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Thema: Zwangssicherungshypothek

  1. #1
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    1

    Frage Zwangssicherungshypothek

    Hallo,

    ich war angestellte Geschäftsführerin einer GmbH und musste die Firma nach 20 Jahren insolvent melden, da ich mich mit einem zusätzlichen Betrieb übernommen hatte. Leider habe ich die Insolvenz verschleppt und wurde deswegen auch zu einer Strafzahlung verurteilt, nicht vorbestraft. Nun kommen noch Forderungen, für die ich als Geschäftsführer persönlich hafte, so vom Finanzamt Lohnsteuer aus einer Aussenprüfung, die zwar gemeldet, aber übersehen worden war. Es waren auch keine Mahnungen gekommen, so dass das einfach untergegangen war. Die Forderung beläuft sich auf rd. 5400 Euro. Dazu dann Säumniszuschläge etc. gesamt 9490 Euro. Nachdem ich mit einer Überlastungsdepression zusammen gebrochen bin, kann ich derzeit nur wenig arbeiten. Das soll sich nun langsam ändern. Ich habe mehrfach beim Finanzamt einen Ratenantrag gestellt. Nichts passierte. Zuletzt am 1.1.2018. Letzte Woche nun kam die Zwangssicherungshypothek auf unser Haus. Ich hatte zwar meinen mini-Hausanteil vor über einem Jahr auf meinen Mann übertragen, da eh immer er alle Hausraten gezahlt hat, aber das interessiert das Finanzamt gar nicht. Mein Mann fiel natürlich aus allen Wolken. Er hatte gegen den Duldungsbescheid auch Einspruch eingelegt, aber wohl keine Aussetzung der Vollstreckung beantragt. Ich hatte die Forderung gegen mich anerkannt. Was soll ich nun tun? Mit dem Finanzamt reden und versuchen, Raten zu vereinbaren. Wie bekomme ich diese Zwangssicherungshypothek schnell weg? Anwalt einschalten? Ich habe dem FA mehrfach mitgeteilt, dass ich die Hauptforderung zahlen werde. Sie wollten immer eine umfassende Gläubigeraufstellung gegen mich, die ich aber nicht erstellen konnte bisher, da erst im Januar ein weiterer Gläubiger einem Vergleich zugestimmt hat und nicht klar ist, ob noch weitere kommen. Mein Mann ist sehr sauer auf mich, will mich derzeit nicht in seinem Haus haben, obwohl ich ihn und auch meine 3 Kinder liebe. Dazu kam, dass ich Anfang des Jahres wegen einer heftigen Lungenentzündung operiert werden musste. Es ist wie verhext. Alles bricht derzeit zusammen. Bisher war ich seltenst krank. Ich bin total verzweifelt. Was mache ich mit dem Finanzamt? Mein Mann plant einen Kredit, wegen eines Wohnungsausbaus für unseren Sohn, das ist wohl jetzt ein Riesenproblem?

    VG Mocho

  2. #2
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    Zitat Zitat von Mocho Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich war angestellte Geschäftsführerin einer GmbH und musste die Firma nach 20 Jahren insolvent melden, da ich mich mit einem zusätzlichen Betrieb übernommen hatte. Leider habe ich die Insolvenz verschleppt und wurde deswegen auch zu einer Strafzahlung verurteilt, nicht vorbestraft. Nun kommen noch Forderungen, für die ich als Geschäftsführer persönlich hafte, so vom Finanzamt Lohnsteuer aus einer Aussenprüfung, die zwar gemeldet, aber übersehen worden war. Es waren auch keine Mahnungen gekommen, so dass das einfach untergegangen war. Die Forderung beläuft sich auf rd. 5400 Euro. Dazu dann Säumniszuschläge etc. gesamt 9490 Euro. Nachdem ich mit einer Überlastungsdepression zusammen gebrochen bin, kann ich derzeit nur wenig arbeiten. Das soll sich nun langsam ändern. Ich habe mehrfach beim Finanzamt einen Ratenantrag gestellt. Nichts passierte. Zuletzt am 1.1.2018. Letzte Woche nun kam die Zwangssicherungshypothek auf unser Haus. Ich hatte zwar meinen mini-Hausanteil vor über einem Jahr auf meinen Mann übertragen, da eh immer er alle Hausraten gezahlt hat, aber das interessiert das Finanzamt gar nicht. Mein Mann fiel natürlich aus allen Wolken. Er hatte gegen den Duldungsbescheid auch Einspruch eingelegt, aber wohl keine Aussetzung der Vollstreckung beantragt. Ich hatte die Forderung gegen mich anerkannt. Was soll ich nun tun? Mit dem Finanzamt reden und versuchen, Raten zu vereinbaren. Wie bekomme ich diese Zwangssicherungshypothek schnell weg? Anwalt einschalten? Ich habe dem FA mehrfach mitgeteilt, dass ich die Hauptforderung zahlen werde. Sie wollten immer eine umfassende Gläubigeraufstellung gegen mich, die ich aber nicht erstellen konnte bisher, da erst im Januar ein weiterer Gläubiger einem Vergleich zugestimmt hat und nicht klar ist, ob noch weitere kommen. Mein Mann ist sehr sauer auf mich, will mich derzeit nicht in seinem Haus haben, obwohl ich ihn und auch meine 3 Kinder liebe. Dazu kam, dass ich Anfang des Jahres wegen einer heftigen Lungenentzündung operiert werden musste. Es ist wie verhext. Alles bricht derzeit zusammen. Bisher war ich seltenst krank. Ich bin total verzweifelt. Was mache ich mit dem Finanzamt? Mein Mann plant einen Kredit, wegen eines Wohnungsausbaus für unseren Sohn, das ist wohl jetzt ein Riesenproblem?

    VG Mocho
    Wenn dein Mann Einspruch gegen den Duldungsbescheid Einspruch eingelegt hat stellt sich die Frage, wie über den Einspruch entschieden wurde.
    Ggf. müsste gegen den Einspruchsbescheid geklagt werden, sofern noch nicht rechtskräftig.
    Du brauchst einen kompetenten (!) Rechtsanwalt, die gibt es auch, oder einen guten Steuerberater, sonst wird das vermutlich nichts.

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