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Thema: Regelinsolvenz einreichen obwohl RSB noch nicht wieder möglich?

  1. #11
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Vorab: Ich hab keine Erfahrungswerte, weil Selbständige bei uns nicht beraten werden.

    Ein Insoverf. erscheint mit nur sinnvoll, wenn es Aussichten auf eine Einigung über einen Insolvenzplan gibt. Das dürfte nur klappen, wenn nicht nur die Kosten für das Verfahren gedeckt sind (Gerichtskosten, Gutachter, Insolvenzverwalter, ExtraKosten für den IV bei Mitwirkung beim InsoPlanverfahren), sondern den beteiligten Gläubigern darüber hinaus auch noch ein annehmbares Zahlungsangebot gemacht werden kann.
    Das sollte klappen, das denen noch Geld angeboten werden kann.

    Gut wäre es wohl, wenn man hierzu vorab bei den Gläubigern vorfühlen könnte, bevor Geld für eine sinnlose Insolvenzeröffnung ausgegeben wird. Ggf. könnte das FA überzeugt werden, dass der Insolvenzantrag von denen gestellt wird. Das FA ist kostenbefreit, es käme dann zumindest der Gutachter ins Spiel (meist der spätere Insolvenzverwalter, so dass ggf. schon einmal Erfolgsaussichten eines Insolvenzplans erörtert werden könnten) ohne das hierfür eigenes Geld vorgeschossen werden müsste. Sinnvoll ggf. dann, wenn Verfahrenskosten sonst nur mit Unterstützung Dritter aufgebracht werden könnten.
    Nach Auskunft des Insolvenzgerichts muss ich auch beim Antrag durch das Finanzamt die gesamten Kosten tragen.

    Sollte dann kein Verfahren eröffnet werden (z.B. mangels Masse) oder kein Plan zustande kommen, bliebe man allerdings auf den entstandenen Kosten sitzen und hätte nichts gewonnen.
    Das Risiko besteht leider.

    Nochmals zum Hintergrund: keine Erfahrungswerte, sondern aus meinem (lückenhaften) Verständnis des Insolvenzrechts zusammengereimt! Wenn möglich, wäre eine Beratung durch einen Insolvenzrechtsanwalts sinnvoll, der auch beim zuständigen Gericht als Insolvenzverwalter tätig ist (allerdings dann im konkreten Verfahren natürlich nicht bestellt werden könnte). So jemand wüsste, wie das konkrete Gericht und Finanzamt "tickt" und hätte neben rechtlich fundierteren Kenntnissen auch mehr praktische Erfahrung hinsichtlich der Erfolgsaussichten zu bieten.
    Ich werde es versuchen.

  2. #12
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    Für den Fall, das es Jemanden interessiert:

    Ich habe am 28.02.2018 dem Insolvenzgericht mitgeteilt, das die Insolvenz eröffnet werden soll.
    Heute hat mich schon der vorläufige Insolvenzanwalt angerufen und gleich zu einem Gespräch in sein Büro eingeladen.
    Das Gespräch war nach meinem Empfinden sehr positiv, er will mit mir einen Insoplan erarbeiten, die Firma läuft erst mal weiter.

  3. #13
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    nur mal interessehalber:

    Hat das Gericht von dir einen Kostenvorschuss für die zu erwartenden Kosten des Eröffnungsverfahrens angefordert?

    Das war meine (möglicherweise falsche) Vermutung und wäre der einzige Vorteil eines FA-Antrags gewesen.

  4. #14
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    Nein, hat es nicht gefordert.

    Ich habe nur eine Aufstellung der noch nicht erhaltenen Rechnungen mitgeschickt, das reichte.

  5. #15
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    Danke für die interessante Info. Ich drück dir die Daumen, dass es mit dem Insolvenzplan klappt!!

    Kannst ja mal berichten, wie es ausgegangen ist, wenn‘s soweit ist.

  6. #16
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    Danke Dir!

    Das mache ich gerne.

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