Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 22

Thema: Beschluss ist da - ein paar Fragen

  1. #1
    Registriert seit
    01.05.2016
    Beiträge
    103

    Standard Beschluss ist da - ein paar Fragen

    Das Thema wird auch schon ein paar Threads weiter unten gerade besprochen doch ich habe nun auch selbst noch ein paar Fragen.

    Beschluss

    In dem Insolvenzverfahren

    XXX,

    wird das Verfahren aufgehoben, da die Schlussverteilung ohne Masse vollzogen ist.
    Steuererstattungsansprüche bis zur Aufhebung des Verfahrens bleiben einer Nachtragsverteilung vorbehalten. Der Insolvenzbeschlag besteht insoweit fort.

    Zum Treuhänder wird Rechtsanwalt XXX bestimmt.

    Die Abtretungsfrist beträgt sechs Jahre, beginnend mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 10.10.2016.

    Die pfändbaren Forderungen des Schuldners auf Bezüge aus einem Dienstverhältnis oder an deren Stelle tretende laufende Bezüge gehen nach Maßgabe der Abtretungserklärung auf den Treuhänder über.
    Was bedeutet den das dass Verfahren aufgehoben wurde nach der Schlussverteilung ohne Masse? Masse war bei mir zum Zeitpunkt der Schlussverteilung schon einiges zusammen gekommen.

    Steuererstattungsansprüche bis zur Aufhebung..... vorbehalten? Heißt meine Steuererklärung für 2017 geht noch komplett an meinen Treuhänder und für 2018 nur noch die ersten, knapp 3 Monate?

    Und zum Schluss heißt das ab heute für mich, ich befinde mich in der WVP?

  2. #2
    Registriert seit
    11.06.2016
    Beiträge
    382

    Standard

    Ja, Sie sind in der Wohlverhaltensperiode.

    Wahrscheinlich reichte Ihre Masse nur für die Kosten des Insolvenzverfahrens und für die voraussichtlichen Kosten der Wohlverhaltensperiode.

    Wenn Ihr Verfahren gerade aufgehoben wurde (z.B. 01.02.2018), dann gehört auf jeden Fall noch 2017 zur Masse und praktisch der Januar 2018 (also 1/12).

  3. #3
    Registriert seit
    01.05.2016
    Beiträge
    103

    Standard

    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Ja, Sie sind in der Wohlverhaltensperiode.

    Wahrscheinlich reichte Ihre Masse nur für die Kosten des Insolvenzverfahrens und für die voraussichtlichen Kosten der Wohlverhaltensperiode.

    Wenn Ihr Verfahren gerade aufgehoben wurde (z.B. 01.02.2018), dann gehört auf jeden Fall noch 2017 zur Masse und praktisch der Januar 2018 (also 1/12).
    Danke für die Antwort.

    Das mit der Masse macht mich jetzt aber doch etwas stutzig. Welche Kosten fallen den in der WVP an?
    Bis heute habe ich rund 15.000€ an meinen Insolvenzverwalter abgetreten, bei einer Schuldensumme von 45.000€

  4. #4
    Registriert seit
    27.06.2009
    Ort
    NRW
    Beiträge
    5.502

    Standard

    Hi,
    Zitat Zitat von Fischler Beitrag anzeigen
    Bis heute habe ich rund 15.000€ an meinen Insolvenzverwalter abgetreten
    das sollte eigentlich für die gesamten Verfahrens- und Treuhänderkosten dicke reichen.
    Hatte denn der Verwalter Kosten zu Lasten der Masse generiert?

    Gruß
    Ingo

  5. #5
    Registriert seit
    11.06.2016
    Beiträge
    382

    Standard

    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Hi,

    das sollte eigentlich für die gesamten Verfahrens- und Treuhänderkosten dicke reichen.
    Hatte denn der Verwalter Kosten zu Lasten der Masse generiert?

    Gruß
    Ingo
    Puuh, das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das voll für die Kosten drauf gegangen ist. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, dann gucken Sie mal in die Gerichtsakte, was da passiert ist. Selbst bei Kosten zu Lasten der Masse kann das nicht sein. Was wurde denn zur Masse gezogen? Gehaltsteile? oder irgendwelche Gegenstände. Bei Gegenständen kann sein, dass die mit Absonderungsrechten belegt waren. Dann erhält die Masse von den 15.000 nur 4 oder 9% und dann könnte es wieder stimmen.

  6. #6
    Registriert seit
    01.05.2016
    Beiträge
    103

    Standard

    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Hi,

    das sollte eigentlich für die gesamten Verfahrens- und Treuhänderkosten dicke reichen.
    Hatte denn der Verwalter Kosten zu Lasten der Masse generiert?

    Gruß
    Ingo
    Das wird mir wahrscheinlich nur durch Akteneinsicht ersichtlich?

    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Puuh, das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das voll für die Kosten drauf gegangen ist. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, dann gucken Sie mal in die Gerichtsakte, was da passiert ist. Selbst bei Kosten zu Lasten der Masse kann das nicht sein. Was wurde denn zur Masse gezogen? Gehaltsteile? oder irgendwelche Gegenstände. Bei Gegenständen kann sein, dass die mit Absonderungsrechten belegt waren. Dann erhält die Masse von den 15.000 nur 4 oder 9% und dann könnte es wieder stimmen.
    Die gepfändete Summe ist voll aus Lohn- bzw. Gehaltspfändungen zustande gekommen.
    Das mit der Akteneinsicht werde ich gleich Anfang nächster Woche machen.

    In meinem Brief zum Schlusstermin vor gut 3 Monaten stand auch folgendes "Der verfügbare Massebestand beträgt 6.890,77 EUR abzüglich noch zu berücksichtigender Massekosten und Masseverbindlichkeiten". Der Betrag erklärte sich mir damals daraus das Kosten für IV, Gericht usw schon abgezogen wurden. Weil wie gesagt auch zum Zeitpunkt des Briefes über den Schlusstermin waren schon 13.000€ gepfändet worden.

    Mein Schlusstermin war am 8.1.2018.

  7. #7
    Registriert seit
    11.06.2016
    Beiträge
    382

    Standard

    Dann sollten sie da wirklich mal einsehen. In der Praxis der Gerichte wird die gesamte eingenommene Summe veröffentlicht und dann davon die Kosten abgezogen. was mit den weiteren Einnahmen ist, kann man ohne Akteneinsicht nicht sagen.

  8. #8
    Registriert seit
    20.07.2017
    Beiträge
    2.063

    Standard

    Unbedingt Akteneinsicht nehmen und prüfen wo das Geld geblieben ist! Die Frage wird entscheidend für den wirtschaftlichen Sinn des Verfahrens sein. Wenn Deine Einnahmen in der Höhe weitergehen wirst Du nah an die 35 % Quote nach 3 Jahren rücken. Sollten die knapp 7000 Euro tatsächlich in irgendwelchen Kosten versandet sein wird das sehr knapp.

    Wenn Du die 3 Jahres RSB verpasst und Dein pfändbares Einkommen so bleibt wird Dein Verfahren eine wirtschaftliche Totgeburt. In 5 Jahren würdest Du mehr zahlen als Du Schulden mit ins Verfahren gebracht hast.

    Was zu der Frage führen könnte ob die Insolvenzeröffnung nicht zu verhindern gewesen wäre... aber das sind gekaute Äpfel von Vorgestern...

  9. #9
    Registriert seit
    01.05.2016
    Beiträge
    103

    Standard

    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Unbedingt Akteneinsicht nehmen und prüfen wo das Geld geblieben ist! Die Frage wird entscheidend für den wirtschaftlichen Sinn des Verfahrens sein. Wenn Deine Einnahmen in der Höhe weitergehen wirst Du nah an die 35 % Quote nach 3 Jahren rücken. Sollten die knapp 7000 Euro tatsächlich in irgendwelchen Kosten versandet sein wird das sehr knapp.

    Wenn Du die 3 Jahres RSB verpasst und Dein pfändbares Einkommen so bleibt wird Dein Verfahren eine wirtschaftliche Totgeburt. In 5 Jahren würdest Du mehr zahlen als Du Schulden mit ins Verfahren gebracht hast.

    Was zu der Frage führen könnte ob die Insolvenzeröffnung nicht zu verhindern gewesen wäre... aber das sind gekaute Äpfel von Vorgestern...
    Und genau das mit den 3 Jahren ist der Punkt...

    Ich muss gestehen das ich zum Zeitpunkt meines Insolvenzantrages auch einfach die Schnauze voll hatte. Ich habe mir damals einen Anwalt genommen, der mich in die Insolvenz begleiten sollte weil mir die Wartezeit bei den Beratungsstellen zu lange war und ich endlich Ruhe haben wollte. Damals wurde auch das Ziel von 3 Jahren angestrebt. Hier wurde mir aber nie was davon erzählt was ich im Endeffekt alles an meinen IV abtrete, wovon meine Gläubiger nichts sehen. Egal jetzt ist es so.

    Doch es kann doch nicht sein das von 15.000 nichts in die Masse kommt!

  10. #10
    Registriert seit
    01.05.2016
    Beiträge
    103

    Standard

    Das ganze lässt mir jetzt doch keine Ruhe.

    Hab nun beim Gericht angerufen um mich über den Ablauf der Akteneinsicht zu informieren. Montag bin ich dort um mir meine Akte anzuschauen. Darf ich von den Dokumenten Fotos machen?

    Sollte ich vielleicht mal noch meinen IV jetzt Treuhänder anrufen oder lieber warten bis nach der Akteneinsicht?

    Mir macht das ganze jetzt schlechte Laune wenn ich dran denke das sich von dem Geld schon 1/3 meiner Schulden direkt bei den Gläubiger getilgt hätte und nun soll keine Masse da sein.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •