Hallo Forengemeinde ...

im Juli habe ich beim Insovlenzgericht vor Ort den eigenen Antrag auf die Regelinsolvenz gestellt. Da ich Freiberufler bin stellte ich auch gleizeitig beim Vollstreckungsgericht einen Antrag auf Erhöhung der Pfändungsfreigrenze für mein P-Konto (seit Juni greift dort eine Pfändung). Mit Abgabe des Antrages auf Eröffnung der Regelinsolvenz habe ich beim Insovenzgericht auch beantragt, dass bis zu einer Entscheidung über die Einleitung des Verfahrens per einstweiliger Verfügung die Pfändung aufgehoben wird (bis heute noch keine Antwort). Über die Erhöhung der Freigrenze ist noch nicht entschieden, weil sich der Gläubiger quer stellt.

Vor etwa 1 1/2 Wochen Post vom InsoGericht bekommen, dass das Insolvenzverfahren eröffnet wurde; heute hatte ich einen Termin mit dem Rechtsanwalt der als Insolvenzverwalter eingesetzt wurde. Aufklärung über meine Pflichten, wie ich mir den weiteren Weg vorstelle, kurze Besprechung der Schulden, meines Einkommens und dass die Gläubiger angeschrieben wurden. Diese haben Zeit, sich bis Mitte Oktober zu äussern; dann würden wir (Rechtsanwalt und ich) uns wiedersehen.

Gleichzeitig wollte mir der RA eine "Freigabe meines Kontos" in den nächsten Tagen zusenden da es sein könnte, dass die Deutsche Bank mein P-Konto dicht macht (bisher konnte ich aber noch Überweisungen tätigen, am Freitag wurde von mir die Miete überwiesen, bzw. Telefonrechnung wurde abgebucht).

Was mich ein wenig irritierte:
Ich fragte den RA ob denn mit Einleitung der Regelinsolvenz auch die Pfändung aufgehoben so dass ich wieder "frei" über mein Konto verfügen könne. Seitens des RA kam nur die Antwort "das kann ich Ihnen nicht sagen".
Im Bezug auf die Erhöhung der Freigrenze fragte ich ihn, ob ich dies beim Insolvenzgericht beantragen müsse; seinerzeit sagte man mir dass das Vollstreckungsgericht dafür verantwortlich sei und ich dies beim Inso-Gericht beantragen müsse. Ich erwiderte dass ich dies beim Vollstreckungsgericht beantragt sei da man mir bei Gericht sagte dass das Vollstreckungsgericht dafür verantwortlich sei. Der RA sagte mir dass "die sich schon untereinander austauschen würden". Ich bin ein wenig verwirrt diesbezüglich.
Inwiefern verhalte ich mich nun betreffend meines P-Kontos? Kann ich darüber wieder verfügen oder bedeutet die "Kontenfreistellung" dass meine Deutsche Bank ein Schreiben erhält, dass alle Zahlungseingänge über dem gesetzlichen Freibetrag an den Insoverwalter überwiesen werden müssen?

Danke Euch!