Hi,
ich schreibe das hier, damit auch meine Kollegen, die vielleicht nur hier lesen, dies mitbekommen.

Ein Klient wünschte nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens die Rückumwandlung seines P-Kontos. Ich formulierte ein entsprechendes Schreiben an die Bank mit Nachweisen des Wegfalls des Insolvenzbeschlags. Obwohl mein Klient sich sicher war, dass keine Kontopfändung vorlag, formulierte ich sicherheitshalber im Schreiben zur Rückumwandlung, dass diese nur unter der Voraussetzung, dass keine Kontopfändungen vorliegen, erfolgen und dies geprüft werden soll.

Das wurde leider nicht geprüft, und da tatsächlich eine vor Eröffnung ausgebrachte Pfändung des Hauptgläubigers vorliegt, wurden eigentlich unpfädbare Guthaben gesperrt. Telefonisch war die Bank nicht bereit, nach der umgehend Wiederumwandlung in ein P-Konto das gesperrte Guthaben freizugeben. Noch ist es nicht ausgekehrt und ich hoffe auf ein Einlenken der Bank nach dem schriftlichen Ersuchen mit Ankündigung von Schadensersatzforderung.

Fazit mein Rat: Rückumwandlung nicht beantragen, bevor schriftlich vorliegt, das keine Pfändung vorliegt.

Gruß
Ingo