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Thema: Ich brauche etwas Hilfe.

  1. #1
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    Standard Ich brauche etwas Hilfe.

    Hallo Zusammen.

    Bei mir sieht es finanziell richtig mies aus. Ich lasse die PI prüfen. Bzw. Ich will das prüfen lassen.

    Ich habe mir nun schon bei 3 Unternehmen gemeldet. 2 Wollen mir gleich helfen und bieten zeitnahe Termine. Allerdings gegen Honorar. ca. 800-1000 Euro für die Vorbereitungsphase. Das andere karitativ, aber ewige Wartezeiten.

    Aktuell ist es so das ich jetzt mit der PI besser dran wäre. ich habe ein Einkommen von 1169 Euro(+265,89 Kreditversicherung) und regelmäßige Verpflichtungen von ca. 500 Euro jeden Monat. Zusätzlich laufende Kosten. Bald steht leider ALG2 an. Dann geht gar nichts mehr.

    Aktuell habe ich eine Kredit von 265,89 Euro/ Monat. Der ist in ALG1 versichert. Aktuell trägt die Versicherung die Raten. Aber auch das ist zu ALG2 im Oktober vorbei.

    Momentan kann ich mich dank meines Freundes halten. Er verzichtet gerade auf die Miete und gerät gerade selber so langsam in Schwulitäten.
    Aber spätestens im Oktober ist das vorbei. Im Moment kämpfe ich wie eine Blöde. Ich konnte vieles die letzten Monate begleichen. ich bin nun bei aktuell 3 Gläubigern bei denen etwas aufgelaufen ist. Das ist meine Bank und ein Versandunternehmen. Alle anderen Gläubiger konnte ich auslösen.
    Ansonsten habe ich halt die übliche laufenden Kosten. Handyvertrag, die üblichen Versicherungen die man so hat, Sportstudio etc.

    Ich habe aus den letzten Gesprächen einige Fragen und ich habe große Angst das seelenlose Menschen aus meiner Notsituation unverhältnismäßig Profit schlagen.

    -Ich würde gerne Arbeiten, hätte auch eine Vollzeitstelle aber die bringt weitaus weniger ein als das ALG1 und diese Kreditversicherung. Ich würde die Stelle gerne annehmen und frage mich ob ich das kann?
    Bin ich verpflichtet wenn ich mit ALG1 und der Versicherung ja mehr Schulden abtragen kann als wenn ich den Job annehmen würde, muß ich dann in ALG1 bleiben oder kann ich den Job annehmen?

    -Man hat mir empfohlen mein ALG1 auf ein P Konto überweisen zu lassen. Damit die Gläubigerbank wie in der letzten Zeit immer das Geld einkassiert und ich soll dort auch im Moment nicht bezahlen.

    -Angeblich darf ich die Gläubigerbank jetzt nicht mehr bezahlen da diese anderen gegenüber den anderen Gläubigern bevorteilt würde. Trotz der Versicherung. Auch soll ich der Versicherung untersagen die Raten zu übernehmen. Ist das so richtig?
    der Insolvenzverwalter soll das dann eben aufteilen. Noch habe ich niemanden Beauftragt.

    -Mir wurde geraten die Vorbereitungsphase so schnell wie möglich einzuleiten und nicht erst bei der absoluten Zahlungsunfähigkeit. Sprich jetzt hangel ich mich iwie durchs leben und ich habe keine Mahnungen etc. Ist es von Vorteil, heute die Vorbereitung einzuleiten und die 800-1000 auf mich zu nehmen, dafür ist aber noch niemand direkt zum Pfänden gekommen. Oder ist das egal und ich könnte auch warten und es auflaufen lassen. (was mir persönlich sehr missfällt, ich möchte das geklärt haben) im Oktober würde es soweit kommen. Eigentlich möchte ich es bestmöglich bis dahin geklärt haben.

    -wenn ich wieder arbeite und das entfernt in einer anderen Stadt ist. Sprich in meinem Fall ca.40km. Dann habe ich ja einen erheblichen finanziellen Aufwand zur Arbeit zukommen. Darf ich einen Steuerausgleich beruhend auf die Entfernung behalten?

    Das sind so erstmal meine Fragen.

    Ich bin sehr verunsichert und fürchterlich unglücklich. Vor 4 Jahren habe ich richtig gut verdient und war, mehr oder weniger, meines Lebens froh. Dann bin ich Krank geworden und seit dem geht alles den Bach runter. Krankengeld, Kündigung. Lebensversicherungen, Abfindungen sind aufgebraucht etc. ich habe nichts mehr.
    Ich habe 2 Kaufmännische Berufsausbildungen und bin alles andere als faul. Bloß ist meine Branche auf dem absterbenden Ast und es wird sowas von schlecht gezahlt das ich mich nicht mehr halten kann. Noch dazu bekomme ich meine Bewerbungen in der freien Wirtschaft nur Absagen. Bzw. Angebote von 8,50. Aktuell könnte ich in eine karitativen Einrichtung arbeiten, für das gleiche Geld und das ist mir alle male lieber. Außerdem sehe ich auch da meine Zukunft und freue mich da endlich einen Fuß rein zu bekommen.

    Hach man... ich bin sehr deprimiert. Ich schäme mich so sehr, bereue es Verpflichtungen eingegangen zu sein und fühle mich wie ein Versager.
    Ich bin schrecklich depressiv, weine jeden Tag und kann mich über rein gar nichts mehr freuen. Ich würde so gerne Arbeiten. Im mom. fühle ich mich zusätzlich auch noch so nutzlos.

    Ich hoffe ihr könnt mir die Fragen beantworten das ich ein bisschen weiter weiß.

    Vielen Dank

  2. #2
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    Wie hoch sind die Schulden denn in der Summe?

    Wenn die Raten für Schulden 500€ im Monat betragen würde ich die Zahlungen schon heute einstellen. Fühlt sich am Anfang zwar etwas komisch an, aber es macht keinen Sinn mehr zu zahlen, wenn du sowieso in die Insolvenz willst..... spar dir das Geld lieber in deine Keksdose.

    Caritas, Diakonie und AWO sind kostenlos. Welche Schuldenberatung will diese 800-1000€ ADN? Über die hört man nichts gutes.

  3. #3
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    Hallo Herzlichen Dank für deine Antwort.

    es sind ca. 23.000-30.000 Hauptsächlich der Kredit. Wenn ich in AGL2 gerate kann ich mir auch mein Handy, Sportstudio etc. nicht mehr leisten. das ist da schon eingerechnet. Wenn ich den Job annehmen würde käme ich auf ca. 1020 Euro Netto im Monat

    Wieviel es auf den Cent ist weiß ich gerade nicht. Ich kenne meine Gläubiger, aber nicht genau die Summen. Die muß ich erst aufstellen.

    Stimmt ADN und Kraus Anwaltskanzlei. Die Caritas hat mit ggf. Die SIG Solingen empfohlen.

    Was wäre wenn ich die Zahlungen jetzt einstelle, aber noch keine Termin bei der Caritas bekomme. Die ist hier zuständig.
    Geändert von happy1982 (16.06.2015 um 23:08 Uhr)

  4. #4
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    Ich habe auch erst vor kurzem die Zahlungen eingestellt. Das fühlt sich im ersten Moment sehr schlecht an. Es wird etwas ungemütlich aber, du hast endlich wieder Geld zur Verfügung!

    Rund 1050€ sind bei unpfändbar, damit kannst du machen was du willst. Davon kannst du dir z.B. einen "geheimen" Bargeldvorrat ansparen, Stichwort: Keksdose.

    Wenn du auch in Zukunft nur um den Dreh rum verdienen wirst, würde ich nächsten Monat die Zahlungen einstellen und einen Termin bei der Caritas besorgen. Du musst dann zwar die ganze Zwangsvollstreckunggeschichte über dich ergehen lassen, aber es gibt bei dir ja sowieso nichts zu holen. Insofern ist der Beratungsaufwand auch sehr gering. Die Zwangsvollstreckung läuft nach den Gesetzen ab, da gibt es nicht viel zu beraten.

    Das Geld für die ADN kannst du dir sparen, die sind teuer und haben einen nicht sehr besonders guten Service wenn man im Internet nach Meinungen sucht.

  5. #5
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    Hi,

    Deiner Schilderung nach kann Dir niemand etwas vorwerfen, also mache Dir selbst auch keine Vorwürfe.

    Wenn Du einen Job in Aussicht hast, den Du gerne ausüben möchtest, solltest Du ihn annehmen, bevor Du in ALG II kommst, zumal hier ggf. das Einkommen eines Partners angerechnet wird. Du kannst nicht verpflichtet werden, wegen der Ausfallversicherung arbeitslos zu bleiben. Solange die Versicherung zahlt, kann der Kredit natürlich auch weiter bedient werden.

    Den Kredit wirst Du ohne die Ausfallversicherung bei dem niedrigen Einkommen nicht zurückzahlen können. Eine Insolvenz musst Du deshalb aber nicht sofort in Angriff nehmen und kannst auf die kostenfreie Beratung warten. Ob nun ein Gläubiger Pfändungsversuche unternimmt oder ggf. Pfändbares an den Insolvenzverwalter geht, kommt auf dasselbe hinaus. Lediglich ein paar "böse" Briefe oder ggf. Anrufe würden Dir erspart bleiben. Sollte Dich das nervlich zu sehr belasten, würde ich Dir die SIB empfehlen.

    Wenn der Kredit nach 2-3 ausstehenden Raten gekündigt wird, sollten Deine Einkünfte auf ein Konto bei einer anderen als der kreditgebenden Bank gehen. Ggf. solltest Du jetzt schon ein neues Konto eröffnen; die Umwandlung in ein P-Konto ist aber erst nach Pfändung erforderlich.

    Bzgl. der Fahrtkosten bzw. den Steuerausgleich könntest Du vor Insolvenz einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen - hier ganz gut erklärt.

    Gruß
    Ingo

  6. #6
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    Hallo. Ich habe meine letzten Kröten schon auf ein anderes Konto überwiesen.

    Wenn ich in die Zwangsvollstreckung gehen sollte, kommen die dann zu mir nach hause? Mein freund hat einige Wertgegenstände. IPad, Mac Book z.b. auch die Kinder. Sind zwar echt olle Dinger. Ich will nicht das sie ihm die Sachen wegnehmen weil ich meine Rechnungen nicht mehr Zahlen kann.

  7. #7
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    Das wird dann irgendwann mal passieren. Ist aber weniger schlimm als es sich anhört.

    Was nicht dir gehört, kann nicht für deine Schulden gepfändet werden. Es kann passieren, dass der GV Sachen trotzdem mitnimmt. Dein Freund könnte dann mittels Drittwiderspruchklage seine Sachen zurückbekommen. Belge über das Eigentum wären dafür hilfreich.

    Es läuft sowieso auf eine Insolvenz hinaus, wenn du nicht zukünftig deutlich mehr verdienen solltest. Jeden Monat den du noch zahlst, ist verschenktes Geld.

    Dein anderes Konto müsstest du in der Vermögensauskunft angeben. Du solltest dir einen Bargeldvorrat anlegen und eventuell weniger als 500€ auf deinen Konten lassen.

  8. #8
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    Also, ich habe den Aussergerichtlichen Einigungsversuch ( bei PI Pflicht) über einen Anwalt machen lassen, hat mich 400Euro gekostet für 4 Gläubiger , den Antrag für die PI habe ich selbst ausgefüllt und beim Zuständigen Insolvenzgericht eingereicht.Alles hat ca.2,5 Monate gedauert bis zur Insolvenzeröffnung.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Schuldenreiter Beitrag anzeigen
    Jeden Monat den du noch zahlst, ist verschenktes Geld.
    Vielleicht bin ich ja ein wenig zu sensibel. Aber Schulden abzubezahlen kann kaum 'verschenktes Geld' sein.
    Es ist allenfalls Geld, welches an anderer Stelle dringender benötigt wird.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Schuldenreiter Beitrag anzeigen
    Stichwort: Keksdose.
    Dieses Wort ist in letzter Zeit hier im Forum sehr selten geworden.

    Zitat Zitat von anja39 Beitrag anzeigen
    Vielleicht bin ich ja ein wenig zu sensibel. Aber Schulden abzubezahlen kann kaum 'verschenktes Geld' sein.
    Es ist allenfalls Geld, welches an anderer Stelle dringender benötigt wird.
    Schön formuliert!

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