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Thema: Schreiben vom Inkasso Unternehmen

  1. #1
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    Frage Schreiben vom Inkasso Unternehmen

    Guten Abend,

    ich habe heute ein zweites Schreiben von einem Inkasso Unternehmen erhalten. Diesmal mit einer Forderung (1800€) und Ratenplan (80€ im Monat), vorher gab es nur die "Bitte, sich zu melden".
    Da dieses Forderung, nach ihrer Aussage 17 Jahre her ist und ich es wirklich nicht mehr wirklich weiß. Habe ich als erstes Widerspruch eingelegt, da für mich nicht klar ist, ob eine berechtigte Forderung besteht.

    Kurze Zeit später, habe ich mich bei der Versicherung, von der die Forderung Ursprünglich bestand laut Schreiben, angerufen. Die konnten mir nur sagen "Ja, es gab da mal was, es wurde der Vertrag von uns (der Versicherung) aus gekündigt". Wohl möglich, wegen nicht Bezahlens. Mehr konnte sie mir nicht sagen.

    Was mich verwundert ist nun, das nichts darüber in der Schufa steht bzw. stand. Wenn ein Titel besteht, was ich nicht weiß. Müsste das in der Schufa stehen, oder nicht zwangsläufig?
    Ich habe vor vielen Jahren, alle mir bekannten Schuldner zusammengefasst und über einen einzigen Kredit von der Bank getilgt. Heute bin ich Schuldenfrei und bin natürlich mehr wie Verwundert, woher auf einmal eine solche Forderung kommt. Und weiß erst einmal nicht genau wie ich Reagieren soll.

  2. #2
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    Zitat Zitat von PeepPeep Beitrag anzeigen
    Was mich verwundert ist nun, das nichts darüber in der Schufa steht bzw. stand. Wenn ein Titel besteht, was ich nicht weiß. Müsste das in der Schufa stehen, oder nicht zwangsläufig?
    Nein, das besagt garnichts.
    Zitat Zitat von PeepPeep Beitrag anzeigen
    Schuldner
    Gläubiger !!
    Zitat Zitat von PeepPeep Beitrag anzeigen
    zusammengefasst und über einen einzigen Kredit von der Bank getilgt. Heute bin ich Schuldenfrei und bin natürlich mehr wie Verwundert, woher auf einmal eine solche Forderung kommt.
    Aix, schade um das schöne Geld.
    Zitat Zitat von PeepPeep Beitrag anzeigen
    Und weiß erst einmal nicht genau wie ich Reagieren soll.
    Warte erstmal wie die auf Deinen Brief reagieren. Vermutlich aber nicht anders als bisher.
    Dann schreib die nochmal an und schreibe sowas wie "Die Forderung wird bestritten. Hilfsweise erhebe ich ausdrücklich die Einrede der Verjährung - in Bezug auf die Hauptforderung, Kosten und Zinsen. Zusätzlich bitte ich um Übersendung des Forderungstitels in Kopie, sowie um Übersendung einer detaillierten Forderungsaufstellung bei der meine Verjährungseinrede berücksichtigt wurde."
    Wenn und wie sie darauf reagieren kannst Du ja dann gerne wieder hier mitteilen - oder direkt zu einer Beratungsstelle gehen, was sicherlich auch das Gegenteil von schädlich wäre.

    Deren lustigen "Ratenplan" ignorierst Du bitte - nur ums nochmal gesagt zu haben
    Geändert von Caffery (26.01.2018 um 20:33 Uhr)

  3. #3
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    Ich habe vor vielen Jahren, alle mir bekannten Schuldner zusammengefasst und über einen einzigen Kredit von der Bank getilgt.
    Hast du noch die Unterlagen von damals aufgehoben? Also nicht zur Kredittilgung sondern zu dem, was da zusammengefasst wurde? Oder auch Kontoauszüge, falls es über dein Konto überwiesen wurde?

    Ergänzend zu Caffery noch die Frage: Steht in dem Inkassoschreiben etwas von "tituliert", "Vollstreckungsbescheid" o.ä.?

  4. #4
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    Hallo,

    erst einmal vielen Dank für die Ausführliche und Hilfreiche Antwort. Nicht immer ist so etwas selbstverständlich.
    Werde euch auf dem laufenden Halten.

    @mepeisen: Es steht im Betreff Ratenzahlangebot Forderung der XYZ Versicherung Vollstreckungsbescheid vom 26.01.2001.

    Leider habe keinerlei Dokumente mehr aus der Zeit, schlichtweg weil es schon so lange her ist. Und ob darüber dieses bezahlt worden ist, weiß ich einfach nicht mehr.
    Ich weiß nur noch ganz ganz verschwommen, dass ich wohl mal mit 22 Jahren, so glaube ich wenigstens, eine KFZ-Versicherung über diese Versicherung laufen gehabt habe.
    Aber wie viele Mahnbescheide, oder ich einen Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen hatte, weiß ich schlichtweg nicht mehr.
    Es war eine sehr schwierige Zeit für mich, mit vielen Veränderungen. Was an der Stelle keine Entschuldigung sein soll.

    Was mich im Moment auch am meisten daran ärgert ist, dass sich in alle den Jahren keiner gemeldet hat. Seit vielen Jahren gehe ich sehr gewissenhaft mit Dokumenten und Geld um und glaube einen guten Weg gefunden eben nicht mehr in die Spirale der Schulden zu geraten. Doch für mich stellt sich die Situation so dar, als würde dahinter die Idee stehen, Junge Menschen bewusst oder unbewusst in eine Situation zu bringen wo sie Schulden anhäufen und nicht bezahlen können. Und dann lässt man einfach 10 -20 Jahre die Sache auf sich beruhen und fordert auf einmal die Summe plus Zinseszins genau in der Hoffnung, dass sie jetzt bezahlen können.

    Ich möchte an der Stelle es klar betonen, jeder ist für sich und sein Handeln verantwortlich, vor allem dann wenn er eben schon >18 Jahre alt ist. Doch sind wir mal Ehrlich, wie Erwachsen und Reif ist denn ein > 18 < 25 Jähriger.

    Rechtens würde ich es Persönlich finden, wenn Schulden begangen wurden, diese in einem Zeittraum von 5 Jahren einzufordern. Damit man eben nicht durch die Zinseszins Geschichte eine Grundforderung "unnötig" in die Höhe treibt.
    Geändert von PeepPeep (27.01.2018 um 08:22 Uhr)

  5. #5
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    Doch sind wir mal Ehrlich, wie Erwachsen und Reif ist denn ein > 18 < 25 Jähriger.
    Wäre es in Deinen Augen denn ratsam, diesem Personenkreis Leistungen ausschließlich gegen Vorkasse zukommen zu lassen, damit erst garkeine Schulden entstehen können?

  6. #6
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    Ich orakel mal so vor mich hin: Wenn die sich jetzt 1800 Euro wünschen, 2001 tituliert wurde und da seit Dekaden nichts gelaufen ist, sind da alleine 14 Jahre verjährte Zinsen drin. Zusätzlich sehr wahrscheinlich noch nachgerichtlicher Spesenkäse von ein paar hundert Euro.
    Ich vermute mal ganz grob, dass die Forderung geputzt so um die 700 Euro liegen wird.

  7. #7
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    Zitat Zitat von PeepPeep Beitrag anzeigen
    Guten Abend,

    ich habe heute ein zweites Schreiben von einem Inkasso Unternehmen erhalten. Diesmal mit einer Forderung (1800€) und Ratenplan (80€ im Monat), vorher gab es nur die "Bitte, sich zu melden".
    Da dieses Forderung, nach ihrer Aussage 17 Jahre her ist und ich es wirklich nicht mehr wirklich weiß. Habe ich als erstes Widerspruch eingelegt, da für mich nicht klar ist, ob eine berechtigte Forderung besteht.

    Kurze Zeit später, habe ich mich bei der Versicherung, von der die Forderung Ursprünglich bestand laut Schreiben, angerufen. Die konnten mir nur sagen "Ja, es gab da mal was, es wurde der Vertrag von uns (der Versicherung) aus gekündigt". Wohl möglich, wegen nicht Bezahlens. Mehr konnte sie mir nicht sagen.

    Was mich verwundert ist nun, das nichts darüber in der Schufa steht bzw. stand. Wenn ein Titel besteht, was ich nicht weiß. Müsste das in der Schufa stehen, oder nicht zwangsläufig?
    Ich habe vor vielen Jahren, alle mir bekannten Schuldner zusammengefasst und über einen einzigen Kredit von der Bank getilgt. Heute bin ich Schuldenfrei und bin natürlich mehr wie Verwundert, woher auf einmal eine solche Forderung kommt. Und weiß erst einmal nicht genau wie ich Reagieren soll.
    Fordere das Inkassounternehmen unter Fristsetzung (nach Datum, ca. 2 Wochen Zeit ist angemessen) auf, eine Kopie des behaupteten Vollstreckungstitels, saemtliche Informationen gem. RDG § 11a, inklusive der auf Anfrage ergaenzend mitzuteilenden Informationen, insb. inkl. einere nachvollziebaren Forderungsaufstellung zur Verfuegung zu stellen.

    Wenn du das hast streichst du alle Fantasiekosten, insb. verjaehrte Zinsen, aus der Forderungsaufstellung; du kannst dich hier auch noch einmal schlau machen.

    Darueber hinaus fordere auf, gem. BDSG § 34 vollstaendige Auskunft zu erteilen bezueglich aller dort aufgeführten Kriterien, ggf. Negativauskunft.

    Wenn du sie aergern willst fordere einen Nachweis der ordnungsgemaessen Bevollmächtigung (wahrscheinlich haben die das nicht mehr oder nur eine "Generalvollmacht") sowie unter Hinweis auf § 4g BDSG das oeffentliche Verfahrensverzeichnis (“Verfahrensverzeichnis für Jedermann”), das vom IKU vorzuhalten ist und auf das du einen Anspruch hast, zur Verfuegung zu stellen.
    Geändert von peter26 (27.01.2018 um 11:05 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von peter26 Beitrag anzeigen
    Fordere das Inkassounternehmen unter Fristsetzung (...)
    *öhm* Also es ist ja nichts wirklich falsch was Du da schreibst aber: Hältst Du diese Vorgehensweise in der jetzigen Situation wirklich für angemessen und taktisch klug?

    Wenn ich auf der Arbeit sehr viel Sportsgeist habe und mir eine Inkassobude ausdauernd und nachhaltig so auf den Sack geht weil sie alles ignoriert und mehrfach unter Beweis gestellt hat, dass sie eigentlich nur pöbeln und Angst verbreiten will aber offensichtlich nichts in der Hand hat dann komme ich der auch in etwa so.

    Aber als Schuldner selber nur aufgrund eines (wahrscheinlich in der Grundsache sogar berechtigten) Inkassobriefes direkt so zu kommen sorgt aus meiner Sicht eher dafür, dass man sich nicht unwesentliche Optionen zu einer gütlichen Einigung (auf die man ja im Endeffekt hinauswill) wahrscheinlich schon verhagelt.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    *öhm* Also es ist ja nichts wirklich falsch was Du da schreibst aber: Hältst Du diese Vorgehensweise in der jetzigen Situation wirklich für angemessen und taktisch klug?

    Wenn ich auf der Arbeit sehr viel Sportsgeist habe und mir eine Inkassobude ausdauernd und nachhaltig so auf den Sack geht weil sie alles ignoriert und mehrfach unter Beweis gestellt hat, dass sie eigentlich nur pöbeln und Angst verbreiten will aber offensichtlich nichts in der Hand hat dann komme ich der auch in etwa so.

    Aber als Schuldner selber nur aufgrund eines (wahrscheinlich in der Grundsache sogar berechtigten) Inkassobriefes direkt so zu kommen sorgt aus meiner Sicht eher dafür, dass man sich nicht unwesentliche Optionen zu einer gütlichen Einigung (auf die man ja im Endeffekt hinauswill) wahrscheinlich schon verhagelt.
    Du kannst natürlich auch "bitte, bitte" sagen, wenn du das für angemessener und taktisch klug hälst.
    Ich würde nicht dazu raten .....
    Als IKU würde ich "bitte, bitte" nicht beachten.

  10. #10
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    Zitat Zitat von peter26 Beitrag anzeigen
    Du kannst natürlich auch "bitte, bitte" sagen, wenn du das für angemessener und taktisch klug hälst.
    Ich würde nicht dazu raten .....
    Als IKU würde ich "bitte, bitte" nicht beachten.
    Bevor ich jetzt auch unsachlich werde, werfe ich lieber den weißen Geschmacksfrage-Handschuh.

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