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Thema: Beschluss ist da - ein paar Fragen

  1. #11
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    Doch es kann doch nicht sein das von 15.000 nichts in die Masse kommt!
    das kann ich mir auch nicht vorstellen. Dann wäre die Insolvenz ja fürn A.... und nur für völlig Mittellose Menschen geeignet. Ich kann mir nur vorstellen das die 6800 auch zur Verteilung da sind.

  2. #12
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    Zitat Zitat von Fischler Beitrag anzeigen
    Hab nun beim Gericht angerufen um mich über den Ablauf der Akteneinsicht zu informieren. Montag bin ich dort um mir meine Akte anzuschauen. Darf ich von den Dokumenten Fotos machen?
    ja klar
    Zitat Zitat von Fischler Beitrag anzeigen
    Mir macht das ganze jetzt schlechte Laune wenn ich dran denke das sich von dem Geld schon 1/3 meiner Schulden direkt bei den Gläubiger getilgt hätte und nun soll keine Masse da sein.
    Vielleicht ist ja einfach nur ein falscher Textbaustein in den Beschluss geflutscht. Der "ohne Masse" Passus dürfte bei über 90% der Verfahren der zutreffende sein.
    Wenn es irgendwas gab was im Verfahren derart hohe Kosten verursacht hat, hätte Dir das aber eigentlich auffallen müssen. Wir hatten hier z.b. vor einiger Zeit mal einen Nutzer bei dem der Verwalter einen Steuerberater "zugekauft" hatte der extrem teuer war.
    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    das kann ich mir auch nicht vorstellen. Dann wäre die Insolvenz ja fürn A.... und nur für völlig Mittellose Menschen geeignet.
    So ganz ist das ja auch nicht. Man sollte aber vorher schon mal einen Taschenrechner anschmeißen.
    ca. 1800 Euro Standardvergütung und Verfahrenskosten ohne Extras
    zzgl. 40% von allem was man in die Masse die Masse bringt während des eröffneten Verfahrens
    zzgl. 5% (mindestens 119 Euro pro Jahr) von allem was man in die Masse die Masse bringt während der WVP
    zusätzlich braucht man eine gute Glaskugel um zu sehen wie lange der Verwalter braucht um das eröffnete Verfahren abzuschließen
    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Ich kann mir nur vorstellen das die 6800 auch zur Verteilung da sind.
    Hoffen wirs.

    Im Prinzip hat der TE sogar noch Glück gehabt. Bei dem hohen pfändbaren Einkommen soll es schon Verwalter gegeben haben, die das Verfahren deutlich länger als 14 Monate offen gelassen haben. Böse Zungen behaupten, dies könne mit den 40% zu tun haben die sich sich in dieser Zeit selbst einstecken dürfen.

  3. #13
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    Böse Zungen behaupten, dies könne mit den 40% zu tun haben die sich sich in dieser Zeit selbst einstecken dürfen
    Ich hatte bei meinem Gespräch mit dem IV erwähnt das ich ihm seinen Verdienst gönnen würde. In seinem Gesicht wurde ein riesiges, aber verlogenes Fragezeichen sichtbar.

  4. #14
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Ich hatte bei meinem Gespräch mit dem IV erwähnt das ich ihm seinen Verdienst gönnen würde.
    Mit solchen Andeutungen würde ich extrem vorsichtig sein.

    Ich werde ja nicht müde mir da eine Gesetzesanpassung zu wünschen. Nach meinem Dafürhalten sollte eine Regelung eingeführt werden nach der z.b. nach einem Jahr grundsätzlich spätestens Schluss ist. Wenn ein Verwalter dann der Ansicht ist er bräuche für die Vermögensverwertung noch länger muss er das aktiv beantragen und begründen.

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass laufende Einkommen von den 40% auszunehmen und u.U. durch eine andere Regelung zu ersetzen.
    Geändert von Caffery (22.02.2018 um 14:30 Uhr)

  5. #15
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    Caffery genau diese Befürchtung mit dem langen herauszögern hatte ich bei meinem IV auch - mit genau diesen Gedankenspielen.

    Was mein IV mit meinem Geld macht bekomme ich ja so garnicht mit oder müssen mir Dinge, wie in deinem geschilderten Fall mitgeteilt werden? Weil wenn das nicht so ist bekomme ich es ja wirklich nur über die Akteneinsicht mit.

    Am Montag wissen wir mehr.

  6. #16
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    Mit solchen Andeutungen würde ich extrem vorsichtig sein.
    Das entstand im Zusammenhang mit der Nichtberücksichtigung meiner Unterhaltspflichtigen. Da meinte er das es ja auch gut für mich wäre damit ich schneller an den 35% wäre ;-) ich dann: Verstehen Sie mich nicht falsch, ich gönnen Ihnen ja Ihren Verdienst, aber usw. den Rest kennt Ihr ja. Nach der nächsten Lohnabrechnung wird er sowieso stinksauer sein und dann bin ich mal gespannt wie er sich benimmt. Emailverkehr habe ich ja auf das Nötigste beschränkt und wenn er mich via Email für etwas Informiert antworte ich ihm nur noch wenn die Antwort verlangt wird.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Mit solchen Andeutungen würde ich extrem vorsichtig sein.

    Ich werde ja nicht müde mir da eine Gesetzesanpassung zu wünschen. Nach meinem Dafürhalten sollte eine Regelung eingeführt werden nach der z.b. nach einem Jahr grundsätzlich spätestens Schluss ist. Wenn ein Verwalter dann der Ansicht ist er bräuche für die Vermögensverwertung noch länger muss er das aktiv beantragen und begründen.

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass laufende Einkommen von den 40% auszunehmen und u.U. durch eine andere Regelung zu ersetzen.
    Das Gesetz ist perfekt und nicht Schuld. Siehe § 196 InsO: Danach ist das Verfahren zu beenden, wenn alles verwertet wurde mit ausnahme der pfändbare Beträge aus dem Einkommen.

    Und der BGH hat haufenweise Entscheidungen rausgehauen, dass bei der Vergütung Abschläge zu machen sind, wenn nur pfändbare Beträge des Arbeitseinkommens einegsammelt werden, relativ wenige Gläubiger anmelden (bis 20) und das schriftliche Verfahren angeordnet wurde.

    Aber ich verstehe natürlich, dass die Schuldner oft an eine "Verschwörung" zwischen Gericht und Verwalter glauben und/oder sich nicht trauen, da DRuck zu machen oder entsprechende Stellungnahmen abzugeben. Das sollte man aber machen.

    In diesem Fall kann man letztlich nur spekulieren; mal sehen, was die Akteneinsicht bringt. Für die Vergütung kann das nicht draufgegangen sein. Sowas habe ich npoch nie erlebt. Nicht bei 15.000 aus pfändbaren Beträge und sonst nix da.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Das Gesetz ist perfekt und nicht Schuld. Siehe § 196 InsO: Danach ist das Verfahren zu beenden, wenn alles verwertet wurde mit ausnahme der pfändbare Beträge aus dem Einkommen.
    *öhm* Ich stehe dem "perfekt"-Resümee in Anbetracht dieser gleichsam dünnen wie realitätsfernen zeitlichen "Eingrenzung" des eröffneten Verfahrens ehrlich gesagt ziemlich ratlos gegenüber. So ratlos, dass mir da jetzt nicht mehr zu einfällt. Ich breche es mal runter auf: Ich kann dem nicht folgen...
    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Und der BGH hat haufenweise Entscheidungen rausgehauen, dass bei der Vergütung Abschläge zu machen sind, wenn nur pfändbare Beträge des Arbeitseinkommens einegsammelt werden, relativ wenige Gläubiger anmelden (bis 20) und das schriftliche Verfahren angeordnet wurde.
    Ich habe bislang zumindest noch keinen Fall erlebt in dem etwas derartiges zur Anwendung gekommen wäre.
    Außerdem sehe ich einen grundsätzlichen Widerspruch in den beiden Aussagen. Wenn ein Gesetz "perfekt" wäre, gäbe es wohl kaum einen Anlass haufenweise BGH-Urteile dazu rauszuhauen.

  9. #19
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    *öhm* Ich stehe dem "perfekt"-Resümee in Anbetracht dieser gleichsam dünnen wie realitätsfernen zeitlichen "Eingrenzung" des eröffneten Verfahrens ehrlich gesagt ziemlich ratlos gegenüber. So ratlos, dass mir da jetzt nicht mehr zu einfällt. Ich breche es mal runter auf: Ich kann dem nicht folgen...

    Ich habe bislang zumindest noch keinen Fall erlebt in dem etwas derartiges zur Anwendung gekommen wäre.
    Außerdem sehe ich einen grundsätzlichen Widerspruch in den beiden Aussagen. Wenn ein Gesetz "perfekt" wäre, gäbe es wohl kaum einen Anlass haufenweise BGH-Urteile dazu rauszuhauen.
    Das "Perfekt" bezog sich nur auf die gestezliche Regelung zum Schlusszeitpunkt. Das Verfahren muss natürlich so lange dauern bis alles verwertet ist, nicht aber bei Gegenständen, die laufend regelmäßig eingehen. Problematisch ist es eigentlich nur bei den Steuererstattungsansprüchen und gekündigten Genossenschaftsanteilen. Aber wenn durch den Verwalter das Verfahren einfach bei pfändbaren Beträgen aus dem Arbeitseinkommen das Verfahren in die Länge gezogen wird, ist das auch vom Gesetz nicht gedeckt.

    Die InsVV ist sicherlich nicht perfekt. Den Fall wirst Du in Zukunft häufiger haben, da es erst seit der 3-Jahres-Frist überhaupt interessant wird. Vorher hat es letztlich niemanden interessiert. Der Schuldner hatte von den Abschlägen nix und den Gläubigern war der Aufwand zu groß, um da Stellungnahmen abzugeben.

  10. #20
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    Erfreuliche Nachrichten. Ich war heute auf dem Insolvenzgericht und habe mir meine Akte angeschaut. Es war wie hier schon gesagt wirklich ein Fehler im Beschluss, es wurde an falscher Textbausteine eingefügt.

    Masse war soviel vorhanden das ich jetzt eine Quote von 25% schon bezahlt habe und an meine Gläubiger ausbezahlt wurde.

    Dann kann das ganze mit den 3 Jahren doch noch klappen

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