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Thema: Privatinsolvenz und erste Lohnabtrtung

  1. #11
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    Hab grade einen Anruf bekommen, das mit dem IV telefoniert wurde und der behauptet das es per Gericht so entschieden wäre das das Einkommen meines Sohnes 380 € und das meiner Frau ca 400 € voll angerechnet würde und die beiden deshalb nicht berücksichtigt werden können. Aber bei so kleinen Einkommen bin ich doch trotzdem Unterhaltsverpflichtet und wie kann es sein das ich jetzt gerichtlich dagegen vorgehen muss? Ich bin am A. wenn das so ist und ich muss die Insolvenz irgendwie wieder rückgängig machen.
    Geändert von Päffläff (24.01.2018 um 14:26 Uhr)

  2. #12
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    Du kannst eine Insolvenz nicht rückgängig machen. Und Deinem Arbeitgeber würde ich mal mitteilen, dass am Telefon immer viel behauptet werden kann. So lange kein schriftlicher Gerichtsbeschluss vorliegt, sind Ehefrau und Sohn als unterhaltsberechtigt zu berücksichtigen. Mich würde es, ehrlich gesagt, wundern, wenn 380 Euro zur kompletten Nichtberücksichtigung führt.

  3. #13
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    Laut Insovenzverwalter hätte das Gericht es so entschieden. Ich habe morgen den Erst Termin mit dem Verwalter. Bin mal gespannt was da noch so alles kommt. Wenn ich das gewusst hätte. Mir haben alle ( Caritas ) gesagt mach es und Du bist besser dran als jetzt. Mit der Summe hätte ich auch die Gläubiger befriedigen können ohne Insolvenz.

  4. #14
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Laut Insovenzverwalter hätte das Gericht es so entschieden.
    Könnte sein, dass das irgendein Gericht mal in irgendeinem andern ähnlichen Fall so entschieden hat, aber das hätte keine Auswirkung auf dein Verfahren!! Wenn dein Gericht das in deinem Fall entscheidet, wirst du vom Gericht zu einem solchen Antrag des IV angehört und erhältst dann auch einen schriftlichen Gerichtsbeschluss, gegen den du Rechtsmittel einlegen könntest.

  5. #15
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    Der IV hat im Vorfeld selbst den Antrag bei Gericht § 850c Abs. 4 ZPO gestellt. Aber wenn ich selbst alle Einkommen zusammen zähle wären es ca 3000,- € und dann hätte man 480 € abzutreten und nicht 704 €

  6. #16
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    Hallo!
    Deine Herangehensweise der Bildung eines Familieneinkommens und Ermittlung des pfändbaren Betrages daraus (3.000,00 EUR, davon rd. 480,00 EUR pfändbar bei zwei Unterhaltspflichten) deckt sich nicht mit der tatsächlich korrekten Berechnungsweise.

    Es ist nämlich jeder Einkommensbezieher mit seinem Einkommen und den ggf. zu berücksichtigenden Unterhaltspflichten einzeln zu betrachten. In Deinem Fall: 3.000,00 EUR Gesamteinkommen ./. 780,00 EUR Einkommen Familienmitglieder = 2.220,00 EUR eigenes Resteinkommen, davon wären lt. Tabelle, ohne Unterhaltspflichten, rd. 760,00 EUR pfändbar. Da Du schreibst, es sind 704,00 EUR abgezogen worden, lag Dein pfändungsrelevantes Nettoeinkommen wohl bei rd. 2.140,00 EUR.

    Im Weiteren schließe ich mich Olaf K.´s Worten an, es müsste ein rechtsmittelfähiger Beschluss des Insolvenzgerichtes vorliegen, der auch Dir zugegangen sein sollte.
    LG

  7. #17
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Der IV hat im Vorfeld selbst den Antrag bei Gericht § 850c Abs. 4 ZPO gestellt. Aber wenn ich selbst alle Einkommen zusammen zähle wären es ca 3000,- € und dann hätte man 480 € abzutreten und nicht 704 €
    Also das ist faktisch unmöglich. Laut Ihrem Anfangsthread wurde Ihr Verfahren am 05.01.2018 eröffnet. Erst ab diesem Moment kann der Verwalter überhaupt Anträge stellen. Denn erst ab dann unterliegt Ihr Einkommen der Insolvenzrechtlichen "Pfändung". Und selbst wenn er gleich am 05.01.2018 den Antrag gestellt hat, hätte Sie das Gericht anhören müssen, Ihnen also rechtliches Gehör gewähren müssen. Denn es handelt sich um eine Einzelfallentscheidung und es müssen alle Umstände des Einzelfalles berücksichtigt werden. Und wenn dieses auch nicht passiert wäre, dann hätte Ihnen zumindest ein Beschluss des Gerichts zugestellt werden müssen, aus dem hervorgeht, dass Ihre Frau und Ihr Sohn nicht zu berücksichtigen sind. All das scheint nicht passiert zu sein, insofern kann das nicht sein. Wie Ingo bereits schrieb, können (und sollten) sie dann gegen den Beschluss Rechtsmittel (sofortige Beschwerde) einlegen. Eine volle Nichtberücksichtigung halte ich aufgrund der dazu bestehenden BGH-Entscheidungen auch nicht für wahrscheinlich.

  8. #18
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    Der Insolvenzverwalter hat mich eben selbst angerufen und bestätigt das er den Antrag stellen muss. Fakto also noch garnix gemacht hat. Wieso muss jetzt das Lohnbüro seinen Anweisungen folge leisten. Müssen die nicht erstmal berücksichtigen und der IV kann dann einen Antrag stellen? Ich habe vom Gericht nix bekommen ausser der Insoeröffnung und Verfahrensstundung.

    Er wollte nochmal wissen wie viel jetzt tatsächlich an eigenem Einkommen jeder von Beiden hat. Meis Sohn hat also 320 Euro Taschengeld + 60 Verpflegungspauschale vom DRK und meine Frau habe ich mit 400 € Ca. angegeben. Ihme aber gleich gesagt das sie auch mal weniger oder mehr hat, also zwischen 300 und 420 variabel aber im Schnitt nicht mehr als 400€

    Jetzt hat er mir einen Deal angeboten und möchte 1 Person anerkennen. Zwei könne er nicht machen.

    Ich habe Ihm gesagt das ich drüber schlafen möchte und wir weiter im Gespächstermin morgen reden könnten.

    Gesetz dem Fall, ich lasse mich darauf ein um erstmal Ruhe zu haben, kann ich das später widerufen?

  9. #19
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    Die Geschichte ist echt der Brüller. Dir wurde doch gesagt:
    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    mit dem IV telefoniert wurde und der behauptet das es per Gericht so entschieden wäre das das Einkommen meines Sohnes 380 € und das meiner Frau ca 400 € voll angerechnet würde und die beiden deshalb nicht berücksichtigt werden können.
    Es wäre ja mal spannend zu erfahren wer denn da jetzt gelogen hat.
    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Wieso muss jetzt das Lohnbüro seinen Anweisungen folge leisten. Müssen die nicht erstmal berücksichtigen und der IV kann dann einen Antrag stellen?
    Exakt so ist es.
    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Jetzt hat er mir einen Deal angeboten und möchte 1 Person anerkennen. Zwei könne er nicht machen.
    Ja dann soll er das doch so beantragen!
    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Ich habe Ihm gesagt das ich drüber schlafen möchte und wir weiter im Gespächstermin morgen reden könnten.
    Gesetz dem Fall, ich lasse mich darauf ein um erstmal Ruhe zu haben, kann ich das später widerufen?
    Du musst da morgen nichts zu sagen. Du musst nur zur Kenntnis nehmen, dass er das so beantragt. Bis dieser Antrag dann Rechtskraft erlangt hat, gehören aber m.E. beide unerhaltsberechtigten Personen voll berücksichtigt.

    PS: Ich halte es unterm Strich für realistisch, dass anhand der genannten Zahlen das Ende vom Lied tatsächlich eine anerkannte unterhaltsberechtigte Person ist. Dann würden laut der Zahlen hier knapp 300 Euro pro Monat "gepfändet" werden.

  10. #20
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    Ich hatte mir ohnehin vorgenommen ab WVP 300 zu zahlen wegen der drei Jahre. Wenn es so ist wie Du sagst dann kann ich den Deal auch direkt annehmen ohne den ganzen Zirkus und ich bin mit dem IV nicht im Streit.

    Ich kann nur unser Lohnbüro nicht verstehen.

    Denke mal das er die Sachbearbeiterin doll gequatscht hat. Und zu der Frage wer denn da gelogen hat: Ich denke der IV <>

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