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Thema: Wie am besten Gegenangebot Inkasso formulieren?

  1. #1
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    Standard Wie am besten Gegenangebot Inkasso formulieren?

    Erst einmal ein Hallo an euch alle,

    die Googlesuche hat mich auf euer Forum gebracht und und nun muss ich gleichmal eine Frage stellen.

    Aus meiner Schuldenvergangenheit plagt mich noch eine Forderung wo es um ca 2000€. Was sich aus 1000€ Hauptforderung und gut 1000€ Kosten zusammen setzt. Die ganze Angelegenheit stammt aus dem Jahre 1996 und diese möchte ich nun irgendwie auch endlich mal zum Abschluss bekommen.

    Seinerzeit habe ich mit Hilfe einer gemeinnützigen Beratungsstelle bei meinen anderen Schulden einen Vergleich mit Einmalzahlung hinbekommen. Nur ist damals diese oben genannte Forderung nicht mit berücksichtigt. Ich muss dazu sagen das bei diesem Inkassounternehmen zwei Forderungen offen gewesen sind und damals wo ich die Forderungsaufstellungen bei diesem Inkassobüro angefordert wurde mir nur für die andere Sache ein Aufstellung geschickt.
    Beide Sachen waren auch in der Schufa eingetragen wobei die obengenannte in der Schufa mit uneinbringliche Forderung /Einzug unwirtschaftlich gekennzeichnet ist.
    Nachdem dem sich mein Score das letzte Jahr nicht wirklich erholt trotz erfolgreichen Vergleichszahlungen.Nun habe ich die Schufa angeschrieben und erfahren das diese Forderung bis zur Erledigung gespeichert bleibt.

    Die damalige Aussage der Schuldnerberatung war gewesen das diese Forderung halt wegen dem Eintrag uneinbringliche Forderung / Einzug unwirtschaftlich in den Vergleichsverhandlungen nicht berücksichtigt werden muss da dieses vom Inkassobüro abgeschrieben ist.
    Jetzt hatte ich dem Inkassobüro habe ich ein Vergleichsangebot geschrieben was aber mit einem Gegenangebot abgelehnt wurde. In dem Gegenangebot wurde mir vorgeschlagen die Forderung mit 30 Monatlichen Raten a 50€ abzuzahlen. Wenn ich dieses Angebot annehme ist meine Schufa ja weiterhin für gute 6 Jahre im Eimer.
    Da eventuell bald ein Umzug ansteht möchte ich gerne meine Altlasten in der Schufa erledigt haben.

    Hat jemand eventuell einen Tipp wie ich ein neues Gegenangebot formulieren kann. Ich könnte eine Einmalzahlung von ca 900€ stemmen mit Hilfe der Verwandschaft und eigenen Rücklagen. Mein erstes Angebot war 350€ Einmalzahlung was abgelehnt wurde.

    Dank schon mal für Antworten und eventuelle Tipps

  2. #2
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    Hi Surbass!
    Zitat Zitat von Surbass Beitrag anzeigen
    Aus meiner Schuldenvergangenheit plagt mich noch eine Forderung wo es um ca 2000€. Was sich aus 1000€ Hauptforderung und gut 1000€ Kosten zusammen setzt. (...)In dem Gegenangebot wurde mir vorgeschlagen die Forderung mit 30 Monatlichen Raten a 50€ abzuzahlen.
    Das Angebot der Inkassobude ist sch...lecht. Sehr wahrscheinlich sind durch Zinsverjährung und Spesenkäse derzeit deutlich weniger als 1500 Euro tatsächlich durchsetzbar.

    Es sei denn Du hast Dein erstes Vergleichsangebot an die sehr ungelenk formuliert (was wir mal nicht hoffen wollen) ...
    Zitat Zitat von Surbass Beitrag anzeigen
    Hat jemand eventuell einen Tipp wie ich ein neues Gegenangebot formulieren kann. Ich könnte eine Einmalzahlung von ca 900€ stemmen mit Hilfe der Verwandschaft und eigenen Rücklagen. Mein erstes Angebot war 350€ Einmalzahlung was abgelehnt wurde.
    Grundsätzlich ist es taktisch sehr schlecht denen (wenn auch nur implizit) mitzuteilen, dass man sie Sache unbedingt aus der Welt haben will. Zudem ist es immer besser das über eine Beratungsstelle zu machen. Darauf wird einfach anders reagiert. Geh doch nochmal dahin.

    Ansonsten kommt der Inhalt eines solchen Angebotes auch auf Deine Einkommenssituation an. Grundsätzlich rate ich aber immer dazu folgende Dinge in jedem Fall in die Formulierung einzubetten:
    - Anerkenntnis der Forderung grundsätzlich ausschließen
    - Das Geld wird Dir ausschließlich für den Vergleichsversuch von einem Dritten geliehen
    - Zahlungsmodalitäten mit Datum deutlich benennen
    - Das Angebot gilt "zur Abgeltung aller wechselseitigen Ansprüche"
    Geändert von Caffery (01.02.2018 um 14:46 Uhr)

  3. #3
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    Mein erstes Angebot war 350€ Einmalzahlung was abgelehnt wurde.
    Ist ein Pokerspiel
    Wenn Du jetzt nicht reagierst wird sich die Inkassofirma in recht kurzer Zeit mit einem Angebot melden.
    ICH würde cool bleiben und eifach abwarten
    Ex Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse

  4. #4
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    Heute kam mal wieder eine Mail von dem Inkasso zwecks der bestehenden Forderung. Auf das Angebot der Ratenzahlung bin ich nicht eingegangen und habe denen auch mitgeteilt das ich knapp über dem pfändbaren mit meinem Einkommen bin da ich für 2 Personen Unterhaltspflichtig bin. Und ein einmaliger fester Betrag von 600€ zur Verfügung steht von dritter Seite zwecks einmaliger Zahlung.
    Dieses ist der Text der mir nun geschickt wurde
    Als Betreff stand halt dieses in der Mail: Anfrage ob Ratenzahlung möglich

    in der vorbezeichneten Angelegenheit nehmen wir Bezug auf die bisherige Korrespondenz
    und möchten Sie bitten, sich mit uns telefonisch in Verbindung zu setzen, damit wir in einem
    gemeinsamen Gespräch über eine weitere Vorgehensweise in Ihrem Fall sprechen können.
    Wir hoffen auf gute Zusammenarbeit und erwarten Ihren Anruf in den nächsten Tagen.

    Ich denke es wäre sicherlich ziemlich unklug mit denen zu telefonieren oder?
    Ratenzahlung wäre momentan auch nicht wirklich drin da heute Nebenkostenabrechnung von gut 600€ eingetrudelt sind die für mich erst mal an erster Stelle stehen was eine Ratenzahlung angeht.
    Da auf der Strasse zu sitzen mit einem kleinen Kind muss ich nicht unbedingt haben.

  5. #5
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    Da anrufen wird mit höchster Wahrscheinlichkeit nichts bringen. Also solltest Du das lassen.

    Ich würde aktuell nichts weiter machen - außer vielleicht mal eine Beratungsstelle aufsuchen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Surbass Beitrag anzeigen

    Ich denke es wäre sicherlich ziemlich unklug mit denen zu telefonieren oder?
    Ratenzahlung wäre momentan auch nicht wirklich drin
    Ich sag mal so. Wenn du geübt bis schwierige bis kritische Telefonate zu führen, es schaffst dich mit genügend Selbstbewußtsein nicht von "deinem Ziel" abbringen
    zu lassen und du mit den Damen und Herren im Bezug auf's Schuldrecht mithalten kannst, kannst du durchaus mit ihnen telefonieren.

    Ist dem nicht so, solltest du es tatsächlich eher lassen!

  7. #7
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    Zitat Zitat von mucel Beitrag anzeigen
    Ich sag mal so. Wenn du geübt bis schwierige bis kritische Telefonate zu führen, es schaffst dich mit genügend Selbstbewußtsein nicht von "deinem Ziel" abbringen
    zu lassen und du mit den Damen und Herren im Bezug auf's Schuldrecht mithalten kannst, kannst du durchaus mit ihnen telefonieren.

    Ist dem nicht so, solltest du es tatsächlich eher lassen!
    Es reicht auch wenn man sich in seiner Position nicht erschüttern lässt. Das die Mitarbeiter von Inkasso Büros so Ahnung von Schuldrecht haben ist nicht gesichert - eine Dame mit der ich mich unterhalten habe kannte den Unterschied zwischen Schuldübergang und Schuldbeitritt nicht und konnte vor Gericht auch nicht erklären was gewollt war bzw. verabredet war.

  8. #8
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    Danke für eure Antworten. Der einzige Anruf morgen wird der sein einen Termin bei der Schuldnerberatung zu vereinbaren. Werde einfach bis dorthin einfach nicht mehr darauf reagieren wenn das Inkasso sich nochmals melden sollte.
    Das dumme ist ja das ich bei diesem Verein schon einen Vergleich im letzten Jahr hatte wegen einer Forderung die noch höher als der jetzige geforderte Betrag ist.
    Und damals hat das Inkasobüro keine Forderungsaufstellung auf Nachfrage für diese Angelegenheit geschickt. Ich war hat etwas Naiv und dachte das die Sache in dem IB ausgebucht wurden ist.
    So hätte die Sache gleich mit den AEV gekonnt.

  9. #9
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    Eine Frage stellt sich mir gerade noch wo ich gerade die Forderungsaufstellung noch einmal näher angesehen habe. Da gibt es einige Posten die mir etwas komisch vorkommen und zwar folgende

    12.08.10 37,50 Außendiensteinsatz 37,50
    14.06.11 1,20 Schuldnerregisteranfrage 1,20
    01.08.11 23,40 Vollstreckungsauftrag 1. 23,40
    02.03.12 22,45 Gerichtsvollzieherkosten 22,45

    Ich bin mir ganz sicher das es in 2011 und 2012 keinen Besuch vom Gerichtsvollzieher gegeben hat und auch an den Besuch des Aussendienstes kann ich mich nicht erinnern.
    Gibt es eine Möglichkeit rauszufinden ob es diese Vollstreckungsaufträge wirklich gegeben hat? Weil wenn nicht wäre ja einiges an Zinsen zu streichen aus der Forderung da laut Aufstellung gab es den ersten Vollstreckungsversuch in 1996.

  10. #10
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    Den Außendienst müsstest du sowieso nicht bezahlen.
    Gibt es eine Möglichkeit rauszufinden ob es diese Vollstreckungsaufträge wirklich gegeben hat?
    Rechnungen des GV verlangen...

    Wenn du allerdings beim GV bekannt warst bzw. amtsbekannt nichts zu pfänden da war, oder wenn das ein Antrag auf Abgabe der Vermögensauskunft war und bereits eine aus den letzten 2 Jahren vorlag, könnte da durchaus etwas passiert sein. Ohne dass du direkt etwas gemerkt hast davon.

    Weil wenn nicht wäre ja einiges an Zinsen zu streichen aus der Forderung da laut Aufstellung gab es den ersten Vollstreckungsversuch in 1996.
    Selbst wenn es das gab: Zinsen zwischen 1996 und 31.12.2007 sind trotzdem verjährt und bleiben es.
    Wenn zwischen 2012 und 2018 ebenfalls nichts passiert ist, sind auch alle Zinsen zwischen 1.1.2008 und 31.12.2013 verjährt.
    Ausnahmen gibt es nur, wenn die Zinsen gesondert tituliert wurden.
    Geändert von mepeisen (14.03.2018 um 14:08 Uhr)

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