist das Geld, was man verleiht wesentlich günstiger?

    Die eigentliche Argumentation für die hohen Verzugszinsen müsste sein "Weil wir extrem hohe Kosten haben und einen Ausfall haben, den wir jetzt mit hohen Zinsen quer subventionieren wollen". Aber diese Argumentation ist so nicht erlaubt, denn dieses Ausfallrisiko muss im ursprünglichen Zinssatz bereits enthalten sein. Die Kosten ebenso.

  4. #14
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    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Das ist ja richtig, Euregios. Aber das ist ja nicht die Argumentation der Bank. Die Argumentation der Bank ist, dass die Wiederbeschaffung des Geldes teurer ist....
    So ist es auch, Sigma holt sich das Geld von Risikoinvestoren/Hedgefonds. Solange die Kredite noch "sauber" sind (also getilgt werden, pfaendbares Arbeitseinkommen da ist), ist das Risiko gering = geringer Zinssatz.

    Sobald der Kredit "platzt", steigt das Risiko eines Totalausfalls = hoehere Wiederbeschaffungskosten.

    Offenbar erfolgt die Zinsberechnung dynamsich, d.h. solange der Schuldner zahlt: Risiko gering, Zinsen gering. Sobald er nicht mehr zahlt: Risiko hoch, Zinsen hoch.

    In Angelsachsen (USA, UK) normal. Dort koennen bei Bonitaetsverschlechterung die Zinsen sich verdoppeln, verdreifachen, ist mir z.B. bei AquaCard passiert. Kreditkartenzins von ca. 25% auf 50% verdoppelt. Habe dann ein Balance Transfer auf Halifax gemacht,dort zahle ich nur ca. 18%, und dazu 2 Jahre zinzfrei, also Zeit, den Saldo zu tilgen.
    Geändert von Euregios (13.04.2018 um 20:07 Uhr)

  5. #15
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    Sobald der Kredit "platzt", steigt das Risiko eines Totalausfalls = hoehere Wiederbeschaffungskosten.
    Der Ausfall muss im Grunde bereits im ursprünglichen Zinssatz mit berücksichtigt sein.
    Es gibt keine "Wiederbeschaffung".

    In Angelsachsen (USA, UK) normal
    Wir sind nicht dort. Wir sind in Deutschland (was die Kreditvermittlung angeht) und in der Schweiz.

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