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Thema: Unterhaltszahlungen einstellen?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Ausrufezeichen Unterhaltszahlungen einstellen?

    Unsere Situation ist folgendermaßen:

    Mein Ehemann befindet sich noch in der ersten Phase der Insolvenz.
    Sein 18 Jähriger Sohn, der bei der Mutter lebt, erhält noch Unterhalt. Die Frage ist, ob er noch Unterhaltsberechtigt ist. Seit mittlerweile 1 Jahr besucht er weder eine Schule, noch absolviert er eine Berufsausbildung. So wie es aussieht, ist er psychisch erkrankt und hat Probleme, das Haus zu verlassen.

    Seit November vergangenen Jahres ist der arbeitssuchend gemeldet, damit weiter Kindergeld gezahlt wird, nimmt aber weder an Schulungen teil, noch schreibt er Bewerbungen.
    Im Dez. 2013 wurde mein Mann von der Unterhaltsheranziehungsstelle aufgefordert, bis zur Klärung der Situation weiter Unterhalt zu zahlen. Man wies ihn darauf hin, dass er sowieso bis zu 6 Monate Unterhalt zahlen müsste, auch wenn sein Sohn nichts macht (Orientierungszeit).

    Nun sind wir aber bei 8 Monaten angelangt. Die Situation seines Sohnes ist unverändert. Er lässt Termine bei der Arge ausfallen, weigert sich, eine Therapie zu machen.
    Mein Mann hat seinen Sohn nun aufgefordert, entweder eine andauernde Unterhaltsberechtigung nachzuweisen oder Grundsicherung wegen voller Erwerbsminderung zu beantragen, mit dem Hinweis, die Zahlungen ansonsten einzustellen. Wir gehen davon aus, dass sein Sohn sich erstmal auch darum nicht kümmern und es ein paar Wochen dauern wird, bis sich in der Angelegenheit etwas tut.

    Nun haben wir schriftlich beim Insolvenzverwalter nachgefragt, ob eine Möglichkeit besteht, den Unterhalt für 2-3 Monate einfach einzubehalten, bzw. auf ein gesondertes Konto zu zahlen, bis die Angelegenheit geklärt ist. Wir sehen die Gefahr, dass mein Mann die Zahlungen einstellt, entsprechend mehr gepfändet wird und dann 6 Wochen später vom Amt die Aufforderung kommt, den Unterhalt nachzuzahlen. Leider haben wir bisher keine Antwort darauf erhalten, wie IMMER!!!

    Kennst sich hier jemand damit aus?

  2. #2
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    Ausrufezeichen Unterhalstzahlungen einstellen?

    Unsere Situation ist folgendermaßen:

    Mein Ehemann befindet sich noch in der ersten Phase der Insolvenz.
    Sein 18 Jähriger Sohn, der bei der Mutter lebt, erhält noch Unterhalt. Die Frage ist, ob er noch Unterhaltsberechtigt ist. Seit mittlerweile 1 Jahr besucht er weder eine Schule, noch absolviert er eine Berufsausbildung. So wie es aussieht, ist er psychisch erkrankt und hat Probleme, das Haus zu verlassen.

    Seit November vergangenen Jahres ist der arbeitssuchend gemeldet, damit weiter Kindergeld gezahlt wird, nimmt aber weder an Schulungen teil, noch schreibt er Bewerbungen.
    Im Dez. 2013 wurde mein Mann von der Unterhaltsheranziehungsstelle aufgefordert, bis zur Klärung der Situation weiter Unterhalt zu zahlen. Man wies ihn darauf hin, dass er sowieso bis zu 6 Monate Unterhalt zahlen müsste, auch wenn sein Sohn nichts macht (Orientierungszeit).

    Nun sind wir aber bei 8 Monaten angelangt. Die Situation seines Sohnes ist unverändert. Er lässt Termine bei der Arge ausfallen, weigert sich, eine Therapie zu machen.
    Mein Mann hat seinen Sohn nun aufgefordert, entweder eine andauernde Unterhaltsberechtigung nachzuweisen oder Grundsicherung wegen voller Erwerbsminderung zu beantragen, mit dem Hinweis, die Zahlungen ansonsten einzustellen. Wir gehen davon aus, dass sein Sohn sich erstmal auch darum nicht kümmern und es ein paar Wochen dauern wird, bis sich in der Angelegenheit etwas tut.

    Nun haben wir schriftlich beim Insolvenzverwalter nachgefragt, ob eine Möglichkeit besteht, den Unterhalt für 2-3 Monate einfach einzubehalten, bzw. auf ein gesondertes Konto zu zahlen, bis die Angelegenheit geklärt ist. Wir sehen die Gefahr, dass mein Mann die Zahlungen einstellt, entsprechend mehr gepfändet wird und dann 6 Wochen später vom Amt die Aufforderung kommt, den Unterhalt nachzuzahlen. Leider haben wir bisher keine Antwort darauf erhalten, wie IMMER!!!

    Kennst sich hier jemand damit aus?

  3. #3
    konsumbefreit Gast

  4. #4
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    Ich weiß, aber beim Versuch, es hier an der richtigen Stelle zu posten, kam 3 x die Meldung, ich müsste mich erst registrieren, obwohl ich eingeloggt war. Beim 4. mal habe ich nicht richtig aufgepasst. Sorry, mein erstes mal hier.
    Und es geht auch nicht darum, was der Insolvenzverwalter fordern könnte, sondern die Unterhaltsheranziehungsstelle.
    Geändert von Arkandia (07.06.2014 um 10:10 Uhr)

  5. #5
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    Die Frage ist NICHT, ob er noch Unterhaltsberechtigt ist. Er ist es, und zwar solange, wie er sich nicht selber unterhalten kann. Die Grundsicherungsbehörde wird Deinem Stiefsohn was husten, wenn er aufgrund eingestellter Unterhaltszahlungen Deines Mannes dort aufschlägt. Sie werden möglicherweise zahlen, aber Deinen Mann sofort heranziehen. Dein Mann ist zum Unterhalt verpflichtet, solange sein Kind nicht in der Lage ist, seine eigene Existenz zu sichern. Selbst bei einer stationären Unterbringung würde Dein Mann zu diesen Kosten herangezogen. Die Probleme des Stiefsohns werden sich nicht über Zahlungseinstellung des Unterhalts lösen lassen....

  6. #6
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    @ Klaus: wenn aufgrund einer vollen Erwerbsminderung die Grundsicherung (SGB XII) beantragt wird, dann sind Eltern nur noch unterhaltspflichtig, wenn sie seeehr viel verdienen.
    Es ist ja bereits ein Gutachten erstellt worden, aus dem hervorgeht, dass der Sohn eine psychischer Erkrankung hat, die ihn daran hindert, eine Schule zu besuchen, bzw. eine Ausbildung zu absolvieren und vermutlich für immer Hilfe brauchen wird.
    Aber nochmal, ich frage hier nicht, ob noch eine Unterhaltspflicht besteht. Wenn der junge Mann sich nicht behandeln lassen will und auch sonst nichts tut, um an seiner Situation etwas zu verbessern, dann sind weder Eltern noch die Allgemeinheit finanziell zuständig.

    Der junge Mann will sich selbst nicht helfen, seine Mutter schlägt nicht die richtigen Wege ein und von uns will er sich nicht helfen lassen, nicht weil wir so furchtbar sind, sondern weil er krank ist. Und so läuft das immer weiter, keine Behandlung, keine Entwicklung, kein NIX.

  7. #7
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    Wennd er Sohn 18 und damit volljährig ist, dann hat doch kein Amt mehr damit was zu tun was den Unterhalt betrifft, oder lebt ihr nicht in Deutschland?

    Mit 18 muss sich in Deutschland der Junior selbst auf die Hinterbeine stellen und seinen ihm zustehenden Unterhalt einfordern, und sofern der Vater sich weigert zu zahlen vor das zuständige Familiengericht gehen

  8. #8
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    Ganz so einfach ist das nicht. Wie gesagt ist er arbeitssuchend gemeldet und das Verfahren zur Feststellung, ob er Grundsicherungsberechtigt ist oder Eingliederungshilfen bekommen kann, läuft.
    Er verschleppt es aber. Ich bin aber glaube ich, hier auch im falschen Bereich des Forums gelandet. Es geht ja eher um die Frage, ob die Lohnpfändung sofort umgestellt werden muss oder nicht.
    Könnte man 2 x Unterhalt einbehalten und erst später mit in die Insolvenz geben oder nicht? Unser Problem ist einfach, dass mein Mann zahlt und solange er das tut, sieht sich sein Sohn wohl auch nicht in Bedrängnis, seine Angelegenheiten zu klären.

  9. #9
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    Ich habe es bei der Tochter meiner Freundin 1:1 mitbekommen, sie musste sich mit 18 selbst einen Anwalt nehmen und den Unterhalt einfordern weil ab diesem Zeitpunkt die UVG Stelle vom Jugendamt außen vor war, das ganze bekam sie sogar schriftlich, es gab dann auch einen Termin am Jugendamt wo sämtliche Schreiben und Gerichtsbeschlüsse (Unterhaltstitel) übergeben wurden.


    Solange dein Mann aber freiwillig weiter zahlt solange ist die andere Seite nicht im Zugzwang

    Und wenn sein Arbeitslosengeld unterhalb der 700 Euro Grenze liegt, dann kann er sich per Beschluss beim Familiengericht als Mangelfall von der Unterhaltspflicht befreien lassen
    Geändert von Hackwoscht (07.06.2014 um 09:45 Uhr)

  10. #10
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    Mein Mann hat aber im Januar noch Post bekommen von der Unterhaltsheranziehungsstelle mit der Aufforderung, erstmal weiter zu zahlen. Da war sein Sohn bereits seit 3 Monaten volljährig.
    Wäre mein Mann nicht in der Insolvenz, bräuchten wir nicht so vorsichtig zu sein. Aber so haben wir einfach Angst, nachzahlen zu müssen. Sein Lohn wäre aber höher gepfändet und wir könnten es nicht.

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