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Thema: Unterhaltszahlungen einstellen?

  1. #21
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    Zitat Zitat von Arkandia Beitrag anzeigen
    Ich finde, es ist Zeitverschwendung darüber zu lamentieren, ob es Jobcenter oder Arge heißt oder jemandem die 100 Möglichkeiten aufzuzeigen, bei denen auch ein Volljähriger noch Unterhaltsberechtigt ist.

    Wenn hier keiner meine eigentliche Frage beantworten kann, warum schreibt ihr dann?
    Du solltest du hier keine weitere Zeit mehr verschwenden und einen Termin bei einem Anwalt machen, der wird dir dann auf den Punkt sagen das er nicht genau sagen kann wie der IV am Ende reagieren wird, vor allem wenn der IV auf deine Frage überhaupt nicht reagiert

    In einem Forum wird immer diskutiert, davon lebt ein solches auch, und es gibt nicht immer mundgerecht zubereitete Antworten die auch noch schmecken

    Wenn ich Unterhalt zahle dann prüfe ich auch ob ich dazu überhaupt verpflichtet bin, bin ich es möglicherweise nicht, dann kann ich mir das ganze andere ersparen

  2. #22
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    Hallo Arkandia,

    ich an eurer Stelle würde es einfach so machen, obwohl es natürlich sein kann, dass der kranke Filius auch in drei Monaten seine Dinge nicht geregelt bekommt. Habt ihr da für ihn Unterstützung, damit ihr dieses "zurückhalten" nicht ewig machen müsst?
    Das würde ich mal als erzieherische Maßnahme sehen, bei der der Sohn nicht automatisch als unterhaltsberechtigte Person entfällt, zumal ihr ja ein Schreiben habt, dass Unterhalt gezahlt werden soll/muss.
    Legt es halt beiseite und wenn der Sohn es bekommen soll, dann zahlt ihr eben 3 Monate Unterhalt nach. Wenn der Sohn nun rückwirkend (kann ich mir eher nicht vorstellen) keinen Unterhaltsanspruch mehr haben sollte, dann informiert ihr darüber den TH und überweist ihm den höheren rückwirkenden Pfändungsbetrag. Da würd ich nun gar keine großen Informationsgelage starten, sondern handeln und vor allem sehen, dass der Sohn in - wie auch immer geartete - geordnete Zustände kommt.

    LG
    Grisu

  3. #23
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    Hi,

    dann geb ich auch mal meinen Senf dazu ab ;-)

    Natürlich ist man weiter Unterhaltspflichtig auch wenn das Kind schon 18 ist, man ist es sogar bis 25 oder 27( genau weiß ichs nicht) .

    Ab 18 ist wie hier schon erwähnt nicht mehr das Jugendamt zuständig, sondern das Kind muß sich selber drum bemühen, entweder mit Anwalt oder wenn ein gutes Verhältnis zueinander besteht , kann man es auch so regeln.

    Was sich noch ändert ist, ab 18 sind beide Elternteile Unterhaltspflichtig, das wird so geregelt, wer mehr verdient zahlt auch mehr. Wohnt das Kind bei einem der Elternteile , dann müssen die sich einigen wie die das handhaben, wegen Unterkunft usw. Und es wird bei der Unterhaltsberechnung das volle Kindergeld angerechnet, nicht wie bisher nur die hälfte.

    Wie geschrieben, ist man bis 25(27) Unterhaltspflichtig. Man ist nur aus der Nummer raus, wenn zb. das Kind in der Ausbildung genug verdient. Oder das Kind 2 mal eine Ausbildung begonnen hat und diese dann abgebrochen hat. Man muß dem Kind 2 mal die Chance geben.
    Studiert das Kind, dann heißt es weiter zahlen bis 25(27).

    Hier mal ein kleines Rechenbeispiel:

    Angenommen das Kind verdient in der Ausbildung 400€ von diesen 400€ werden 90€ abgezogen für zb. Bildungsmittel usw. , es bleiben also 310€ übrig.

    Du mußt laut Düsseldorfertabelle 513€ zahlen, dann sieht die Rechnung so aus:

    Also du liest in der Düsseldorfer Tabelle ihren Bedarf ab. (513€)


    Einkommen des Kindes 400 €
    Ausbildungsaufwandspauschale - 90 €
    Bereinigtes Einkommen Kind = 310 €



    Bedarf nach Düsseldorfer Tabelle 513 €
    Volles Kindergeld -184 €
    Einkommen Kind - 310 €

    Zu zahlender Unterhalt = 19 €


    Hoffe es war einigermaßen verständlich;-)


    MfG

  4. #24
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    Zitat Zitat von Arkandia Beitrag anzeigen
    Wenn hier keiner meine eigentliche Frage beantworten kann, warum schreibt ihr dann?
    Wahrscheinlich kennt hier niemand die Antwort die du brauchst. Such dir nen Anwalt ( Familienrecht) der wird dir die richtige Antwort geben.

  5. #25
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    Deine Frage ist nunmal sehr spezifisch und wird dir tatsächlich nur ein Anwalt mit Fachrichtung Familienrecht beantworten können. Was allerdings komplett falsch ist, ist das die Unterhaltspflicht mit 18 endet, der wesentliche Unterschied besteht nur darin dass das Kind mit 18 im grunde für sich zu sorgen hat, wenn es dies aber nicht kann (Studium, Schule, schulische Ausbildung etc.) ist weiter Unterhalt zu leisten. Wie das mit psychischer Erkrankung genau aussieht weiss ich leider auch nicht, generell ist es aber so das der Unterhalt nach der Orientierungszeit eingestellt werden kann, insofern das Kind keinerlei Bemühungen nachgeht bzw. diese nicht nachweisen kann.

    Die Idee die ihr habt, also den Unterhalt einzubehalten ist daher garnicht mal so verkehrt und wäre im Normalfall auch rechtlich einwandfrei, der Haken ist eben das mit der psychischen Erkrankung (ist diese eigentlich attestiert?) und das kann dir wie gesagt vermutlich nur ein Fachanwalt genauestens beantworten.

  6. #26
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    Zitat Zitat von Arkandia Beitrag anzeigen
    Sorry, Jobcenter!
    Und @ Plusminus, das ist Quatsch!

    Kindergeldberechtigt heißt nicht unbedingt gleichzeitig unterhalstberechtigt.

    Ich hatte mit meinem älteren Sohn eine ähnliche Situation. Er war körperbehindert und ein Arzt hat die volle Erwerbsminderung festgestellt. So konnte er Grundsicherung SGB XII beantragen, bekam weiter Kindergeld, aber sein Vater war raus aus der Sache, weil er weniger als 100.000,- pro Jahr verdient.
    Hier könnte die Situation ähnlich sein. Es ist festgestellt worden, dass mein Stiefsohn eine psychische Erkrankung hat, die ihn daran hindert, eine Schule zu besuchen oder arbeiten zu gehen. Aber er kümmert sich nicht um die entsprechenden Anträge und befindet sich auch nicht in Behandlung. Wenn mein Mann nichts unternimmt, wird sich auch nichts daran ändern. Das es uns aufgrund der Insolvenz finanziell nicht so gut geht, versteht sich von selbst. Wenn also der Unterhalt eingestellt werden kann, wäre das klar von Vorteil ;-)

    Die Unterhaltsheranziehungsstelle wird tätig, wenn die Familie Sozialleistungen bezieht. So eben auch die Aufforderung, bis zur Klärung weiterhin Unterhalt zu zahlen, nur dauert das schon viel zu lange, weil der junge Mann sich nicht kümmert.

    Wir hatten einfach die "Idee", die jeweilige Summe für 2-3 Monate einzubehalten, bis die Sache geklärt ist. Dann wären wir in der Lage, eine Nachzahlung zu leisten, Wenn nicht nachgezahlt wird, kann das Geld in die Insolvenz fließen. Aber wir bekommen eben keine Auskunft vom Verwalter, ob das möglich ist.
    Ich würde diese „Unterhaltsheranziehungsstelle“, was oder wer immer das ist, unter Verweis auf die bisherige Kommunikation sowie den Zeitablauf unter Fristsetzung schriftlich, in beweisbarer Form, auffordern, die Rechtsgrundlage für deren Ansinnen, „vorläufig“ weiter Unterhalt zu leisten, zu nennen, und gleichzeitig mitteilen, daß der Unterhalt bis zur endgültigen Klärung für eine kurze Zeit, z.B. 2 Monate, auf ein von dir, nicht von deinem Mann, verwaltetes Treuhandkonto einbezahlt wird, der Sohn deines Mannes ab sofort keinen weiteren Unterhalt direkt erhält, sowie daß bei Nicht-Äußerung die Zahlungen endgültig und ab sofort eingestellt werden.
    Das dann auch so durchziehen.
    Dem Insolvenzverwalter kann dein Mann den Sachverhalt sicherheitshalber mitteilen, ich bezweifle allerdings, daß er dazu bis zur endgültigen Klärung überhaupt verpflichtet ist, denn er leistet ja vorläufig weiter Unterhalt, wenn auch auf das Treuhandkonto.

  7. #27
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    Stelle Deine Fragen doch einmal in diesem Forum. In Unterhaltssachen sind da einige Experten unterwegs.

    http://forum.isuv-online.de/

    Gruß
    Exberliner
    Lassen sich die Umstände nicht mehr ändern, dann sollte man die Einstellung zu Ihnen ändern.

    Wenn das Leben Dir Zitronen anbietet, frag nach Tequilla und Salz und ruf' mich an!

    Schuldnerzitat:"... teile ich mit, dass ich zur Abgabe der e.V. nicht erscheinen werde, denn ich besitze überhaupt nichts - nicht mal die Lust, den Termin wahrzunehmen."


    Im Übrigen ist dies keine Rechtsberatung im Sinne des § 1 RBerG, sondern nur das Mitteilen eigener leidvoller Erfahrungen.

  8. #28
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    Die Frage ist NICHT, ob er noch Unterhaltsberechtigt ist. Er ist es, und zwar solange, wie er sich nicht selber unterhalten kann. Die Grundsicherungsbehörde wird Deinem Stiefsohn was husten, wenn er aufgrund eingestellter Unterhaltszahlungen Deines Mannes dort aufschlägt. Sie werden möglicherweise zahlen, aber Deinen Mann sofort heranziehen. Dein Mann ist zum Unterhalt verpflichtet, solange sein Kind nicht in der Lage ist, seine eigene Existenz zu sichern. Selbst bei einer stationären Unterbringung würde Dein Mann zu diesen Kosten herangezogen. Die Probleme des Stiefsohns werden sich nicht über Zahlungseinstellung des Unterhalts lösen lassen....

  9. #29
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    Arbeitslose 18jährige bekommen schon noch Kindergeld, wenn sie die Arbeitslosigkeit nachweisen.

    Was hier aber wichtig ist, die TE schreibt, dass er Sohn psychisch erkrankt ist. Wenn er das ist, ist er unterhaltsberechtigt. Denn dann erklärt das evtl auch, dass er sich nicht um Arbeit
    oder Arge-Termine kümmert (Depression?). Ich las was von §35a = seelische Behinderung, Anspruch auf Wiedereingliederung nach KJHG (ich bin Sozpäd, deshalb weiß ich da einiges).
    Das spielt natürlich auch eine Rolle und daher kann ich mir erklären, warum das Jugendamt mitmischt, die klären dann nämlich (dauert eben auch) den Bedarf an Wiedereingliederung.
    (Kann auch noch 18jährige also "junge Erwachsene" mit einbeziehen)

    Es gibt durchaus diese "Orientierungsphase" ist aber eine juristische Grauzone. Wäre nicht eine persönliche Vereinbarung möglich mit Mutter und Sohn?
    Eine Therapie bekommen auch Jugendliche nicht sofort und auf der Stelle.

    Ich würde weiterzahlen, wäre ich der Kindsvater, aber dennoch dranbleiben, wie es weitergeht. Als Unterhaltsberechtigter hat der Sohn auch Pflicht zur Auskunft wie es weitergeht.
    Kann dein Ehemann nicht per Beratungsschein einen Anwalt fragen? Kostet ja nur 10 Euro. Sollte doch während der Inso möglich sein, oder?

    Viel Erfolg!

    LG ichbinneu

  10. #30
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    So wie es aussieht, ist er psychisch erkrankt und hat Probleme, das Haus zu verlassen.
    Da dies nun ganz genau mein Arbeitsbereich ist, kann ich schon sagen, dass er schwer psychisch erkrankt ist und eine Angststörung hat.
    Die ist nicht so einfach therapierbar, aber Therapie ist natürlich notwendig. Das er da nicht an Schulungen etc. teilnimmt, ist klar.
    Mit der Bescheinigung eines Psychiaters ist er auch weiterhin berechtigt, als Kranker unterstützt zu werden.

    Macht sich dein Ehemann keine Sorgen um den jungen Mann? Es geht doch nicht nur ums Geld. Natürlich kann die Kindsmutter den Unterhalt für
    den psychisch kranken Sohn auch nicht alleine stemmen, bzw. die Kosten, die nach Abzug Kindergeld etc. noch offen sind. Nehme ich mal so an.

    LG ichbinneu

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