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Thema: Frage wegen evtl. Restschuldbefreiung nach 3 Jahren

  1. #1
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    Standard Frage wegen evtl. Restschuldbefreiung nach 3 Jahren

    Hallo zusammen und ein frohes neues Jahr Nachträglich hier in Forum.
    Ich bin seit 20.08.2014 in der Privatinsolvenz, seit oktober 2015 in der WVP, nun habe ich gerade mit dem IV gesprochen ob ich nach 5 Jahre schon die vorläufige Restschuldbefreiung beantragen kann da mir ja viel vom Lohn und steuerrückzahlung wegen Hochzeit einbehalten wurde. Er sagt die Gerichtskosten sind bezhalt, die 119€ gebühren an IV auch und es wurde an die Gläubiger ausgeschüttet. Er sagte das 22% bezahlt wurden sind und mir noch 13% fehlen dann könnte ich dieses Jahr noch die Restschuldbefreiung beantragen, die Sekretärin wollte mir evtl. heute mal ausrechnen was ich ungefähr noch mit gebühren pi mal daumen zahlen müsste. Der IV sagte das ich ca noch 2500€ von meinen unpfändbaren bezahlen müßte plus gebühren. Also 80,98€ ziehen die mir vom Lohn jeden Monat ab dann könnten es noch 1700-1800€ sein was ich versuche es hin zu bekommen, vielleicht hilft ja meine Familie etwas ;-)
    Nun ich wollte fragen was ich vergessen habe dem IV zu fragen und ihn nicht nerven wollte, kann ich auch im Jahr 2018 also nach 4 Jahren den rest an dem IV zahlen und da die vorläufige Restschuldbefreiung beantragen oder geht das nur dieses Jahr nach 3 Jahren?

    Gruß Tom

  2. #2
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    Wann wurde das Insolvenzverfahren beantragt?

  3. #3
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    kann ich auch im Jahr 2018 also nach 4 Jahren den rest an dem IV zahlen und da die vorläufige Restschuldbefreiung beantragen oder geht das nur dieses Jahr nach 3 Jahren?
    § 300 Abs. 1 Nr. 2 InsO: Das Geld muss auf jeden Fall innerhalb der drei Jahre beim Treuhänder sein. Bist du zu spät, gibt es den nächsten "Ausgang" aus der InsO erst wieder 5 Jahre nach Eröffnung.

    Auf jeden Fall sollte so rechtzeitig eingezahlt werden, dass nach nochmaliger Nachberechnung durch den Treuhänder ggf. ein Fehlbetrag noch nachgeschossen werden könnte. Mit der Bestätigung des Treuhänders, dass 35% an die Gläubiger gezahlt werden können, kannst Du dann bei Gericht den Antrag stellen.

    Zur Nachfrage von INTI: Unbedingt sicher stellen, dass du den Insolvenzantrag erst nach dem 01.07.2014 an das Gericht geschickt hast!!! Sonst gilt für Dein Verfahren altes Recht ohne die Möglichkeit einer Verkürzung.

  4. #4
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    So habe jetzt eine Mail von meinen IV erhalten mit genauen zahlen was ich zahlen müßte bis anfang November:

    in Ihrem Verfahren wurden an die Gläubiger bisher folgende Zahlungen geleistet:





    Wohlverhaltensphase 1.986,60 € Abgeschlossen 31.10.2016

    Nachtragsverteilung 416,76 € Abgeschlossen 03.08.2016

    Nachtragsverteilung 928,35 € Abgeschlossen 18.07.2016

    Schlussverteilung 503,48 € Abgeschlossen 23.09.2015

    Gesamtsumme: 3.835,19 €



    Die Summe der festgestellten Forderungen liegt bei EUR 17.052,61. Hieraus 35 % entspricht EUR 5.968,41. Davon bereits gezahlt: EUR 3.835,19. Verbleibender Restbetrag: EUR 2.133,22.



    Hinzukommen die Treuhändervergütung für das laufende Tätigkeitsjahr: EUR 119,00 und geschätzte Kontoführungsgebühren in Höhe von EUR 15,00.



    Insgesamt müssten also bis Anfang November EUR 2.267,22 auf dem für Ihr Verfahren eingerichteten Anderkonto eingehen.



    Die o.a. Beträge gelten bis 14.11.2017. Danach erhöhen sie sich jährlich um mindestens EUR 119,00.

    Da zieht er ja jetzt nochmal 10 Monate 80€ von meinen gehalt ab sind 800€ bleiben ca 1460€ die ich zahlen müßte.

  5. #5
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    So habe jetzt eine Mail von meinen IV erhalten mit genauen zahlen was ich zahlen müßte bis anfang November
    Nein, die vom Treuhänder genannte Frist ist falsch!!!
    Da das Verfahren bereits am 20.08.2014 eröffnet wurde, endet die Drei-Jahres-Frist schon Mitte August!!!

    Der Novembertermin ist lediglich das Ende des Abrechnungsjahres des Verwalters, bevor eine neue Vergütung für ihn entstehen würde. Diese Abrechnungsjahre beginnen in der WVP mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens, die vermutlich im Nov. 2015 war.

  6. #6
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    Moin, moin,

    ich wollte nochmals drauf hinweisen, dass die Überlegungen allesamt akademisch sind wenn der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vor dem 01.07.2014 beim Insolvenzgericht eingegangen ist.
    Falls dem so sein sollte noch der Hinweis: Im Gesetz steht die Abtretungsfrist kann auf Antrag des Schuldners auf Erteilung der RSB nach drei Jahren. Der Antrag und die Glaubhaftmachung, dass die Bedingungen erfüllt sind müssten nach meiner Einschätzungvor dem Ablauf der drei jahre gestellt werden. D.h. als Ende der Zahlungsfrist wäre sogar Ende Juli 2017 anzusehen.

    Lg aus Mittelhessen
    Schuldnerberatung ist ein breites Feld, Sachverhalte können Auswirkungen in unterschiedlichen Bereichen haben - daher gilt: Die Qualität der Hilfe/Beratung ist vom dem Umfang der Informationen zum Sachverhalt abhängig.

  7. #7
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    Wieso werde ich dann auf falsche fährte von meinen IV geschickt? Bis ende Juli wird es schwierig die 1460 € zusammen zu bekommen aber ich probier es.

  8. #8
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    Ich hab jetzt gelesen das man in 36 Monaten die 35% angezahlt haben muß also bis 20.08.17 sollte es bezahlt sein oder bin ich da falsch? Jeder sagt was anderes, weiß da einer was genaueres?

  9. #9
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    Du wirst einer der ersten sein, der diese Regelung in Anspruch nehmen kann. Es gibt deshalb bisher keinerlei Praxiserfahrung.

    Allerdings gibt es den Gesetzestext (§ 300 InsO), der sagt:

    (...) Hat der Schuldner die Kosten des Verfahrens berichtigt, entscheidet das Gericht auf seinen Antrag, wenn
    (...)
    2. drei Jahre der Abtretungsfrist verstrichen sind und dem Insolvenzverwalter oder Treuhänder innerhalb dieses Zeitraums ein Betrag zugeflossen ist, der eine Befriedigung der Forderungen der Insolvenzgläubiger in Höhe von mindestens 35 Prozent ermöglicht, (...)

  10. #10
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    ..und nochmals die Frage, weil sie so wichtig ist:

    Hast Du damals den Insolvenzantrag ganz sicher erst nach dem 01.07.2014 beim Gericht eingereicht?

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