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Thema: Weihnachtsgeld

  1. #1
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    Standard Weihnachtsgeld

    Hallo, jetzt bin ich über 1 Jahr in Privatinsolvenz und bisher lief mit dem Insolvenzverwalter alles super. Er hat mein Konto freigegeben von Anfang an und ich rechne immer selber aus wie viel ich monatlich an den Insolvenzverwalter zahle ( rechne es aus und schicke es mit der Gehaltsabrechnung zu und eine seiner Mitarbeiterin bestätigte bisher immer was ich berechnet habe) .

    Jetzt mit dem Weihnachtsgeld komm ich auf eine andere Summe bzw hat mir eine Mitarbeiterin mitgeteilt ich hätte es falsch berechnet.

    Ich bekomme 660 € Weihnachtsgeld, dachte nach dem Nettoprinzip zieh ich von meinem Nettoeinkommen 500 € direkt ab.

    Ich habe mit Weihnachtsgeld 2997,85 €

    Habe davon 500€ direkt abgezogen
    Und dann die Insolvenzsumme aus der Spalte rausgesucht.

    War das falsch?

  2. #2
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    Zitat Zitat von GiGi Beitrag anzeigen
    Ich bekomme 660 € Weihnachtsgeld, dachte nach dem Nettoprinzip zieh ich von meinem Nettoeinkommen 500 € direkt ab.
    Da ist wohl der Fehler. § 850a Abs. 4 ZPO sagt:

    "Unpfändbar sind...

    Weihnachtsvergütungen bis zum Betrag der Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von 500 Euro;"


    Von daher musst Du nicht 500 Euro abziehen sondern nur 330 Euro.

  3. #3
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    *urgs*

    Sorry, ich hatte einen Denkfehler. Mal wieder zu viel gleichzeitig gemacht, ungenau gelesen und nun kann ichs nicht mehr ändern So ist das hier: Passt man einmal nicht genau auf muss man zu seinem Fehler stehen

    Dein Arbeitseinkommen ist ja viel höher. So ignoriere er was ich oben schrieb. Ich kann Deinen Fehler nicht erkennen. Vielleicht ist ja jemand anders weiser. Ich entschuldige mich für die gestiftete Verwirrung.

  4. #4
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    ich meine, dass es inzwischen "auch Rechtsansichten gibt", wonach der Bruttobetrag von max 500 abzuziehen ist und dann "Probeabrechnungen" mit dem "neuen" brutto durchzuführen

    Fachleute beschreiben den Rechenweg so:
    Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden (BAG, Urteil vom 17.04.2013 - 10 AZR 59/12, Fundstelle BeckRS 2013, 70164),
    dass zur Berechnung des unpfändbaren Teils des Arbeitseinkommens bei Zahlung von Weihnachts-(oder Urlaubs-)geld die sogenannte "Nettomethode" und nicht die "Bruttomethode" anzuwenden ist.
    Im Ergebnis möchte diese Entscheidung erreichen, dass der pfandfreie Betrag des Weihnachtsgeldes in Höhe von 1/2 bzw. höchsten 500,00 € ein Bruttobetrag ist. Somit also die Steuern und Sozialversicherungsabgaben, die auf diese 500 € Weihnachtsgeld entfallen vom Schuldner davon noch abzuführen sind und dem Schuldner dann letztendlich nur das Netto aus diesen 500 € als zusätzlich unpfändbar verbleibt. Bei der Berechnung nach der Bruttomethode seien die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, die auf das Weihnachtsgeld entfallen, doppelt berücksichtigt worden.

    Die Berechnung wäre dann wie folgt:

    Gesammtbruttoeinkommen (inklusive Weihnachtsgeld)
    abzüglich 500,00 € (unpfändbarer Bruttoanteil bei Weihnachtsgeld von 1000 € oder höher)
    abzüglich Steuern und Sozialversicherungen, die auf das REGULÄRE Einkommen entfallen. Die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, die auf das Weihnachtsgeld entfallen, bleiben hier unberücksichtigt.
    Aus dem dann verbleibenden Betrag wird der gemäß §850c ZPO (in Verbindung mit der Tabelle) pfändbare Betrag ermittelt.
    Der danach unpfändbare Betrag verbleibt dem Schuldner.
    Geändert von imker (15.12.2017 um 17:57 Uhr)

  5. #5
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    Also die Mitarbeiterin hat mir geschrieben, dass nach dem Nettoprinzip der Betrag errechnet wurde.

    Vielleicht könntest Du anhand der oben angegebenen Daten mir den Betrag errechnen.

    Vielen Dank im voraus.

    Mfg

  6. #6
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    Hi,
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Sorry, ich hatte einen Denkfehler.
    nö, absolut nicht.
    GiGi hat 500 € statt der Hälfte von 660 € vom Netto anstatt vom Brutto abgezogen.

    Um den genauen Betrag zu ermitteln, muss man sich einen Brutto-Netto Rechner suchen, z.B. nettolohn.de oder den Rechner von focus.de.
    Hierin würde ich zunächst mal die Daten der Lohnabrechnung eintragen um zu prüfen, ob der Rechner annähernd zum gleichen Netto kommt. Wenn ja, dann vom Brutto 330 € abziehen und erneut berechnen.

    Gruß
    Ingo

  7. #7
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    Vielen Dank für Eure Antworten, leider bin ich zu blöd zum Ausrechnen.

    Lt Rechner den ich im Netz fand stehen mir 500 € Weihnachtsgeld zu.

    Btw letztes Jahr hatte eine andere Mitarbeiterin das auch errechnet mit den 500 €.

    Schöne Adventszeit

    Lg

  8. #8
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    Hi,
    Zitat Zitat von GiGi Beitrag anzeigen
    Lt Rechner den ich im Netz fand stehen mir 500 € Weihnachtsgeld zu.
    mir ist kein Brutto-Nettorechner bekannt, der Pfändungen berücksichtigt. Du hast da vermutlich nur einen veralteten Pfändungsrechner gefunden.

    Wenn die Mitarbeiterin 330 € vom Brutto abgezogen und eine fiktive Nettoberechnung gemacht hat, dann dürfte die stimmen.

    Gruß
    Ingo

  9. #9
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    @GiGi
    Trau Dir bitte mal zu, die BAG Entscheidung einzugeben - dazu tauchen dann auch Erläuterungen auf, wie das zu errechnen ist und es tauchen Meinungen auf, dass diese BAG-Entscheidung grottenfalsch ist und die Begründung zu 850a falsch verstanden hat

    Also akzeptieren, dass sich was geändert hat oder klagen, dann landest Du nicht beim BAG, wenn Du Dich mit dem Verwalter stritest - aber der macht dann auch das freiwillige zahlen nur noch mit, wenn er Dich gut versteht und hofft, dass mal jemand gegen diese BAG-Entscheidung den Zivilrechtsweg beschreitet.

  10. #10
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