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Thema: Umzug - Kaution hinterlegen in der Insolvenz?

  1. #1
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    Standard Umzug - Kaution hinterlegen in der Insolvenz?

    Hallo,

    und ein Frohes Neues Jahr wünsche ich euch.

    Mein Mann und ich müssen wahrscheinlich in die Insolvenz, weil der außergerichtliche Einigungsversuch gescheitert ist.
    Jetzt ist ein zusätzliches Problem aufgetaucht.
    Wir müssen umziehen, weil unser Vermieter Eigenbedarf angemeldet hat. Hat auch alles seine Richtigkeit.
    Unsere Situation sieht so aus, das mein Mann arbeitet und ich derzeit Hausfrau & Mutter bin.
    Wir hätten jetzt auch eine neue Wohnung gefunden, wenn alles klappt.
    Bisher war es so, das wir die Kaution in Form einer Kautionsversicherung hinterlegt haben. Hier gab es auch nie Probleme.
    Nun ist es aber so, das unsere Schufa schon ziemlich bescheiden aussieht und wir keine Kautionsversicherung mehr abschließen können.
    Auch bei unserem jetzigen Versicherer ginge es nicht mehr, trotz das wir schon Jahre dort nie Probleme hatten.
    Wir haben hier bereits Rücksprache gehalten und es gibt keine Möglichkeiten.
    Nun stehen wir vor einem ganz großen Problem, denn auch bar können wir die Kaution nicht aufbringen. Wie auch in unserer Situation
    Was habe ich denn dann für Möglichkeiten?
    Vor allem was sollen wir jetzt tun? Ich stehe also deswegen u. U. in 3 Monaten auf der Straße mit 2 Kleinkindern, weil ich die Kaution nicht aufbringen kann?
    Ich bin wirklich momentan mit den Nerven ziemlich durch, weil mir das ganze riesige Angst macht.
    Ich habe gelesen das man übers Jobcenter oder das Sozialamt Kautionen hinterlegen kann?
    Aber, wir beziehen ja keine Leistungen vom Staat.
    Ich weiß einfach nicht mehr weiter
    Weiß jemand Rat?

    Danke schon mal.

    LG

  2. #2
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    Standard

    Eine Möglichkeit zur Hilfe vom Staat sehe ich in Eurer Konstellation nicht.

    Einzige Möglichkeit, die ich sehe: Ihr stellt fällige Ratenzahlungen ein und verwendet dieses Geld für die Kaution.
    Aber dafür müsste man etwas mehr Hintergründe wissen.

    PS. Ich sehe grade, dass Du in anderen Beiträgen schon berichtet hast; was ich aber noch nicht gelesen habe.
    Geändert von anja39 (01.01.2015 um 10:23 Uhr) Grund: Nachtrag

  3. #3
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    Unsere Schuldenberaterin (seit diesem Monat sind wir ja nicht mehr beim Anwalt, sondern bei der öffentlichen Schuldenberatung), hat uns beim ersten Termin gesagt (wir hatten das angeschnitten, weil unser Vermieter uns die Zeit schon davon erzählt hat, das er wahrscheinlich Eigenbedarf anmelden wird), das wir keine Ratenzahlungen vereinbaren dürfen.
    Wir hatten die ganze Zeit über gehofft das es nicht so weit kommt, bezgl Umzug bzw. Kündigung wegen Eigenbedarf.
    Es ist alles etwas komplizierter, sorry
    Begründung von der Schuldenberaterin wegen der Ratenzahlung war, das im Falle einer Insolvenz der TH die Ratenzahlung auch rückwirkend als negativ werten könnte, weil dadurch die Gläubiger benachteiligt werden würden.
    Fragt mich bitte nicht, was genau Sie damit meint, aber das war Ihre Aussage.
    Aber wie soll ich denn sonst jetzt eine Kaution hinterlegen?
    Vor allem, muss ich dem neuen Vermieter offen sagen, das wir mit einem Bein in der Insolvenz stehen?

  4. #4
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    Die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit, eine Kaution in drei Monatsbeträgen zu zahlen, ist m.E. keine Ratenzahlung im üblichen Sinne. Ich wüsste auch nicht, dass man dazu eine Ratenzahlungsvereinbarung treffen muss. Es ist eben das Recht jeden Mieters, die Kaution in drei Beträgen zu zahlen. Eine Gläubigerbenachteiligung kann ich da nicht erkennen. Die Kautionsbeträge kommen doch ohnehin aus unpfändbarem Einkommen?

    Empfehlenswert ist es immer, falls es möglich ist, mit dem Insolvenzantrag zu warten, bis man die Wohnsituation geklärt hat.

  5. #5
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    Darf ich denn überhaupt eine Kaution in bar im Fall einer Insolvenz hinterlegen?
    Nicht das der TH das dann doch irgendwie "einkassieren" darf/kann?
    Natürlich würden und werden die Kautionsbeträge aus unpfändbarem Einkommen hinterlegt.

    Die "neue" Schuldenberaterin, wollte nochmal einen außergerichtlichen Einigungsversuch starten, und alle Möglichkeiten ausschöpfen um die Insolvenz zu umgehen.
    Denn wer möchte schon freiwillig in die Insolvenz gehen
    Aber, die Chancen sehen bei meinem Mann eher schlecht aus.

    Was für Vorteile habe ich denn in meiner Situation, wenn ich den Insolvenzantrag so lange es geht rauszögern kann?
    Ich weiß, blöde Frage vielleicht
    Ich seh momentan den Wald vor lauter Bäumen nicht, glaub ich ...

  6. #6
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    Die hinterlegte Kaution geht den Treuhänder erst was an, wenn der Mietvertrag im eröffneten Verfahren gekündigt wird ;-)

    Den einzigen Vorteil, den Ihr beim Rauszögern von der Insolvenz habt: Falls ein Vermieter Schufaauskunft verlangt, steht da nicht schwarz auf weiß drin, dass einer der potenziellen Mieter in Insolvenz ist. Viele Vermieter suchen sich da eher "unbeschriebene" Blätter als neue Mieter

  7. #7
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    Also, wenn ich den Mietvertrag jetzt kündige, und einen neuen Mietvertrag abschließen (würde) würde die Kaution den TH nix angehen?
    Auch wenn wir dann zum 01.04.2015 einziehen/umziehen und dann evtl schon der Insolvenzantrag gestellt wäre?

    Unsere Schufa sieht schon schlimm aus, weil viele Gläubiger schon eine Meldung an die Schufa gemacht haben.
    Wenn der neue Vermieter auch noch eine Schufa haben möchte, sieht es schon schlecht aus.
    In der heutigen Zeit möchten die meisten aber eine Schufa haben.
    Und da kommt dann das nächste Problem, wo ich nicht weiß wie ich das händeln soll

  8. #8
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    angenommen ihr beantragt jetzt Insolvenz und zieht aber erst März/April um, dann sieht das so aus:
    Die Kaution von der alten Wohnung fließt in die Insolvenzmasse - sprich: wird verwertet.
    Die Kaution für die neue Wohnung müsst ihr irgendwie selber aufbringen. Zieht ihr aus der Wohnung dann wieder aus und seid noch nicht in der Wohlverhaltensphase, dann ist die Kaution ebenfalls weg....

    Kaution von einem Mietvertrag auf den anderen übertragen ist also nicht drin und wenn ihr in der falschen Phase der Insolvenz umzieht, dann ist die evtl mühevoll zusammengesparte Kaution ebenfalls weg.


    Ich weiß nicht ob nur dein Mann (evtl) in Insolvenz geht oder auch du. Vielleicht wäre es nämlich eine Möglichkeit den Mietvertrag auf den laufen zu lassen, der eben nicht Insolvenz anmelden muss....Aber ich denke dazu können die Fachleute mehr sagen ;-)

    Auch im oben geschilderten Szenario kommts darauf an, ob nur einer oder ihr beide Insolvenz beantragt und auf wen der Mietvertrag läuft....Ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass ihr beide Insolvenz anmelden müsst oder nur dein Mann und dieser dann eben auch die Kaution gezahlt hat
    Geändert von B-Bär (01.01.2015 um 19:44 Uhr)

  9. #9
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    Die Kaution für die jetzige Wohnung läuft über eine Kautionsversicherung, wie oben schon geschrieben.
    Da uns aber keiner mehr mit der negativen Schufa eine Kautionsversicherung gibt, bleibt uns ja nur der Weg über eine Bar Kaution.
    Ich finde ehrlich gesagt sehr beängstigend, das im Falle einer Insolvenz, wir im schlimmsten Fall die Kaution wieder verlieren.
    Sprich, im schlimmsten Fall stehe ich mit 2 kleinen Kindern in 3 Monaten auf der Straße, weil ich gezwungen bin einen Insolvenzantrag zu stellen.
    Und DAS macht mir jetzt gerade ehrlich gesagt richtig große Angst

  10. #10
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    ich glaube du bringst da ein paar Sachen durcheinander.

    An eine bezahlte Kaution kann der Insoverwalter nicht ran solange ihr in der Wohnung wohnt.
    Und auch bei Auszug erst wenn der Vermieter keine Ansprüche mehr hat.

    Ich würde an eurer Stelle jetzt erstmal abwarten ob der Vermieter überhaupt Eigenbedarfskündigung ausspricht.

    Dann kann man mit dem vielleicht auch reden und ihn bitten behilflich zu sein, der kann sich ja auch umhören, kennt vielleicht andere Vermieter und wird sicher gerne bestätigen dass ihr immer pünktlich die Miete bezahlt habt.

    Ihr spart jetzt hübsch was in der Keksdose an für eine Kaution.

    Und die Kaution bezahlt dann wenns soweit ist z.B. die Mutter, die Schwester...

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